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Krisenclubs, Referees, BVB und Leipzig

Im Brennpunkt der Bundesliga Krisenclubs, Referees, BVB und Leipzig

Transfers, Verletzungssorgen, neue Trainer: Die Bundesliga kam auch in der Winterpause kaum zur Ruhe. Die 18 Clubs hoffen auf einen guten Start ins neue Jahr - das kann nicht aufgehen.

„Nicht zu ersetzen“ - Langzeitpatient Marco Reus (mit BVB-Trainer Thomas Tuchel) will wieder angreifen.

Quelle: Bernd Thissen

Frankfurt/M. (dpa) - Endlich geht's wieder los. Markus Gisdol, Trainer des Hamburger SV, drückte es so aus: „Als Fußball-Fan hat das Leben wieder einen Sinn.“ Die Bundesliga startet - noch nicht in die Rückrunde, sondern erstmal in den 17. Spieltag. Wer und was alles nach der Winterpause im Brennpunkt steht:

DIE NEUEN TRAINER

Torsten Frings und Dieter Hecking treffen bei ihren Debüts für Darmstadt 98 und Borussia Mönchengladbach gleich aufeinander. Für den „Sommermärchen“-Fußballer von 2006 ist es die erste Station als Chefcoach, für Hecking bereits die siebte. Zugleich ist es das Duell zweier Krisenclubs: Die „Lilien“ stehen als Letzter mit nur zwei Siegen, acht Punkten und elf Toren ganz unten. Gladbach enttäuschte bislang als Tabellen-14. und sah bei der Generalprobe beim Telekom Cup ganz schlecht aus.

BORUSSIA DORTMUND

Viele Verletzte wie Sven Bender, Nuri Sahin und Roman Bürki, der Abgang von Adrian Ramos - und Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang noch beim Afrika-Cup: Der Tabellensechste startet seine geplante Aufholjagd unter schwierigen Bedingungen. Die angepeilte direkte Champions-League-Qualifikation scheint schwierig. „Wir müssen lernen, damit umzugehen, und aufhören, zu viel darüber zu reden“, forderte Trainer Thomas Tuchel, dessen Laune sich im Laufe der Vorbereitung allerdings merklich verschlechtert hatte.

DIE SCHIEDSRICHTER

Im ersten Halbjahr waren sie oft die Buhmänner: Spielentscheidende Fehler gab es so einige, zudem rabenschwarze Tage wie jener von Christian Dingert beim 0:0 zwischen Eintracht Frankfurt und 1899 Hoffenheim. Im Winter-Trainingslager auf Mallorca haben die Referees die ersten 16 Spieltage aufgearbeitet. Als Reaktion auf die öffentliche Kritik verweist der DFB auf eine Studie der Sporthochschule Köln. Demnach leisteten sich die Schiris in der vergangenen Saison insgesamt 144 klare Fehler (unberechtigte Elfer, Abseitsentscheidungen und so weiter). An den ersten 16 Spieltagen 2016/2017 waren es nur 44. „Ein Wert, der uns alle bestätigt und uns stolz macht“, sagte Lutz Michael Fröhlich, Vorsitzender der Schiedsrichter-Kommission.

RB LEIPZIG

Bleibt der Emporkömmling nach der vorweihnachtlichen Lehrstunde beim FC Bayern (0:3) weiter oben dabei? Das Selbstvertrauen von Trainer Ralph Hasenhüttl und Sportdirektor Ralf Rangnick ist ungebrochen, auch wenn Topmann Emil Forsberg erstmal gesperrt ist. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich dem FC Bayern schon zur Meisterschaft gratulieren muss“, sagte Hasenhüttl vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am Samstagabend.

1899 HOFFENHEIM

Die „Nagelsmänner“ sind nicht nur als einzige Mannschaft aus der Bundesliga, sondern aus allen europäischen Topligen ungeschlagen. Doch dafür, so Trainer Julian Nagelsmann, gibt es „weder Punkte, noch Geld, noch Weltfrieden“. Zehn Unentschieden im ersten Halbjahr verhinderten eine noch bessere Platzierung als Rang fünf. Zum Jahresauftakt geht's nach Augsburg. Der 29-jährige Coach setzt darauf, dass sich sein Plan auszahlt: Die TSG hatte auf eine Vorbereitung im Süden verzichtet, genauso wie der 1. FC Köln und der FC Ingolstadt.

DIE RÜCKKEHRER

Langzeitpatienten wie Marco Reus, André Schürrle, Holger Badstuber, Karim Bellarabi und Marco Russ wollen wieder angreifen. Dortmunds Nationalstürmer Reus hatte bereits in der Vorrunde sein Comeback gegeben. „Dass er für uns nicht zu ersetzen ist, war klar. Nun ist es offensichtlich“, sagte Trainer Tuchel nach dessen vier Toren und fünf Assists in sechs Pflichtspielen. Bayern-Verteidiger Badstuber setzt auf einen Neuanfang als Leihgabe bei Schalke 04. Schürrle schleppte sich mit einer langwierigen Innenbandverletzung herum und saß in Dortmund oft auf der Bank. Karim Bellarabi kämpft in Leverkusen um den Anschluss. Und der Frankfurter Russ will nach überstandener Krebserkrankung „irgendwann wieder eine Alternative sein“.

DIE PATIENTEN

Nach einer verkorksten Halbserie treffen der leidgeprüfte VfL Wolfsburg und Hamburger SV gleich aufeinander. Die Hanseaten wollen den Aufschwung unter Markus Gisdol fortsetzen und haben sich mit Mergim Mavraj (Köln) und Kyriagos Papadopoulos (Leipzig) in der Defensive verstärkt, die Wolfsburger mit Chefcoach Valérien Ismaël und dem neuen Sportdirektor Olaf Rebbe wollen endlich raus aus der Krise.

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