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Ritter Lambertus soll‘s richten

Hamburg Ritter Lambertus soll‘s richten

Erst will der HSV am Dienstag im DFB-Pokal gegen Zweitligist Greuther Fürth wichtige Euro verdienen, am Mittwoch wird dann Bert van Marwijk als neuer Trainer vorgestellt.

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Lambertus „Bert“ van Marwijk, 2010 zum Ritter geschlagen, wird neuer Regent in der Imtech Arena.

Quelle: dpa

Hamburg. Am Montag um 20.20 Uhr lüftete der HSV das Geheimnis, das schon keines mehr war, kurz darauf überschlugen sich die Eilmeldungen im News-Ticker und bei Facebook: Bert van Marwijk ist neuer HSV-Trainer. Morgen leitet er das erste Training, wird als Chefcoach vorgestellt, am Samstag in Frankfurt sitzt der 61-Jährige erstmals verantwortlich auf der Bank der Hamburger.

Am Dienstag muss der HSV noch ohne den Holländer das DFB-Pokalspiel gegen Zweitligist Greuther Fürth (20.30 Uhr/Sky) gewinnen.

Montagabend wurde die Personalie in trockene Tücher gebracht. Denn nur der Aufsichtsrat musste noch zustimmen. Und der Chef des Gremiums, Manfred Ertel, sagte vorab, wie‘s ausgehen würde: „Wir müssen den finanziellen Rahmen abnicken, nicht die sportliche Entscheidung. Ich glaube, dass wir einen Mann brauchen, der eine sportliche und menschliche Autorität hat. Das Profil passt. Wenn der Vorstand davon überzeugt ist, dass Bert van Marwijk der richtige Mann ist, dann wird sich der Aufsichtsrat nicht in den Weg stellen.“

Am Dienstag soll die Unterschrift unter einen Zweijahresvertrag gesetzt werden, van Marwijk wird jährlich 1,4 Millionen Euro verdienen. Auch seinen Wunsch-Co-Trainer Roel Coumans (43), zur Zeit Co-Trainer beim holländischen Zweitligisten Fortuna Sittard, darf „Ritter Lambertus“ (so sein holländischer Ehrentitel seit 2010 plus tatsächlicher Vorname) mitbringen. Die beiden kennen sich gut aus der limburgischen Kleinstadt Meerssen, wo van Marwijk wohnt.

Einem zweiten Wunschkandidaten wird der ehemalige Bonds- und Borussia-Dortmund-Trainer aber absagen müssen. Andreas Möller (46) sollte dem neuen Stab angehören, aber der Weltmeister von 1990 polarisiert im Fanlager zu sehr — und billig dürfte er auch nicht sein.

Und der HSV muss auf sein Budget achten. Mehr als neun Millionen Euro Schulden standen zuletzt zu Buche — und die verfehlte Personalplanung der jüngsten Vergangenheit macht die Lage nicht einfacher: der gefeuerte Sportchef Frank Arnesen musste mit 1,4 Millionen Euro abgefunden werden, dem geschassten Thorsten Fink stehen noch 1,2 Millionen zu. Da braucht der Klub jeden Cent.

Darum wird heftig Werbung für das erste HSV-Pokalheimspiel heute seit über vier Jahren gemacht. Erst 21 500 Tickets waren bis gestern verkauft. Der Einzug ins Achtelfinale würde immerhin 500 000 Euro Prämie in die Kasse bringen. Dazu müsste das letzte Spiel unter Interimscoach Rodolfo Cardoso natürlich gewonnen werden . . .

jr

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