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Real fürchtet nach Pokalpleite Déjà-vu

Aus der Traum vom «Triple» Real fürchtet nach Pokalpleite Déjà-vu

Bei Rekordmeister Real Madrid läuft es derzeit alles andere als rund. Trainer Zidane versucht seinem Starensemble nach dem überraschenden Pokal-Aus Mut zu machen und blickt nach vorn. Aber im Team geht die Angst um - steht das Team vor einem bitteren Déjà-vu?

Die Real-Stars um Cristiano Ronaldo schlichen enttäuscht vom Platz.

Quelle: Lalo R. Villar

Madrid. Real Madrid bleibt nach der Pokal-Pleite gegen Celta Vigo eigentlich nur eins: Die Scherben zusammenzukehren und nach vorn zu schauen.

„Bei zwei Wettbewerben sind wir noch dabei, und wir werden bis zuletzt kämpfen, um sie zu gewinnen“, sagte Coach Zinédine Zidane, um dem 2:2 einen optimistischen Anstrich zu geben. Dennoch: Der Traum vom „Triple“ - Pokal, Liga und Champions League - ist für dieses Jahr ausgeträumt. „Die Blume Real Madrid hat eine ihrer Blüten verloren“, titelte die Sportzeitung „Marca“.

Eigentlich fehlten den Königlichen bei dem wichtigen Rückspiel gleich mehrere Blüten: Am Wochenende hatten sich die beiden Leistungsträger Marcelo und Luka Modric jeweils eine Muskelverletzung im Bein zugezogen, und auch Carvajal, Pepe und Bale fallen weiterhin aus - das waren keine guten Voraussetzungen, um die 1:2-Pleite vom Hinspiel aufzuholen. Auch gute Leistungen von Weltmeister Toni Kroos und Weltfußballer Cristiano Ronaldo, der in der 62. Minute das erste Tor für Real schoss, konnten das Pokal-Desaster nicht abwenden.

Spanische Medien monierten, „Los Blancos“ hätten zwar mit viel Herz, aber auch sehr unorganisiert agiert. „Es war ein intensives, lebendiges und hoch emotionales Pokal-Duell - aber letztlich eher stürmisch als wirklich gut“, kommentierte „El País“. Zidane sah das anders: „Ich finde nicht, dass wir unorganisiert waren. Taktisch haben wir brillant gespielt“, meinte er. „Noch ein Pass oder eine Minute mehr, und wir hätten vielleicht gegen Celta gewonnen.“

Die Mannschaft müsse sich nun ganz auf die Primera División und den Europacup konzentrieren. „Der Pokal liegt jetzt hinter uns, und schon am Sonntag haben wir wieder ein wichtiges Match in einem anderen Wettbewerb“, erklärte der Franzose mit Blick auf die Liga-Partie gegen Real Sociedad im heimischen Bernabéu-Stadion.

Aber wenn am Samstag für Sevilla und Barcelona in ihren Auswärtsspielen gegen Espanyol Barcelona bzw. Real Betis alles rund läuft, dann wäre Madrid beim Anpfiff von der Spitze auf den dritten Tabellenplatz zurückgefallen. Mit 43 Punkten liegt der Rekordmeister derzeit nur einen Punkt vor den Andalusiern und zwei Punkte vor den Katalanen.

Das Blatt „AS“ meinte bereits, das Starensemble habe „endgültig seine Unsterblichkeit verloren“. Nach zwei Pflichtspiel-Niederlagen wurden CR7&Co zwar durch den Sieg gegen Malaga am Wochenende Wintermeister - aber die Erfolgsserie (Real war 40 Spiele lang in Folge ungeschlagen) ist vorbei.

Durch das Pokal-Aus werden nun böse Erinnerungen wach: Schon 2014/2015 war man als Tabellenführer und mit einer Rekordserie von 22 Siegen ins Jahr gestartet. Dann aber drehte sich das Team in einer Negativ-Spirale, hinzu kamen Verletzungen. Am Ende stand Real ohne Titel da. Aber so weit mag in Madrid noch keiner denken.

dpa

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