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Transfers: Keine teuren Stars, Schnäppchen gefragt

Düsseldorf Transfers: Keine teuren Stars, Schnäppchen gefragt

In letzter Minute doch noch Verstärkung gefunden: Zum Ende der Transferperiode schlugen noch einige Clubs am Montag zu. Bayern holt Tasci, HSV Drmic, Frankfurt verpflichtet ein Hertha-Doppelpack.

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Die Transferaktivitäten sind ohne teure Stars beendet worden.

Quelle: Andreas Gebert

Düsseldorf. Keine spektakulären Verpflichtungen in zweistelliger Millionenhöhe, dafür war der Schnäppchenmarkt gefragt. In den letzten Stunden der zweiten Wechselperiode in der Fußball-Bundesliga wurden keine teuren Stars mehr verpflichtet.

Von den Top-Clubs verstärkte sich der FC Bayern München nach den Verletzungen von Jerome Boateng und Javi Martinez in letzter Minute noch mit Serdar Tasci. Der frühere Stuttgarter wird mit einer Kaufoption bis zum Saisonende ausgeliehen. „Er ist in der Lage, uns mit seiner Qualität und Erfahrung sofort zu helfen“, befand Sportvorstand Matthias Sammer.

Die finanzkräftigen Clubs wie Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg übten sich in Zurückhaltung. „Wir sind nicht bereit Mondpreise zu zahlen, um jemanden unter Vertrag zu holen“, sagte Dortmunds Manager Michael Zorc. Der BVB hatte Interesse an den spanischen Talenten Oliver Torres (Atlético Madrid) und Mikel Merino (CA Osasuna).

Der VfB Stuttgart sicherte sich am Montag in Federico Barba vom FC Empoli noch einen Innenverteidiger, auch Werder Bremen verstärkte die Defensive durch die Verpflichtung von U20-Weltmeister Milos Vejlkovic. Der Hamburger SV holte für die Rückrunde den glücklosen Gladbacher Stürmer Josip Drmic auf Leihbasis.

Insgesamt hielten sich die Großeinkäufer in dieser Wechselperiode aber im Vergleich zum Vorjahr eher zurück. Die Rekordmarke von mehr als 65 Millionen Euro für neue Spieler wurde in dieser Saison nicht erreicht. 15 von 18 Clubs investierten cirka 40 Millionen Euro in Kaderverstärkungen. Dazu kommen noch geschätzt etwa acht Millionen Euro für Leihgeschäfte. Rund ein Drittel aller Verpflichtungen erfolgten auf Leihbasis.

Kein Club zahlte zweistellige Ablösesummen. Auf der Einnahmeseite verbuchten die Vereine knapp 29 Millionen Euro. Das meiste Geld in diesem Winter gab es für den Wolfsburger Timm Klose, den Norwich City für 12 Millionen Euro auf die Insel lockte. Zudem nahmen die Hanseaten den schwedischen Nationalspieler Nabil Bahoui bis 2018 unter Vertrag. Der Offensovspieler mit marokkanischen Wurzeln kommt ablösefrei von Al-Ahli Dschidda aus Saudi-Arabien.

Teuerster Spieler ist derzeit der Neu-Gladbacher Jonas Hofmann, der für etwa 7,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund an den Niederrhein wechselt. Allesandro Schöpf vom 1. FC Nürnberg soll den FC Schalke etwa 6 Millionen gekostet haben. Wolfsburg holte sich für 4 Millionen den brasilianischen Zweitligaspieler Bruno Henrique. Vor einem Jahr war der Wolfsburger André Schürrle mit 32 Millionen Euro der teuerste Spieler.

Prominenteste Verpflichtung ist Kevin Großkreutz, der von seinem unglücklichen Ausflug nach Istanbul den Weg zurück in die Bundesliga zum VfB Stuttgart fand. Die meisten Spieler holte Schlusslicht Hannover 96. Für Neu-Trainer Thomas Schaaf gab es bislang gleich sechs Neue. Eintracht Frankfurt sicherte sich kurz vor Transferschluss noch die beiden Hertha-Spieler Änis Ben-Hatira und Yanni Regäsel und kommt so auf fünf Winter-Zugänge.

Der befürchteten Ausverkauf der Bundesligastars durch die finanzkräftigen Clubs aus der Premier League blieb zumindest in dieser Transferperiode aus. Bislang wechselten nur drei Profis aus Deutschland auf die Insel. Für Gladbachs Sportdirektor Max Eberl könnte das ein Trend sein. „Die Top-Jungs werden in der Bundesliga bleiben. Warum sollen sie nach England gehen, wenn sie auch in Deutschland in der Champions League spielen können? Ich glaube nicht, dass die Bundesliga nur eine Durchgangsstation ist.“

dpa

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