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Leicester feiert seine Titel-Helden

Leicester Leicester feiert seine Titel-Helden

Der neue englische Fußball-Meister Leicester überzeugte beim 3:1-Erfolg gegen Everton. Bereits vor dem Spiel erfüllte sich Trainer Ranieri einen großen Traum.

Leicester. Der Meisterpokal, eine erneute Glanz-Leistung und ein Auftritt des italienischen Star-Tenors Andrea Bocelli: Die Meisterparty von Englands Sensationschampion Leicester City war voller Emotionen.

„Ein unglaublicher Moment, etwas sehr Besonderes“, schwärmte Meister-Trainer Claudio Ranieri. „Das beste Gefühl der Welt“, jubelte Kapitän Wes Morgan, als er mit seinem Coach den Premier-League-Pokal in die Höhe reckte.

Neben dem Titelgewinn ging für den 64 Jahre alten Italiener vor dem Anpfiff ein weiterer großer Traum in Erfüllung. Opern-Sänger Bocelli sang im Trikot der Foxes mit „Nessun Dorma“ und „Time To Say Goodbye“ zwei Klassiker, daneben Landsmann Ranieri. „Da waren so viele Kameras auf mich gerichtet die gezeigt hätten, dass ich weine. Dann habe ich für mich gesagt: 'Nicht heute.' Ich blieb dabei, aber innerlich waren die Emotionen sehr stark“, erklärte Ranieri.

Feucht wurde es für Ranieri dann aber doch. Während der Pressekonferenz übergoss der frühere Bundesligaprofi Christian Fuchs seinen Coach mit Champagner. „Morgen wird trainiert“, scherzte der Fußball-Lehrer daraufhin. Vor allem Emotionen standen bei den Feierlichkeiten im King Power Stadium an erster Stelle. „Es war mehr ein allgemeiner Wahnsinn“, beschrieb die englische Zeitung „The Guardian“ die große Titel-Sause.

Auch wenn die Meisterschaft bereits seit Montag perfekt war, zeigte Leicester ohne den gesperrten deutschen Abwehrspieler Robert Huth beim 3:1 gegen Everton vor der Party nochmal seine ganze Klasse. Doppel-Torschütze Jamie Vardy erklärte: „Wir hatten am Montag eine kleine Feier, sonst haben wir ganz normal trainiert.“ Coach Ranieri ergänzte: „Ich habe meinen Jungs vorher gesagt: Die ganze Welt guckt zu, wie ihr als Meister spielt.“ Auch diese Hürde hat Leicester City souverän genommen.

Sehr bitter verlief dagegen der Samstag für John Terry. Der Chelsea-Kapitän, dessen Vertrag nicht verlängert wird, sah beim 2:3 in Sunderland zum zweiten Mal in dieser Saison Gelb-Rot und wird für zwei Partien gesperrt. Damit verpasst der frühere Nationalspieler auch das letzte Heimspiel am Sonntag gegen Meister Leicester und wird aller Voraussicht nach nicht mehr für seinen langjährigen Club auflaufen. „Es ist traurig, dass er nicht dabei sein kann“, sagte Chelsea-Trainer Guus Hiddink.

dpa

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