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Deutsches Schwimm-Sextett erfüllt erste Olympia-Norm

Berlin Deutsches Schwimm-Sextett erfüllt erste Olympia-Norm

Diese Meisterschafts-Ouvertüre macht Lust auf mehr. Gleich sechs deutsche Schwimmer erfüllen Teil eins der Olympia-Norm. Die Stars Koch und Biedermann pausierten noch. Dafür zeigten die Jungen, was in ihnen steckt.

Berlin. Der Chefbundestrainer spendete Küsschen und Applaus, die jungen Sieger schrien ihre Freude noch im Wasser heraus. Bereits zum Meisterschafts-Auftakt zeigten die deutschen Schwimmer ihre Lust auf Olympia.

Gleich sechs von ihnen blieben in vier Entscheidungen unter den ersten Normzeiten für Rio. „Besser hätte es kaum laufen können, auch die Qualität der Zeiten beeindruckt“, sagte Cheftrainer Henning Lambertz. Für das Ticket zu den Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) muss das Sextett seine Leistungen bei einem weiteren Wettkampf bis Anfang Juli bestätigen.

Sarah Köhler (Frankfurt/Main) setzte sich in persönlicher Bestzeit von 8:22,80 Minuten über 800 Meter Freistil sogar auf Platz vier der Weltjahresbestenliste. „Ich bin mehr als zufrieden. Letztes Jahr die WM hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben“, sagte die 21 Jahre alte WM-Siebte. Maßarbeit leistete Leonie Antonia Beck. Die Würzburgerin blieb in 8:33,13 Minuten gerade einmal zwei Zehntelsekunden unter der ersten Rio-Normzeit.

Der 18-jährige Florian Wellbrock (Magdeburg) verbesserte sich gar um über 12 Sekunden und ist mit 14:55,49 Minuten über 1500 Meter Freistil Siebter in der Welt. „Damit habe ich nicht wirklich gerechnet. Seitdem ich in Magdeburg trainiere, geht es nur bergauf“, sagte der WM-Fünfte über 5 Kilometer im Freiwasser. Titelverteidiger Sören Meißner blieb ebenso deutlich über der Norm wie sein Würzburger Teamkollege Ruwen Straub.

Der WM-Fünfte Jacob Heidtmann (Elmshorn) sicherte sich über 400 Meter Lagen in 4:13,75 den ersten Teil der Olympia-Quali. „Mit der Vorbereitung war das schon sehr gut“, sagte Heidtmann, der Anfang der Woche noch mit einem Magen-Darm-Virus zu kämpfen hatte. Ebenfalls die Hälfte des Rio-Tickets sicherte sich der 16-jährigen Johannes Hintze (Potsdam/4:14,72). „Absolut geil, es war der größte Traum, das zu schaffen“, sagte der Schüler. „Der Junge wird uns noch viel Freude machen“, prognostizierte Lambertz.

Franziska Hentke knackte auf ihrer Nebenstrecke 400 Meter Lagen gleich zweimal ihre persönliche Bestzeit und erfüllte auch im Finale in 4:38,56 Minuten die erste Olympia-Norm. Ein Rio-Start ist aber wenig wahrscheinlich, da die Lagenwettkämpfe mit Hentkes Spezialstrecke 200 Meter Schmetterling zeitlich kollidieren. Dort zählt die WM-Vierte zu den deutschen Olympia-Hoffnungen.

dpa

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