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Guardiola kann mit „Attacken“ von außen leben

München Guardiola kann mit „Attacken“ von außen leben

Pep Guardiola vermisst den „Respekt“ gegenüber den Trainern. Dem schwierigen Spagat zwischen der Zukunftsplanung bei Manchester City und der Gegenwart beim FC Bayern sieht sich der Katalane gewachsen. In Leverkusen beginnt für ihn „eine interessante Englische Woche“.

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Pep Guardiola beklagte sich über mangelnden Respekt gegenüber Trainern.

Quelle: Andreas Gebert

München. Pep Guardiola verspürte vor dem reizvollen Topspiel bei Bayer Leverkusen keine Lust, über seine Zukunft bei Manchester City zu plaudern. Noch knapp vier Monate hat der FC Bayern absolute Priorität für den Startrainer.

Und den Spagat zwischen Gegenwart und Zukunft könne er locker bewältigen. Er sei da „wie die Frauen“, scherzte Guardiola: „Ich kann beide Sachen kontrollieren!“

Zu den Beweggründen, ManCity als Arbeitgeber in der reichen Premier League ausgewählt zu haben, schwieg der 45 Jahre alte Katalane: „Über Manchester City werde ich erst im Mai, Juni reden. In England werde ich über Manchester City sprechen.“ Auch zu den Spekulationen, dass er dem neureichen Scheichclub schon vor längerer Zeit sein „Ja“-Wort gegeben habe, gab es keine klärenden Aussagen.

Guardiola ahnt, dass die restliche Zeit in München zumindest in der Zusammenarbeit mit den Medien keine einfache sein wird. Er vermisst allerdings nicht nur in München den nötigen „Respekt“ gegenüber den Trainern. „Für unseren Beruf gibt es heutzutage keinen Respekt mehr. Es ist egal, was wir sagen“, behauptete Guardiola pauschal. Und in Bezug auf seine Person, ergänzte der Starcoach: „Ich weiß nicht, warum die Leute meinen Worten nicht vertrauen.“

Die Situation, dass er den Verein im Sommer nach drei Jahren freiwillig verlasse, sei halt ungewohnt beim FC Bayern. Normalerweise würde der Club sich vom Trainer trennen. Nun geraten zum Ende der kurzen Guardiola-Ära mehr Spekulationen in Umlauf, etwa über eine angeblich schlechte Stimmung im Team oder Undiszipliniertheiten einzelner Spieler, zuletzt des Ex-Leverkuseners Arturo Vidal.

Sportvorstand Matthias Sammer beklagte ein von außen betriebenes „Zündeln“. Nationaltorwart Manuel Neuer versicherte vor dem Härtetest am Samstag (18.30 Uhr) in Leverkusen, im Mannschaftsgefüge sei alles im Reinen. „Es knistert außen, aber innen bei der Mannschaft knistert gar nichts. Die Stimmung ist gut bei uns.“

Neuer bescheinigte Guardiola einen Arbeitsethos wie eh und je. „Er hat keinen Deut nachgelassen“, erklärte der Weltmeister. Guardiola versicherte, die Störfeuer von außen ertragen zu können. „Ich kann mit der Situation die letzten vier Monate ohne Probleme leben. Die Zeitungen können mich jeden Tag attackieren“, sagte er. Auch brauche er keinen verbalen Schutz seitens des Vereins, wie es Sammer unter der Woche tat: „Ich kann mich selbst verteidigen.“ Er kenne die Situation gut genug aus seiner Zeit beim FC Barcelona, den er 2012 auch auf eigenen Wunsch hin verlassen hatte.

Sportlich freut sich Guardiola auf die Herausforderung in Leverkusen. „Wir spielen gegen eine der besten Mannschaften in Deutschland“, sagte er. Es sei der Auftakt in eine „interessante Englische Woche“ mit drei Auswärtsspielen. Im Pokal-Viertelfinale geht es anschließend zum Zweitligisten VfL Bochum, zum Abschluss folgt das Derby beim FC Augsburg. „Diese Woche ist sehr wichtig“, sagte Guardiola.

Es geht auch darum, weiterhin Lösungen für den Abwehrnotstand zu finden und zu testen. Der ausgeliehene Neuzugang Serdar Tasci fällt nach einem Trainingsunfall mit einer leichten Gehirnerschütterung in Leverkusen aus. Mittelfeldspieler Joshua Kimmich dürfte erneut neben dem einzigen verbliebenen Innenverteidiger Holger Badstuber im Abwehrzentrum auflaufen. Das Duo muss versuchen, die starke Leverkusener Doppelspitze mit Javier Hernández und Stefan Kießling in Schach zu halten. Gerade vor dem Mexikaner „Chicharito“ (13 Tore) warnte Guardiola: „Seine Nase im Strafraum ist außergewöhnlich.“


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dpa

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