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Slomka Trainer-Kandidat bei Hannover 96 - Bader bleibt

Hannover Slomka Trainer-Kandidat bei Hannover 96 - Bader bleibt

Das ganz große Stühlerücken lehnt Martin Kind bei Hannover 96 ab. Der Clubchef des Tabellenletzten kann sich aber ein neues Engagement des früheren Trainers Mirko Slomka vorstellen.

Hannover. Beim voraussichtlichen Bundesliga-Absteiger Hannover 96 zeichnet sich eine Rückkehr des früheren Trainers Mirko Slomka ab.

Der derzeit vereinslose Fußball-Trainer hat sein Interesse am Job bestätigt, und auch 96-Präsident Martin Kind hält den 48 Jahre alten Coach für einen Kandidaten, der das Team in der nächsten Saison auf Anhieb zurück in die erste Liga führen kann.

„Slomka steht auf der Liste. Es wird Gespräche mit ihm geben. Das ist aber noch keine Entscheidung“, erklärte Kind am Mittwoch zu der Trainerfrage beim hoffnungslos abgeschlagenen Tabellenletzten. Nach der Beurlaubung von Thomas Schaaf soll Ex-Profi Daniel Stendel die 96-Mannschaft in den restlichen sechs Bundesligapartien betreuen. An die theoretisch noch mögliche Rettung glaubt Kind nicht mehr, in der 2. Liga soll ein kompetenter Coach für Aufbruchstimmung sorgen.

„Der Abstieg nach 14 Jahren ist schmerzlich, auch für mich“, stellte der 96-Chef fest. „Er bedeutet natürlich auch Kritik an der Arbeit der Verantwortlichen“, sagte Kind. Dennoch will er an Geschäftsführer Martin Bader und am ebenso umstrittenen Sportlichen Leiter Christian Möckel festhalten. Beiden wird in Hannover wegen der völlig missglückten Transferpolitik im Winter eine Mitschuld am fünften Abstieg zugeschrieben, Kind möchte deshalb noch einen zusätzlichen Fußball-Fachmann mit ins Boot holen.

„Wir planen die neue Saison mit Martin Bader und Christian Möckel. Wir werden auch die sportliche Kompetenz weiterentwickeln“, sagte der 96-Präsident. Geschäftsführer Bader hat bereits eine Liste mit mehreren Trainer-Kandidaten aufgestellt. Auf ihr stehen laut Kind mehr als fünf Namen.

Neben Slomka, unter dessen Regie Hannover 96 zweimal in der Europa League spielte, werden Markus Gisdol, Markus Kauczinski und Holger Stanislawski als mögliche Interessenten genannt. Der Fürther Trainer Stefan Ruthenbeck hat ein angebliches Gespräch mit Bader verneint.

„96 ist so aufgestellt, dass es schwierig wird, aber lösbar ist. Wir müssen Transfererlöse erzielen“, erklärte Bader zu der finanziellen Situation des Traditionsvereins in der nächsten Saison in der 2. Liga. „Wir sind handlungsfähig“, betonte Kind.

dpa

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