Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Umstrittenes „Football Leaks“ sorgt für Aufruhr

Düsseldorf Umstrittenes „Football Leaks“ sorgt für Aufruhr

Eine geheimnisvolle Internet-Plattform sorgt im Profi-Fußball für Gesprächsstoff. Fast täglich stellt „Football Leaks“ eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Details aus Verträgen internationaler Stars ins Netz. Die Branche reagiert gereizt.

Voriger Artikel
PSG verlängert mit Erfolgscoach Blanc bis 2018
Nächster Artikel
Ibisevic befeuert Herthas Pokal-Euphorie

Die Internetseite Football Leaks veröffentlicht Dokumente zu oftmals undurchschaubaren Geschäften auf dem Transfermarkt.

Quelle: Hendrik Schmidt

Düsseldorf. Geheimnisvoll, brisant, umstritten - die Meinungen im Profi-Fußball über „Football Leaks“ gehen weit auseinander. Das Enthüllungsportal kündigte an, auch in Zukunft Einblicke in die oftmals undurchsichtigen Geschäfte auf dem Transfermarkt zu gewähren.

Im Internet veröffentlichte Details aus den Arbeitsverträgen von Profis wie Mesut Özil, Hulk oder Gareth Bale sorgten bereits in den vergangenen Wochen für Aufregung.

Die Deutsche Presse-Agentur beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema:

Welche Ziele verfolgt Football Leaks?

Inspiriert durch politische Whistleblower wie Julian Assange (WikiLeaks) oder Edward Snowden soll der Fußball durch die Veröffentlichung von bisher vertraulichen Verträgen zu mehr Transparenz gezwungen werden. „Ein solch intransparentes Geschäft wie der Fußball ist ein Paradies für Korruption, Geldwäsche und Steuerbetrug“, klagte ein Plattform-Sprecher in einem per E-Mail geführten Interview mit dem „Spiegel“. Ausschlaggebend für erste Veröffentlichungen seien fragwürdige Spielerwechsel in Portugal im vergangenen Sommer gewesen.

Wer steckt hinter „Football-Leaks“?

Die Betreiber schützen ihre Identität. Nach eigenen Angaben sind sie Fußball-Fans, arbeiten unabhängig, ohne kommerzielles Interesse und stammen aus Portugal. Ihre Internetseite wird in Russland gehostet. Möglicherweise deshalb, weil russische Behörden aus politischen Gründen nur wenig zu einer Kooperation mit westlicher Administration neigen. Wie die spanische Zeitung „As“ im Dezember unter Berufung auf portugiesische Behörden berichtete, sollen einige Football Leaks-Mitarbeiter identifiziert worden sein.

Warum schützen die Betreiber ihre Identität?

Aus Angst vor Repressalien und „mächtigen Feinden“. „Die Fußball-Lobbyisten haben einen sehr großen Einfluss auf die Ermittlungsbehörden, wir würden deshalb nie einen fairen Prozess bekommen“, sagte ein Sprecher der Enthüllungsplattform.

Gab es bereits Versuche, gegen Football Leaks vorzugehen?

Ja. So leiteten Strafverfolgungsbehörden aus Portugal im vergangenen Oktober nach einer Anzeige des Sportrechte-Vermarkters Doyen Ermittlungen gegen das Portal ein. Das Unternehmen warf Football Leaks „Erpressung“ vor. Angeblich sollen für die Nichtveröffentlichung brisanter Informationen eine Million Euro verlangt worden sein. Diese Vorwürfe bezeichnete ein Football-Leaks-Sprecher als „lächerlich“. Zudem forderten die Berater von Bale eine unabhängige Untersuchung von Football Leaks, nach dem Vertragsdetails zwischen dem aktuellen Verein des walisischen Stürmers Real Madrid und seinem alten Club Tottenham Hotspur veröffentlicht worden waren.

Hat Football Leaks Dokumente illegal erworben?

Darüber kann nur spekuliert werden. Die Enthüller-Gruppe bestreitet Vorwürfe von Doyen, sich Dokumente mit Hilfe von Hackern beschafft zu haben. Weitere Informanten könnten Spielerberater, Clubvertreter oder Mitarbeiter von Ligaverbänden sein. Nach eigenem Bekunden stammen die Dokumente aus „verschiedenen Quellen“. In einem Mitte Januar veröffentlichten Interview der portugiesischen Sportzeitung „Record“ räumte ein Sprecher des Netzwerkes ein, dass die Plattform möglicherweise „mehrere Gesetze über geistiges Eigentum verletzt“ habe. Das sei aber „die einzige Form, der Welt ein bisschen von dem zu zeigen, was den Fußball zur Zeit tötet“.

Muss der Fußball mit weiteren brisanten Veröffentlichungen rechnen?

Ja. Nach eigenen Angaben verfügt Football Leaks über „500 Gigabyte Material“ - Tendenz steigend. Auch in Zukunft sollen täglich Dokumente online gestellt werden. Wie brisant die Veröffentlichungen sein können, bekam der niederländische Erstligisten Twente Enschede zu spüren. Weil der Club verbotenerweise seine Transfer-Autonomie für einige Profis an die Sportrechte-Agentur Doyen abgetreten hatte, wurde Twente für drei Jahre von allen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen.


Interview mit 11 Freunde
Spiegel-Interview

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Fußball
Sportbuzzer

LN-Sportbuzzer - das neue Portal für Fußballfans! Von Bundesliga bis Kreisklasse... mehr

Sollten die Weihnachtsmärkte länger geöffnet haben?

  • Reisetipps
    Unser Reiseportal

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Events & Veranstaltungen

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Hochzeitszauber

    Alles zum Planen Ihrer Hochzeit - Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwoch... mehr

  • Lifestyle

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

Abseits

Peter Intelmann schreibt witzig und tiefsinnig über Fußball.

Sportblog

Ehrlich und authentisch: Die Meinungen unserer Redakteure im Sportblog.

VfL Bad Schwartau

Hier gibt's alle aktuellen Infos zum VfL Bad Schwartau.

VfB Lübeck

Hier finden Sie alle Informationen zum VfB Lübeck.

Cougars

American Football: Spielberichte und Video.

EHC Timmendorf

Lesen Sie alles über Timmendorfs Eishockey-Mannschaft.

TSV Travemünde

Alles zu den Handball-Damen der "Raubmöwen".

TSV Trittau

Alles zu den Badminton-Stars beim TSV Trittau.