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„Wahnsinnswoche“: Augsburg verlässt Abstiegsränge

Augsburg „Wahnsinnswoche“: Augsburg verlässt Abstiegsränge

Der FC Augsburg krönt mit dem 2:1 gegen Schalke eine perfekte Woche. Allerdings hat die Weinzierl-Elf Glück, dass der Schiedsrichter vor dem Siegtor von Caiuby in der Nachspielzeit ein Handspiel nicht sieht. Die Schalker sind deshalb so richtig angefressen.

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Der FC Augsburg jubelt nach dem 1:0-Führungstreffer.

Quelle: Stefan Puchner

Augsburg. Nach dem nächsten Last-Minute-Erfolg waren die Augsburger völlig aus dem Häuschen, die Schalker hingegen zürnten ob des eigentlich regelwidrigen Siegtreffers. „Es ist mir unerklärlich, wie man das nicht pfeifen kann.

Eindeutiger geht es nicht. Es ist bitter, dass wir dadurch das Spiel verlieren“, meinte Stürmer Eric-Maxim Choupo-Moting nach dem 2:1 (1:0) des FCA in Richtung Schiedsrichter Florian Meyer.

Markus Feulner sorgte kurz vor dem Siegtreffer für den Aufreger des Spiels. „Ich denke schon, dass er den Ball mit der Hand spielt“, räumte Augsburgs Manager Stefan Reuter nach dem zehnten Punkt aus den vergangenen vier Bundesligapartien ein. „Meyer war bei uns in der Kabine und hat sich für die ein oder andere Fehlentscheidung entschuldigt“, berichtete Schalkes Trainer André Breitenreiter angefressen. Der Aktion des Referees als solcher zollte er Respekt: „Ich finde das großartig.“

Den Augsburgern konnte die Kontroverse herzlich egal sein. Nach der Sternstunde in Europa setzte der FCA seinen Aufwärtstrend fort und beim FC Schalke 04 für riesige Ernüchterung. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl feierte ihren 50. Sieg in der deutschen Eliteklasse und sprang erstmals seit dem sechsten Spieltag wieder auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Caiuby (90.+1) beendete in der heiß diskutierten Nachspielzeit die schwarze Serie gegen die Königsblauen nach zuvor neun Pflichtspielen ohne Dreier.

Jeong-Ho Hong (34. Minute) hatte die Hausherren vor 28 410 Zuschauern verdient in Führung gebracht. Sead Kolasinac (71.) markierte den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe Caiuby bei den Schalkern für ganz miese Stimmung sorgte. „Wir haben uns von Beginn an den Schneid abkaufen lassen“, kritisierte Coach Breitenreiter.

Die Augsburger waren dagegen völlig aus dem Häuschen. „Eine Wahnsinnswoche, unglaublich. Das war eine Willensleistung der Mannschaft. Da so dagegenzuhalten nach dem Donnerstagspiel, ein großes Kompliment an unsere Mannschaft“, sagte Augsburgs Manager Stefan Reuter und schätzte den Sieg vor allem mit Blick auf die Tabelle hoch ein: „Das ist so eng da hinten, da ist jeder Punkt wichtig.“ Mit 16 Zählern kletterte der FCA hoch auf Platz 13.

Sowohl der FC Augsburg als auch die Schalker rotierten nach ihren siegreichen Europa-League-Ausflügen. André Breitenreiter brachte fünf frische Kräfte, Markus Weinzierl gleich sieben Neue. Besonders bitter: Jan-Ingwer Callsen-Bracker fällt länger aus als befürchtet. Der Augsburger Innenverteidiger erlitt nach einem rüden Foul in Belgrad, als der FCA erst in der Schlussphase das Überwintern in Europa herstellte, neben einem Wadenbeinbruch auch eine „Bänder- und Knorpelverletzung“. Damit fehlt der 31-Jährige mehrere Monate.

Von dieser schlechten Nachricht wollten sich die Augsburger aber nicht verunsichern lassen. Und die Anfangsphase gehörte auch den bayerischen Schwaben. Sie hatten mehr Ballbesitz, gewannen mehr Zweikämpfe - eine echte Torchance gab es zunächst hingegen nicht.

Auf beiden Seiten stockte der Spielfluss. Für den ersten Aufreger sorgte Feulner (15.), der nach einem Zweikampf mit Kolasinac innerhalb des Strafraums fiel - aber sehr zum Unwillen der FCA-Fans keinen Elfmeterpfiff erhielt. Allerdings zu Recht, wie die TV-Bilder zeigten. Die Hausherren ließen in einem intensiven Spiel aber nicht locker und gingen noch vor der Pause dank Abwehrmann Hong in Führung, der einen Schuss von Dominik Kohr aus rund 17 Metern unhaltbar für S04-Keeper Ralf Fährmann abfälschte. Die Schalker waren nun bissiger. Mehr als Warnschüsse von Leroy Sané (36.) und Leon Goretzka (39.) sprangen aber nicht heraus.

Trotz des 4:0 bei Asteras Tripolis in der Europa League blieben die Königsblauen vieles schuldig. Zu passiv in den Zweikämpfen, von Klaas-Jan Huntelaar - in zuvor sieben Bundesligapartien gegen den FCA sechsmal erfolgreich - war kaum etwas zu sehen. Die in Neon-Shirts aufgelaufenen Augsburger konnten später von Glück reden, dass Goretzka (54.) nur die Unterkante der Latte traf. Nach einem herrlichen Zuspiel von Choupo-Moting machte es Kolasinac dann besser.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 42 - 58

Torschüsse: 22 - 15

gew. Zweikämpfe in %: 52 - 48

Fouls: 17 - 12

Ecken: 6 - 5

Quelle: optasports.com


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dpa

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