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Löw fordert „Anstand und Menschlichkeit“ im Umgang mit Trainern

Der Bundestrainer im Interview Löw fordert „Anstand und Menschlichkeit“ im Umgang mit Trainern

Bundestrainer Joachim Löw hat den Umgang mit Trainern in der Fußball-Bundesliga scharf kritisiert - und hat noch große Pläne im Fußball.

Was ich mir generell wünschen würde, ist, dass Anstand und Menschlichkeit eine wichtige Rolle spielen. Das ist wichtig. Weil zu einer Führungsstärke auch gehört, dass man in der Kommunikation richtig miteinander umgeht“, sagte Löw dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), zu dem auch die Lübecker Nachrichten gehören.

Zuletzt waren Bruno Labbadia (Hamburger SV) und Viktor Skripnik (Werder Bremen) bei ihren Klubs entlassen worden. Löw weiter: „ Über die Art und Weise, wie das manchmal passiert, sollte man diskutieren. Ich finde das nicht immer in Ordnung. Wobei ich hier gar nicht unbedingt einen der aktuellen Fälle meine, sondern dies als Grundsatz für das Miteinander sehe.“

Im internationalen Vergleich sieht Löw die Bundesliga weiter auf einem „sehr hohen Niveau – sportlich und auch was die Infrastruktur betrifft“. Löw weiter: „In anderen Ligen werden hohe Gehälter gezahlt, und die Spieler und Trainer liefern das, was man von ihnen erwartet. Aber die wichtige Aufgabe ist, junge Spieler zu entwickeln. Das ist die Zukunft. Da sehe ich Deutschland führend. Da sind wir weiter als andere Ligen, in denen viel Geld bezahlt wird und in denen es häufig um einen ganz kurzfristigen Erfolg geht.

Mit Blick auf die vielen Spiele in nationalen und internationalen Wettbewerben sieht Löw die Grenze der Belastbarkeit bei den Topspielern indes erreicht. „ Für die Topspieler auf jeden Fall! Ich denke, dass es mehr und mehr ein Thema wird, dass Trainer mit solchen Kadern wie sie Dortmund, Bayern und Real Madrid haben, auch einen Plan haben, wann sie Spielern eine Pause geben müssen, der sie erkennen lässt, wann ein Spieler überbelastet ist und wann die Verletzungsanfälligkeit steigt“, sagte Löw dem RND.

Löw selbst ist noch längst nicht müde. „ Ich habe eine hohe Grundmotivation in mir. Für mich ist 2014 ein Ansporn. Ich will diesen Titel verteidigen “, sagte der Weltmeistertrainer mit Blick auf die anstehende WM 2018 in Russland. „2014 waren wir mit Sicherheit auf dem Höhepunkt unserer Entwicklung. Aber es ist für mich eine unglaubliche Motivation, dieses Gefühl noch einmal erleben zu wollen. Der eine Plan war, an die Weltspitze zu kommen. Der andere Plan ist, das zu bestätigen.“

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