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Gomez erlöst Wolfsburg gegen den HSV

Später 1:0-Heimerfolg Gomez erlöst Wolfsburg gegen den HSV

Der VfL Wolfsburg hat mit dem dritten Sieg in Serie die schlechteste Bundesliga-Hinserie der Club-Historie doch noch verhindert und dem Hamburger SV die 600. Liga-Niederlage zugefügt.

Mario Gomez (m.) schießt den VfL Wolfsburg zum Sieg über den HSV.

Quelle: Peter Steffen

Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg hat mit dem dritten Sieg in Serie die schlechteste Bundesliga-Hinserie der Club-Historie doch noch verhindert und dem Hamburger SV die 600. Liga-Niederlage zugefügt.

Der VfL gewann am letzten Hinrunden-Spieltag 1:0 (0:0) gegen den HSV, bei dem das neue Führungsduo Heribert Bruchhagen und Jens Todt einen Fehlstart ins neue Jahr erlebte. Mario Gomez schoss das erlösende Siegtor der Wolfsburger (83. Minute) gegen dezimierte Hamburger, bei denen Albin Ekdal schon in der 34. Minute die Gelb-Rote Karte sah.

Der HSV, der nur eins der vorherigen sechs Spiele verlor, bleibt dadurch im Beisein des neuen Vorstandschefs Bruchhagen und Sportchefs Jens Todt auf dem Relegationsplatz der Fußball-Bundesliga. Am kommenden Wochenende trifft das Team von Trainer Markus Gisdol auf den direkten Konkurrenten FC Ingolstadt.

Die für rund 30 Millionen Euro in der Winterpause aufgemotzten Wolfsburger verschafften sich und ihrem Trainer Valérien Ismaël dagegen Luft im Kampf gegen den Abstieg. Mit nun 19 Punkten aus 17 Spielen setzte sich der VW-Club zunächst ins Mittelfeld der Tabelle ab. Gegen den FC Augsburg in einer Woche hat der VfL nun die große Chance, einen weiteren Schritt der angestrebten Aufholjagd zu machen.

Dabei war der HSV auch in Unterzahl lange ein unbequemer Gegner für den VfL und gut im Spiel. In der von Bruchhagen zum „Königsspiel“ ausgerufenen Partie hielten die Hamburger auch nach dem Wechsel noch gut mit. Mit dem neuen Innenverteidiger-Gespann Mergim Mavraj und Kyrgiakos Papadopoulos standen die Gäste lange sicher und attackierten früh. Der von RB Leipzig ausgeliehene Papadopoulos war kurzfristig für Johan Djourou in die Elf gekommen, da sich der Schweizer beim Aufwärmen verletzt hatte.

Die besseren Chancen hatte allerdings der VfL, dem das ebenfalls gestiegene Selbstbewusstsein durch zwei Siege vor der Winterpause und vier neue Spieler anzumerken war. Vor allem der von Stade Rennes gekommene Flügelspieler Paul-Georges Nteb spielte ein starkes Debüt und war vom HSV meist nur durch Fouls zu stoppen. Der französische Nationalspieler bereitete auch das Siegtor vor.

Der vom FSV Mainz 05 für 12,5 Millionen Euro gewechselte Yunus Malli wurde nach durchwachsener Leistung dagegen ausgewechselt. Der türkische Nationalspieler hatte die beste Möglichkeit des ersten Durchgangs vergeben, als er in der achten Minute nur knapp am langen Pfosten vorbei zielte.

Wolfsburg war zumeist spielbestimmend, wurde mit zunehmender Spielzeit aber nervöser. Zehn Hamburger wurden nach dem Wechsel mutiger und drängten Wolfsburg weit zurück. VfL-Coach Ismaël reagierte und brachte den portugiesischen Europameister Vieirinha für den unglücklich spielenden Daniel Caligiuri und Borja Mayoral für Malli. Eine von mehreren gelungenen Aktionen von Ntep genügte dann zum glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg.

dpa

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