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DFB-Frauen nach 3:2 in Irland weiter auf WM-Kurs

Dublin DFB-Frauen nach 3:2 in Irland weiter auf WM-Kurs

Die deutschen Fußball-Frauen haben im sechsten WM-Qualifikationsspiel die ersten Gegentore hinnehmen müssen, das Ticket für die Weltmeisterschaft in Kanada 2015 ist aber nicht in Gefahr.

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Simone Laudehr, Antreiberin im DFB-Mittelfeld, erzielte den Ausgleich. Foto: Jens Wolf

Dublin. Die deutschen Fußball-Frauen haben im sechsten WM-Qualifikationsspiel die ersten Gegentore hinnehmen müssen, das Ticket für die Weltmeisterschaft in Kanada 2015 ist aber nicht in Gefahr.

Nach dem unerwartet mühsamen und glücklichen 3:2 (0:1) in Irland steht die DFB-Auswahl unangefochten mit 18 Punkten an der Spitze der Gruppe 1 vor den zweitplatzierten Irinnen (7). Diese haben zwei Spiele weniger bestritten.

Louise Quinns frühe Führung in der 2. Minute konnte Simone Laudehr (65.) per Foulelfmeter gegen den tapfer kämpfenden Gastgeber ausgleichen. In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse: Zunächst schoss die eingewechselte Lena Lotzen das 2:1 (84.). Irland schlug nach einem weiten Einwurf von Megan Campbell durch Stephanie Roche (89.) nochmals zurück, ehe Melanie Leupolz (90.) mit Windunterstützung der unerwartete Siegtreffer gelang. „Da war viel Glück dabei“, gestand die Torschützin. „Es war kein richtiger Torschuss. Da hat der Wind mitgespielt.“

Silvia Neid, die verletzungsbedingt auf die Stammkräfte Celia Sasic, Fatmire Alushi, Saskia Bartusiak und Leonie Maier verzichten musste, war verärgert über den schwachen Auftritt. Obwohl sie eindringlich vor den weiten Einwürfen von Campbell gewarnt hatte, fielen beide Gegentore nach dieser irischen Variante. „Egal ob Flanke, Ecke oder Einwurf, man muss ja zum Ball gehen. Aber alle bleiben stehen und schauen zu“, kritisierte die Bundestrainerin das Abwehrverhalten. „Es war sehr glücklich, dass wir noch drei Tore geschossen und drei Punkte mitgenommen haben. Wir haben gegen eine starke irische Mannschaft sicher nicht unser bestes Spiel gemacht.“

Noch keine 120 Sekunden waren gespielt, da lag der Europameister vor rund 5000 Zuschauern im Tallaght-Stadium überraschend mit 0:1 zurück. Nach einem scharfen Campbell-Einwurf war Innenverteidigerin Quinn zur Stelle und überwand Welttorhüterin Nadine Angerer mit einem platzierten Kopfball ins lange Eck. Verständlicherweise war der Jubel beim Gastgeber von der Insel groß, war es doch das erste Gegentor für die DFB-Elf im sechsten WM-Qualifikationsspiel und der erste Treffer der Irinnen im dritten Duell mit Deutschland überhaupt.

Der Europameister schien geschockt und tat sich ungewohnt schwer, gegen die geschickt und aggressiv verteidigenden Irinnen sein eigenes Spiel aufzuziehen. Viele Fehlpässe, verlorene Bälle und Zweikämpfe prägten die deutschen Bemühungen. Eine wirklich zwingende Torchance sprang bis zur Pause nicht heraus. „Es war verrückt heute irgendwie. Wir haben versucht, uns auf die Einwürfe einzustellen. Am Ende aber sind drei Punkte drei Punkte“, sagte Angerer.

Es dauerte bis zur Mitte der zweiten Hälfte, ehe der nur optisch überlegenen DFB-Elf durch Laudehr das 1:1 per Foulelfmeter gelang. Auch nach dem Ausgleich liefen die Angriffe des Algarve-Cup-Siegers nicht flüssiger. So war nach den Toren von Lotzen, die nach sechs Monaten Verletzungspause in der zweiten Hälfte ihr Comeback feierte, sowie Roche vor allem beim Last-Minute-Siegtreffer von Leupolz viel Glück im Spiel. Der als Flanke gedachte Schuss der Freiburgerin segelte windunterstützt über Irlands Torfrau Emma Byrne hinweg zum 3:2 ins Tor.

dpa

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