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Mainz siegt wieder - Hertha mit Auswärts-Negativrekord

1:0-Erfolg Mainz siegt wieder - Hertha mit Auswärts-Negativrekord

Das Treuebekenntnis des FSV Mainz 05 in höchster Abstiegsnot zu Trainer Martin Schmidt hat sich vorerst ausgezahlt.

Der FSV Mainz 05 verbuchte gegen Hertha BSC einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf. 

Quelle: Thomas Frey

Mainz. Das Treuebekenntnis des FSV Mainz 05 in höchster Abstiegsnot zu Trainer Martin Schmidt hat sich vorerst ausgezahlt. Mit dem 1:0 (1:0) gegen Hertha BSC beendeten die Rheinhessen eine Serie von zuvor fünf Bundesliga-Niederlagen.

Vor 30 579 Zuschauern sorgte ein Eigentor von Herthas John Anthony Brooks (45./+1 Minute) für den ersten Mainzer Heimsieg gegen die Berliner seit September 2009. Der Europa-League-Anwärter Hertha BSC stellte hingegen am Samstag mit der achten Auswärtsniederlage hintereinander einen Vereins-Negativrekord auf.

Die Mainzer gingen vom Anpfiff an engagiert ans Werk, mit dem Willen, endlich wieder einen Sieg zu erzwingen. Unterstützt wurden sie eindrucksvoll von den Fans, von denen 20 000 rote T-Shirts mit dem Aufdruck „#Mainzbleibt1“ trugen. Diese hatte der FSV vor der Partie verteilt, um die Solidarität der Anhänger in der sportlichen Not sichtbar zu machen. Schließlich waren die Rheinhessen nur einen Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt.

Mit großer Willenskraft und Kampfgeist erreichten die dominanten, aber vor dem gegnerischen Gehäuse zu zögerlichen Gastgeber lange Zeit nichts. Erst in der 26. Minute sorgte Danny Latza mit einem harten Schuss aus gut 16 Metern für Gefahr, doch Hertha-Keeper Rune Jarstein parierte. Spürbar war, dass der gefährlichste Torschütze Levin Öztunali fehlte: Der Uwe-Seeler-Enkel zog sich im Abschlusstraining eine Muskelverletzung zu.

Dabei machten die Berliner ihrem Ruf, auf fremden Platz nicht viel zustande zu bringen, alle Ehre. Abgesehen von wenigen Annäherungen an die Mainzer Strafraumgrenze herrschte in der ersten Hälfte offensiv totaler Leerlauf. 05-Torhüter Jannik Huth, der wieder für den noch nicht fitten Stammkeeper Jonas Lössl spielte, musste nicht einmal ernsthaft eingreifen. Deshalb war der von Latza eingeleitete Führungstreffer - sein Schuss von der Strafraumgrenze wurde von Brooks mit dem Kopf entscheidend abgefälscht - mehr als verdient.

Nach dem Wiederanpfiff wurden die Gäste zwar etwas aktiver, wirkten gegen die fleißigen und energischen Mainzer jedoch weiter harm- und planlos. Wie im ersten Durchgang konnten die Platzherren ihre Überlegenheit nur in wenige Chancen ummünzen.

In der 62. Minute fehlte aber nicht viel am zweiten Mainzer Tor, als Jairo aus Nahdistanz abzog und den Ball knapp über die Latte jagte. Für Gefahr sorgten auch ein Vorstoß von Jhon Cordoba (75.), dessen Querpass aber Jarstein vor Quaison abfangen konnte, und ein Kopfball von Leon Balogun (90./+1), den Jarstein gerade noch um den Pfosten lenkt. Wie in der ersten Halbzeit spielten sich die Herthaner auch in den zweiten 45 Minuten keine ernsthafte Torgelegenheit heraus.

dpa

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