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Darmstadt trotzt Gladbach ein 0:0 ab

Debüt von Frings und Hecking Darmstadt trotzt Gladbach ein 0:0 ab

Als Nachfolger von André Schubert soll Dieter Hecking die Gladbacher wieder nach oben führen. Beim frostigen Debütantenball in Darmstadt zeigte sich: Der 52-Jährige hat noch viel zu tun.

Darmstadts Antonio Colak (l.) im Zweikampf mit Jannik Vestergaard.

Quelle: Arne Dedert

Darmstadt. Borussia Mönchengladbachs neuer Trainer Dieter Hecking hat sich zu seinem Einstand mit einem freudlosen 0:0 beim Bundesliga-Schlusslicht SV Darmstadt 98 begnügen müssen.

Das Team vom Niederrhein verpasste erneut den ersten Auswärtssieg in dieser Saison. „Das ist ein erster Schritt“, bilanzierte Sportdirektor Max Eberl. „Dass nicht gleich alles wie geschnitten Brot läuft, ist doch selbstverständlich.“ Ex-Nationalspieler Torsten Frings erlebte bei den „Lilien“ ein schwaches erstes Spiel als Erstliga-Chefcoach.

Die harmlosen Südhessen konnten in der fünften Partie hintereinander kein Tor erzielen, stoppten aber wenigstens die Serie von zuletzt acht Niederlagen unter Frings' Vorgänger Norbert Meier. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt immer noch vier Punkte. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Punkt. Die Mannschaft hat einfach ein Erfolgserlebnis gebraucht“, sagte Frings.

Angetrieben von Raffael und Thorgan Hazard übernahmen die Gäste vor 17 400 Zuschauern am ausverkauften Böllenfalltor gleich die Initiative und griffen über die Flügel an. In der zehnten Minute hätte bereits das 1:0 für die Borussia fallen müssen: Raffael scheiterte aus acht Metern nach einer Hereingabe von Jonas Hofmann aber an Torhüter Michael Esser. Dieser Chance trauerte später auch Hecking hinterher. „Unterm Strich kann ich zufrieden sein. Ich hätte mir allerdings etwas mehr Konsequenz im Spiel nach vorne gewünscht“, sagte der 52-Jährige.

Bei den Gladbachern war Neuzugang Timothee Kolodziejczak vom Europa-League-Sieger FC Sevilla nicht mal im Kader. Verzichten musste Hecking auf die verletzten Patrick Herrmann, Ibrahima Traoré, Tobias Strobl und Nico Elvedi. Die Schalker Leihgabe Sidney Sam, den unter der Woche ein Infekt erwischt hatte, saß bei den Darmstädtern nur auf der Bank und wurde auch nicht eingewechselt.

Die Anfangs-Offensive der Gäste verpuffte schnell. Nach einer knappen halben Stunde starteten die „Lilien“ ihren bis dato vielversprechendsten Angriff. Flügelflitzer Marcel Heller passte in die Mitte, wo Tony Jantsche im letzten Moment vor Jan Rosenthal rettete. Der Borussia fehlten Ideen und Schwung, zumal sich Weltmeister Christoph Kramer und Toptalent Mahmoud Dahoud im defensiven Mittelfeld nicht als die großen Antreiber hervortaten.

Nach der Pause bemühte sich Mönchengladbach um einen erneut schwungvollen Start, blieb jedoch immer wieder hängen: zu viele Fehlpässe, zu wenig Durchsetzungsvermögen in den Zweikämpfen. Wild entschlossen stemmten sich die „Lilien“ gegen den Favoriten, immer die Hoffnung auf einen Überraschungstreffer vor Augen.

In der 66. Minute hatten die Hausherren jedoch Glück: Hazard traf nur den Pfosten. In der Schlussphase hatten beide Teams noch bange Minuten zu überstehen, weil beide Abwehrreihen nicht mehr gut standen. Den Sieg hatte jedoch keine Mannschaft verdient. Für Darmstadt war es, so Routinier Peter Niemeyer, „ein Punkt für die Moral. Absolut!“

dpa

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