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Trostloser torloser Kick zwischen Schalke und Frankfurt

Frankfurt/Main Trostloser torloser Kick zwischen Schalke und Frankfurt

Das war gar nichts! Frankfurt und Schalke bieten sich einen echten Fußball-Langweiler. Wenig Chancen, null Glanz und extrem viele Fehler in 90 Minuten. So kommen beide Clubs nicht aus der Krise.

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Der Frankfurter Marco Russ (l) und der für Schalke spielende Sascha Riether kämpfen um den Ball.

Quelle: Boris Roessler

Frankfurt. Mit einer faden Nullnummer haben Eintracht Frankfurt und Schalke 04 ihre angespannten Situationen im Fußball-Oberhaus nicht entscheidend verbessern können und die angestrebte Versöhnung mit den eigenen Fans verpasst.

Im ersten Sonntags-Spätspiel der Bundesliga-Geschichte boten beide Teams den 43 500 Zuschauern zur besten TV-Krimi-Zeit einen Langweiler auf ganz schwachem Niveau. Nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie stecken die Hessen mit nur zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz weiter ganz tief im Abstiegskampf. Die völlig enttäuschenden Schalker fielen von einem Europa-League-Platz auf Rang sieben zurück.

„Es war bestimmt kein schönes Spiel, nicht besonders ansehnlich. Man hat schon gesehen, dass die Jungs ein Stück weit verunsichert sind“, gestand Schalke-Trainer André Breitenreiter, der sich angesichts des Punktgewinns dennoch halbwegs zufrieden zeigte: „Für uns war heute wichtig, dass wir an Stabilität gewinnen“, befand er.

Die Formschwäche beider Teams wurde über weite Strecken fast bilderbuchartig deutlich. In einem selten höhepunktarmen Erstliga-Kick bekamen die Zuschauer nur ein Minimum an Qualität zu sehen, von gefälligen Kombinationen ganz zu schweigen. In den gesamten ersten 45 Minuten sorgte allein ein Kopfball von Marco Russ an die Latte (24. Minute) für Gefahr - das war's. Ansonsten: Unzulänglichkeiten und Fehler en masse auf beiden Seiten, dazu blanke Mutlosigkeit. Spielerische Glanzpunkte blieben völlig aus.

„Der Kopf macht schwere Beine“, urteilte Russ und bilanzierte: „Es sind zwei Mannschaft aufeinandergetroffen, die momentan nicht das abrufen, was sie können. Vor allem die erste Halbzeit war Krampf.“

In einer strukturarmen Partie waren die abstiegsgefährdeten Frankfurter noch etwas aktiver, obwohl auch bei den Profis des in die Kritik geratenen Trainers Armin Veh die Verunsicherung immer wieder zu spüren war. Zur einzigen Chance in Halbzeit eins musste fast zwangsläufig eine Standardsituation herhalten: Nach einem Freistoß von Szabolcs Huszti beförderte Russ den Ball an den Pfosten.

Tore hätte allerdings auch keine beider Mannschaft verdient gehabt. Schon gar nicht die erschreckend schwachen Schalker, die am Donnerstag durch eine deprimierende 0:3-Niederlage gegen Schachtjor Donezk aus der Europa League ausgeschieden waren. Von einem Bemühen, eine Trotzreaktion zu erzwingen, war nichts zu spüren - Klaas Jan Huntelaar & Co. schienen den Schock noch immer nicht richtig verarbeitet zu haben. Bis zur 45. Minute mussten die Gäste auf ihren ersten Torschuss warten; der Versuch von Sead Kolasinac aus 20 Metern stellte Eintracht-Torwart Lukas Hradecky vor keine Probleme.

Breitenreiter schaute sich das trostlose Geschehen meist stehend von der Seitenlinie aus an - sinnbildlicherweise mit den Händen in den Taschen. Und er sah, wie sich auch nach der Pause wenig veränderte: Frankfurt blieb in einem schlechten Spiel einen Tick besser: Mit einer Klassereaktion verhinderte Gäste-Torwart Ralf Fährmann nach einem Kopfball von Alex Meier erneut den möglichen Rückstand (60.).

Auf Jung-Nationalspieler Leroy Sané hatte der zu Saisonbeginn auf Schalke noch gefeierte Breitenreiter in der Startelf überraschenderweise verzichtet. Erst nach 66 Minuten wurde der 20-Jährige eingewechselt, kurz zuvor war bereits der gleichaltrige Max Meyer in die Partie gekommen. Wirklich besser wurde das Schalker Spiel aber auch mit den beiden Youngstern nicht. Eine gute Chance gab's kurz vor Schluss immerhin doch noch durch Pierre Emile Højbjerg (85.) - aber auch die führte nicht zum Erfolg.


Daten zum Spiel Frankfurt - Schalke

dpa

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