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VfB befördert Kramny zum Chefcoach: „Riesenverantwortung“

Stuttgart VfB befördert Kramny zum Chefcoach: „Riesenverantwortung“

Es kam wie erwartet: Jürgen Kramny wird Cheftrainer beim VfB Stuttgart. Der 44-Jährige überzeugte die Verantwortlichen durch die gute Arbeit als Übergangslösung und seine unaufgeregte Art.

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Jürgen Kramny hat einen Vertrag als Cheftrainer bis 2017 unterschrieben.

Quelle: Christoph Schmidt

Stuttgart. Solide hausinterne Lösung statt eines erneuten Experiments mit unabsehbaren Folgen: Der abstiegsgefährdete VfB Stuttgart hat Jürgen Kramny wie erwartet vom Interimstrainer zum Chefcoach befördert.

„Das Spiel gestern hätte es nicht mehr gebraucht, aber es war natürlich gut“, sagte Sportvorstand Robin Dutt - und bestätigte damit, dass der persönliche Aufstieg des 44-Jährigen schon vor dem überzeugenden 3:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg tags zuvor festgestanden hatte. Kramny sprach von „einer Riesenverantwortung“. Seine Aufgabe sei es, den Tabellen-15. der Fußball-Bundesliga „wieder in ruhigere Gefilde“ zu führen.

Dutt hatte am Sonntagvormittag mit seinen Vorstandskollegen um Präsident Bernd Wahler sowie Kramny noch letzte Vertragsdetails geklärt. Der vormalige U23-Trainer besaß noch einen bis zum 30. Juni 2017 laufenden Vertrag als Coach der zweiten Mannschaft beim schwäbischen Traditionsclub, nun wurde der Kontrakt umgewandelt. Die Laufzeit bleibt unverändert.

Kramny will die schwächelnden Stuttgarter „Schritt für Schritt“ aus der Abstiegszone nach oben führen. „Der Trend ist wirklich gut, aber wir müssen dranbleiben“, sagte er mit Verweis auf seine positive Bilanz als Übergangslösung mit einer Niederlage, zwei Remis sowie zwei Siegen - inklusive des Pokalerfolgs gegen Braunschweig.

Der Coach rechnet trotz der erkennbaren Aufwärtstendenz mit einer „knallharten Rückrunde“ und „knallharter Arbeit“. Die Mannschaft habe nicht ohne Grund nur 15 Punkte vor der Winterpause geholt. Allerdings trug er mit fünf Zählern in vier Punktspielen dazu wesentlich mehr bei als sein großspuriger, aber kläglich gescheiterter Vorgänger Alexander Zorniger, der in 13 Partien nur zehn Punkte holte.

Dutt stellte erneut heraus, dass sich das stark verunsicherte Team in den knapp vier Wochen unter Kramny positiv entwickelt habe. „Mit der Bewegung der richtigen Hebel hat die Mannschaft mehr Stabilität gewonnen“, urteilte er. Der neue Cheftrainer wies zum wiederholten Mal darauf hin, dass für ihn gute Mentalität, gute Einstellung, ausgeprägter Teamgeist und engagiertes Zweikampfverhalten die entscheidenden Voraussetzungen für Erfolg seien.

Seine Ernennung bezeichnete der langjährige Profi und Nachwuchstrainer des VfB als „etwas ganz Besonderes“. Er komme aus dem Verein, sei hier zweimal Meister geworden. Als selbstverständlich beurteilte Kramny seinen Aufstieg nicht: „Ich bin kein Träumer, aber ich habe mir gewünscht, dass so was eintritt.“

Obwohl die Lage des bisherigen Tabellenletzten nach dem befreienden Sieg gegen Wolfsburg nun nicht mehr ganz so dramatisch ist, gab es von den Verantwortlichen keinerlei Entwarnung. „Es ist nicht alles gut, weil wir gewonnen haben“, betonte Dutt. „Aber es hat allen gut getan.“ Kramny konstatierte: „Der Sieg gegen Wolfsburg tut richtig gut. Das war ein guter Jahresabschluss.“

Im bislang besten Saisonspiel erzielten der stark auftrumpfende Daniel Didavi (22./47. Minute) und Filip Kostic (31.) die Tore für den spielerisch und kämpferisch weitgehend überzeugenden VfB. Maximilian Arnold hatte den Pokalsieger und Vizemeister zunächst in Führung gebracht (14.).

Didavi könnte so etwas wie eine Lebensversicherung für Stuttgart in dieser Saison werden - wenn er zum Rückrundenstart noch da ist. Der Vertrag des 25 Jahre alten Spielgestalters läuft am Saisonende aus. Sein Berater Karlheinz Förster hat bereits mit Wolfsburgs Manager Klaus Allofs gesprochen, der ihn heftig umwirbt. Didavi selbst äußerte sich beim TV-Sender Sky kryptisch: „Irgendwann wird eine Entscheidung fallen. Ich habe nicht täglich Kontakt mit meinem Berater. Was er in Wolfsburg gemacht hat, weiß ich nicht. Es wird Gespräche mit dem VfB geben, und dann wird man sehen.“

dpa

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