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Hertha: Vorfall im Bus war Grund von Ben-Hatira-Wechsel

Frankfurt/Main Hertha: Vorfall im Bus war Grund von Ben-Hatira-Wechsel

Der Wechsel von Änis Ben-Hatira von Hertha BSC zu Eintracht Frankfurt hat einen faden Beigeschmack. Dem Transfer gingen eine Handgreiflichkeit mit Hertha-Profi Mitchell Weiser und der daraus resultierende Rauswurf in Berlin voraus.

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Änis Ben-Hatira hat den Bundesligisten Hertha BSC verlassen.

Quelle: Thomas Eisenhuth

Frankfurt. Bei seiner Vorstellung in Frankfurt gab sich Raufbold Änis Ben-Hatira zahm. Nach einer Handgreiflichkeit gegenüber Mitchell Weiser und dem folgenden Rauswurf in Berlin zeigte sich der Offensivmann reumütig und gewillt, bei Eintracht Frankfurt den Neustart hinzulegen.

„Ich habe etwas getan, was nicht in Ordnung war und nicht mehr zu korrigieren ist. Ich habe mich dafür entschuldigt. Leider ist es passiert, das wird nie wieder vorkommen“, sagte der Mittelfeldspieler.

Am Vortag war Ben-Hatira kurz vor dem Ende der Transferperiode völlig überraschend bis zum Saisonende vom hessischen Fußball-Bundesligisten verpflichtet worden. Tags darauf wurde das Geheimnis des Last-Minute-Transfers gelüftet. Auf der Rückreise der Berliner vom Bundesligaspiel bei Werder Bremen (3:3) hatte Ben-Hatira im Disput mit Weiser die Beherrschung verloren.

Hertha BSC bestätigte den Vorfall am 2. Februar auf seiner Homepage. Der Hauptstadtclub „hat darauf sofort reagiert und die entsprechenden Konsequenzen gezogen. Denn Fairness, Anstand, Respekt und Teamgeist gehören bei uns zu den wichtigsten Grundsätzen im Verein“, hieß es in der Hertha-Erklärung.

Die Verantwortlichen, die vorne im Bus saßen, hatten Informationen der „Bild“-Zeitung und der „BZ“ zufolge von der Rangelei erst nach der Ankunft in Berlin erfahren. Trainer Pal Dardai habe sein Team daher vor dem Auslaufen am Sonntag befragt, ob es noch irgendetwas gebe. Ben-Hatira, der sich inzwischen bei Weiser entschuldigt hatte, habe daraufhin von dem Vorfall berichtet. Nach einem Gespräch mit dem achtköpfigen Mannschaftsrat stand fest, dass Ben-Hatira keine Zukunft mehr in Berlin habe.

Die Eintracht griff daraufhin sofort zu, obwohl der Offensivmann in dieser Saison wegen einer Verletzung nur dreimal im Regionalligateam der Berliner zum Einsatz kam. Gegen Bremen stand er erstmals wieder im Bundesligakader.

„Wir waren darüber informiert, dass es zu einer Rauferei gekommen ist. Wir wissen um seinen Charakter und glauben ganz fest, dass dies eine Ausnahme war“, erklärte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner. Er kennt Ben-Hatira aus der gemeinsamen Zeit beim MSV Duisburg. „Für mich ist es ein großes Glück, dass ich diese Chance bekomme. Ich freue mich auf den Neustart und will mich von meiner besten Seite zeigen“, sagte Ben-Hatira.

Auch Trainer Armin Veh arbeitete mit dem Deutsch-Tunesier schon zusammen - 2010/11 beim Hamburger SV. „Ich kenne seine Fähigkeiten. Er hat jetzt die Möglichkeit, sich zu zeigen. Ich hoffe, dass er es auch tut“, erklärte Veh. Auch wenn es nicht einfach sei, nach einer längeren Verletzung zurückzukommen, sei es eine „absolut sinnvolle Verpflichtung. Es kann eine Win-Win-Situation für beide Seiten werden“.


Erklärung Hertha BSC

dpa

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