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Frankfurt holt sich Selbstvertrauen mit Remis gegen Leipzig

2:2 vor Pokalfinale Frankfurt holt sich Selbstvertrauen mit Remis gegen Leipzig

Eintracht Frankfurt hat sich mit einem furiosen Schlussspurt Selbstvertrauen für das DFB-Pokalfinale geholt und Aufsteiger RB Leipzig die Krönung einer überragenden ...

Frankfurt und Leipzig trennten sich zum Saisonabschluss 2:2.

Quelle: Arne Dedert

Frankfurt/Main. Eintracht Frankfurt hat sich mit einem furiosen Schlussspurt Selbstvertrauen für das DFB-Pokalfinale geholt und Aufsteiger RB Leipzig die Krönung einer überragenden Premierensaison in der Fußball-Bundesliga ein wenig vermasselt.

Eine Woche vor dem Cup-Showdown mit Borussia Dortmund kamen die Hessen gegen den Vizemeister nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2. Vor 51 000 Zuschauern trafen Jesus Vallejo in der 83. Minute und Danny Blum (90.) für die Hessen. Marcel Sabitzer (25.) und Yussuf Poulsen (56.) hatten Leipzig in Führung gebracht.

Die Sachsen verpassten damit zwei Rekorde. Die Bestmarke der meisten Siege eines Aufsteigers müssen sie sich weiter mit Bayern München (beide 20) aus der Spielzeit 1965/66 teilen, der Aufsteiger-Punkterekord bleibt im Besitz des 1. FC Kaiserslautern (68) aus der Meistersaison 1997/98.

„Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“, skandierten die 51 000 Fans nach dem Remis, das sich die in ihren spielerischen Mitteln limitierten Frankfurter durch ihren Kampfgeist verdienten. Weiterer Lichtblick für die Eintracht war die Rückkehr von Kapitän Alexander Meier und Innenverteidiger Vallejo, die nach mehrwöchiger Verletzungspause in der zweiten Hälfte eingewechselt wurden.

Zu diesem Zeitpunkt schien die Partie entschieden. Dabei begannen die Hausherren schwungvoll und hätten auch früh in Führung gehen können, doch Haris Seferovic schoss in der 8. Minute freistehend neben das Tor. Auch David Abraham (18.) fehlte bei einem Kopfball die nötige Präzision.

Die Gäste, die ihren Topstürmer Timo Werner schonten, agierten ungewohnt zurückhaltend und entwickelten kaum Zug zum Tor. Umso überraschender fiel die Führung für Leipzig. Eintracht-Mittelfeldspieler Taleb Tawatha vertändelte den Ball gegen Emil Forsberg, der bediente Benno Schmitz und dessen flache Hereingabe drückte Sabitzer aus Nahdistanz über die Linie.

Der Rückstand lähmte die Frankfurter. Die Hausherren benötigten eine Viertelstunde, um den Schock zu verdauen, und hätten in dieser Phase durch Bernardo beinahe das 0:2 kassiert. Insgesamt fehlte es den Gastgebern an Ideen und einer klaren Struktur im Spiel. Dies machte es dem Vizemeister einfach, mit minimalem Aufwand die Führung zu verteidigen.

Und es kam noch besser für RB: Nach einer Ecke von Forsberg spitzelte Poulsen das Leder aus kurzer Distanz ins Tor. Damit schien die Frage nach dem Sieger frühzeitig geklärt.

Doch dann ging ein Ruck durch die Mannschaft. Erst kam Vallejo, dann brach lautstarker Jubel bei den Frankfurter Fans aus, als „Fußball-Gott“ Meier in der 71. Minute erstmals seit dem 18. März beim 0:0 gegen den Hamburger SV wieder den Rasen betrat. Das pushte die Hausherren, die den Ausgleich am Ende wie einen Sieg feierten.

dpa

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