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Werder im Cup-Viertelfinale - 4:3 in Gladbach

Mönchengladbach Werder im Cup-Viertelfinale - 4:3 in Gladbach

Wie vor 31 Jahren liefern sich Gladbach und Werder einen packenden Pokalfight - diesmal mit dem besseren Ende für die Bremer. Damit scheidet die Borussia eine Woche nach dem K.o. in der Champions League auch im Pokal aus.

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Der Bremer Janek Sternberg (r) feiert seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1.

Quelle: Roland Weihrauch

Mönchengladbach. Sieben Tore, ein packender Pokal-Fight wie vor 31 Jahren und ein deutliches Lebenszeichen von Werder Bremen: Die Hanseaten haben mit einem 4:3 (0:1) in Mönchengladbach erfolgreich Krisenbewältigung betrieben und eine bittere Woche für die Borussia perfekt gemacht.

Nach dem Scheitern in der Champions League verpasste der Bundesligafünfte auch den Sprung ins Viertelfinale des DFB-Pokals und musste damit schon die dritte Niederlage nacheinander hinnehmen und hat dabei 13 Gegentore kassiert. Die zuvor in vier Pflichtspielen sieglosen Norddeutschen hingegen zogen erstmals nach sechs Jahren wieder in die Runde der letzten acht Teams ein.

Vor 53 106 Zuschauern im Borussia-Park schoss das Sturm-Duo Claudio Pizarro (75.) und Anthony Ujah (78.) in der Schlussphase den Sieg heraus. Zuvor hatten Janek Sternberg (52.) und Jannik Vestergaard (58.) die ersten beiden Bremer Treffer erzielt, die Gladbacher Tore markierten Lars Stindl (32.) und zweimal Branimir Hrgota (73. und 90.+3).

„Natürlich bin ich stolz. Das war auch finanziell ein wichtiger Sieg für den Verein. Jetzt hoffe ich in der nächsten Runde auf ein Heimspiel. Wir fahren nun mit einem guten Gefühl nach Frankfurt“, sagte Manager Thomas Eichin, der einst selbst in Gladbach aktiv war.

Erstmals seit 1984 - damals hatte es ein denkwürdiges 5:4 der Gladbacher auf dem Bökelberg gegeben - trafen beide Clubs im DFB-Pokal wieder aufeinander. Und auch diesmal war es ein packendes Duell auf Augenhöhe. Der Tabellen-14. Werder präsentierte sich keineswegs wie ein Abstiegskandidat und wusste das Gladbacher Offensivspiel gut zu unterbinden. Die Hanseaten, die hoch verteidigten und mutig nach vorne spielten, besaßen in der Anfangsphase sogar die deutlich besseren Tormöglichkeiten. Doch bei einer Doppelchance von Oldie Pizarro und Theodor Gebr Selassie (10.) war Borussia-Keeper Yann Sommer zweimal zur Stelle. Eine Minute später setzte Werder-Kapitän Clemens Fritz einen Schuss nur haarscharf neben den Pfosten.

Die Gladbacher kamen nur mühsam in die Partie - auch weil sich das Verletzungspech allmählich bemerkbar macht. Sieben Spieler fehlten der Mannschaft von Trainer André Schubert. Dabei ist mit Tony Jantschke, der beim 0:5 in Leverkusen als dritter Gladbacher Spieler in dieser Saison einen Kreuzbandriss erlitten hatte, auf längere Zeit nicht zu rechnen. Der Verteidiger wurde bereits operiert.

Die erste Chance der Gastgeber hatte der Brasilianer Raffael, der allein auf Schlussmann Felix Wiedwald zulief und vergab (14.). Danach war im Gladbacher Spiel viel Leerlauf. Das Kombinationsspiel funktionierte nicht wie gewohnt - zumindest bis zur 32. Minute: Dann ging es schnell, zu schnell für die Bremer. Über Mahmoud Dahoud und Thorgan Hazard gelangte der Ball zu Stindl, der einschoss und bereits sein viertes Tor im laufenden Pokal-Wettbewerb erzielte. Bis zum Pausenpfiff gab es weitere gute Gelegenheiten der Gladbacher durch Hazard (40.) und Raffael (44.).

Nach dem Seitenwechsel setzte Werder ganz auf Offensive - und wurde belohnt. Innerhalb von sieben Minuten drehten die Gäste das Spiel. Erst setzte Sternberg einen Schuss aus halblinker Position ins lange Eck, dann traf Vestergaard aus kurzer Entfernung. Zuvor hatte Sommer einen Freistoß von Florian Grillitsch noch an den Pfosten gelenkt.

Auf der Gegenseite avancierte dagegen Hazard fast schon zur tragischen Figur. Erst traf er den Innenpfosten (57.), danach verfehlte er zwei weitere Male in aussichtsreicher Position das Ziel (59. und 65.). Gladbacher kam durch den eingewechselten Hrgota nochmal zurück ins Spiel (73.), die Freude währte aber nur kurz. Pizarro traf aus sechs Metern nach feinem Zuspiel von Levan Öztunali (75.), drei Minuten später setzte sich Ujah gekonnt im Strafraum durch. Das Gladbacher Anschlusstor durch Hrgota kam zu spät.

dpa

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