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Carina Witthöft bei French Open erstmals in dritter Runde

Aus für Maria Carina Witthöft bei French Open erstmals in dritter Runde

Eine kam durch! Carina Witthöft steht bei den French Open in der dritten Runde und darf sich nun auf ein Topduell freuen. Tatjana Maria dagegen schied gegen Mitfavoritin Simona Halep aus.

Carina Witthöft hat in der zweiten Runde der French Open die Französin Pauline Parmentier besiegt.

Quelle: Petr David Josek

Paris. Nach ihrem erstmaligen Einzug in die dritte Runde der French Open schrieb Carina Witthöft in der Stierkampfarena von Roland Garros überglücklich Autogramme und stand geduldig für ein paar Fotos parat.

Denn obwohl die Zuschauer ihre französische Gegnerin Pauline Parmentier zuvor lautstark unterstützt hatten, applaudierten sie auch Witthöft, als sie nach dem 6:4, 7:6 (7:5) den Court Nummer eins verließ. Nach 1:59 Stunden nutzte die 22-Jährige in Paris ihren zweiten Matchball und darf sich nun auf ein Duell mit der an Nummer zwei gesetzten Karolina Pliskova freuen.

„Ich freue mich riesig auf das Spiel. Bislang habe ich ja nur gegen Angelique Kerber als Topspielerin gespielt, von daher ist das jetzt schon noch einmal etwas Besonderes“, sagte Witthöft mit Blick auf das Duell am Samstag.

Witthöft ist die letzte Deutsche, die in Paris noch im Wettbewerb ist. Tatjana Maria schied dagegen in der zweiten Runde aus. Die 29-Jährige musste sich der rumänischen Weltranglisten-Vierten Simona Halep trotz einer couragierten Vorstellung mit 4:6, 3:6 geschlagen geben. Letzmals hatten die deutschen Profis in der französischen Hauptstadt vor neun Jahren so schlecht abgeschnitten. Damals verlor Sabine Lisicki als letzte Deutsche in der zweiten Runde.

„Wahnsinn“, sagte Witthöft nach ihrem Sieg im TV-Sender Eurosport. „Ich habe mich einfach auf mein Spiel konzentriert“, sagte die Fed-Cup-Spielerin über ihre überzeugende Vorstellung und die lautstarke Unterstützung der französischen Fans für Parmentier. „Die Bedingungen waren nicht einfach, aber ich habe es irgendwie geschafft, das auszublenden und bei mir zu bleiben.“

Witthöft legte einen beeindruckenden Start hin. Die Norddeutsche überzeugte mit mutigem und druckvollem Spiel, schnell stand es 5:0 für Witthöft, die danach aber härter arbeiten musste. Parmentier steigerte sich und übernahm nun ihrerseits das Kommando. Witthöft agierte dagegen etwas zu passiv und gab ihre komfortable Führung wieder her. Doch als der Satz endgültig zugunsten ihrer Gegnerin zu kippen drohte, wurde sie wieder stärker und holte sich nach 55 Minuten mit dem zweiten Satzball den ersten Durchgang.

Im zweiten Abschnitt lieferten sich Witthöft und Parmentier dann einen offenen Schlagabtausch. Die Norddeutsche ließ sich auch nicht von den lauten „Pauline“-Sprechchören der französischen Zuschauer aus der Ruhe bringen. Zwar gab sie zum 3:4 ihren Aufschlag ab, schaffte aber prompt das Re-Break. Im Tiebreak behielt sie dann die Nerven und machte den Sieg im zweiten Versuch perfekt.

Auch Maria zeigte auf dem Court Suzanne Lenglen eine überzeugende Leistung. Der Wunsch der 29-Jährigen, erstmals in Paris auf einem der großen Plätze spielen zu dürfen, hatte sich erfüllt und Maria zeigte sich von der ungewohnten Umgebung keinesfalls beeindruckt. Von Beginn an begegnete sie der Weltranglisten-Vierten auf Augenhöhe und bestimmte anfangs sogar die Partie. „Es hat echt richtig Spaß gemacht“, sagte Maria nach der Begegnung.

Beim Stand von 2:1 vergab sie die Chance zum Break aber leichtfertig und setzte einen einfachen Schmetterball ins Aus. Danach folgten insgesamt fünf Breaks in Serie, ehe Halep ihr Service halten und sich den ersten Satz nach 43 Minuten mit 6:4 für sich entscheiden konnte.

Auch im zweiten Durchgang verlangte Maria der Mitfavoritin auf den Titel alles ab. Allerdings dominierte die Rumänin nun doch etwas deutlicher und schaffte zum 2:1 das entscheidende Break. Nach 1:22 Stunden machte die Madrid-Gewinnerin das Weiterkommen perfekt. Maria war dennoch zufrieden. „Ich merke, dass noch viel in mir drin steckt.“

dpa

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