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Glücksbringer Schäfer sagt Frankfurt Kampf an

Nürnberg Glücksbringer Schäfer sagt Frankfurt Kampf an

Der Relegationsspezialist ist pünktlich zurück. Das gelungene Comeback von Torwart Schäfer beim 1:0 in Paderborn stärkt beim 1. FC Nürnberg den Glauben an den achten Bundesliga-Aufstieg. Die zwei Endspiele gegen Frankfurt haben eine brisante Vorgeschichte.

Nürnberg. Nach seinem geglückten Comeback sagte Nürnbergs Relegationsspezialist Raphael Schäfer Eintracht Frankfurt einen heißen Aufstiegskampf an.

„Wir werden alles reinwerfen. Natürlich ist Frankfurt als Erstligist der Favorit, aber wir wissen, dass wir eine unangenehme Mannschaft sind und unsere Chancen bekommen werden“, verkündete der 37 Jahre alte Torwart nach dem 1:0 des 1. FC Nürnberg am Pfingstsonntag im womöglich vorerst letzten Zweitligaspiel der Franken beim SC Paderborn, der in die 3. Liga abgestiegen ist.

Die Generalprobe gelang, nicht nur wegen des späten Siegtores von Joker Cedric Teuchert in der 86. Spielminute. Sondern vor allem, weil Trainer René Weiler Stammtorhüter Schäfer zehn Wochen nach einem Anriss der Achillessehne wieder aufbieten konnte. „Es ist wichtig, dass er wieder dabei ist. Denn er dirigiert seine Mitspieler und puscht sie auch“, sagte Weiler zur Bedeutung seiner Nummer 1.

In den Altmeister, der einige starke Abwehrszenen hatte, setzt der „Club“ in den Alles-oder-nichts-Spielen gegen den Bundesliga-16. am Donnerstag (20.30 Uhr) in Frankfurt sowie vier Tage später im eigenen Stadion große Hoffnungen. „Wir haben unsere Aufgabe erledigt und diese starke Saison gut über die Bühne gebracht“, resümierte Schäfer in Paderborn und blickte voraus: „Jetzt geht es nach Frankfurt. Dort wollen wir auch eine sehr, sehr gute Leistung abliefern.“

Gerade Schäfer weiß, wie Relegation geht: Zweimal mussten die Nürnberger 2009 und 2010 in die K.o.-Partien, einmal als Zweitligist, im Jahr darauf als Erstligist. Und in allen vier Partien - 3:0 und 2:0 gegen Energie Cottbus, 1:0 und 2:0 gegen den FC Augsburg - hielt der Keeper sein Tor sauber. Die Null steht also seit 360 Minuten!

„Die Relegationsspiele werden für jeden von uns ein Highlight der Karriere“, sagte Abwehrspieler Tim Leibold einerseits angespannt, aber zugleich voller Vorfreude. Und es werden zwei Risikospiele - wegen der brisanten Vorgeschichte. 1999 schickten die Hessen dank eines Last-Minute-Tores von Jan-Arge Fjörtoft zum 5:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern die Nürnberger, die als Tabellenzwölfter (!) ins Bundesliga-Saisonfinale gegangen waren, in die 2. Liga. Dieses Drama ist in Frankfurt und Nürnberg auch 17 Jahre später unvergessen.

dpa

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