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Deutsche Leichtathleten enttäuschen auch in Lausanne

Lausanne Deutsche Leichtathleten enttäuschen auch in Lausanne

Es sollte eine Olympia-Revanche werden. Aber für Robert Harting, Christina Schwanitz und Christina Obergföll lief es auch in der Diamond League in Lausanne nicht viel besser als in Rio.

Lausanne. Der erste große Wettbewerb nach den Olympischen Spielen ist für die deutschen Leichtathleten so enttäuschend verlaufen wie die Sommerspiele in Rio de Janeiro selbst.

Beim Diamond-League-Meeting in Lausanne verpassten sowohl Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz als auch Diskus-Star Robert Harting die erhoffte Olympia-Revanche.

Harting wurde mit 63,12 Metern nur Vierter und warf mehr als zwei Meter weniger als der Sieger Philip Milanov aus Belgien (65,61). Anschließend twitterte der dreimalige Weltmeister aus Berlin ein Bild mit der Aufschrift: „Leider verloren“.

Die anderen Mitfavoriten blieben ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. Der Olympia-Dritte Daniel Jasinski wurde anderthalb Wochen nach dem größten Erfolg seiner Karriere nur Neunter (60,79). Weltmeister Piotr Malachowski aus Polen belegte mit 62,46 Metern Platz sechs. Olympiasieger Christoph Harting war nicht am Start.

Schwanitz wurde mit 19,33 Metern immerhin Dritte. Aber auch Deutschlands Sportlerin des Jahres musste sich am Ende der Neuseeländerin Valerie Adams (19,94) sowie Olympiasiegerin Michelle Carter aus den USA (19,49) geschlagen geben.

Die ehemalige Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll schaffte mit 53,97 Metern nur Platz sieben. Es siegte Madara Palameika aus Lettland. Mit dem letzten Versuch über 65,29 Meter schob sie sich noch an der zweimaligen Olympiasiegerin Barbora Spotakova aus Tschechien (64,48) vorbei.

Insgesamt waren in Lausanne zehn Olympiasieger und 31 Medaillen-Gewinner von Rio am Start. Die Jamaikanerin Elaine Thompson gewann anderthalb Wochen nach dem Olympia-Finale auch das 100-Meter-Rennen im Stade de la Pontaise. Die 24-Jährige siegte in starken 10,78 Sekunden vor Jenna Prandini (11,11) aus den USA. Das Besondere daran: Die Sprinterinnen liefen die 100 Meter zweimal hintereinander, weil sechs von sieben Athletinnen beim ersten Mal ein Fehlstartsignal überhört hatten und durchliefen.

Bei den Männern siegte Ex-Weltrekordhalter Asafa Powell aus Jamaika in 9,96 Sekunden. Stabhochsprung-Star Renaud Lavillenie kassierte nach seinem zweiten Platz in Rio erneut eine Niederlage. Sam Kendricks aus den USA war mit 5,92 Metern zu stark für den Franzosen.

dpa

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