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Djokovic gegen Federer im Halbfinale - Williams stark

Melbourne Djokovic gegen Federer im Halbfinale - Williams stark

Novak Djokovic gegen Roger Federer - das immer wieder elektrisierende Tennis-Duell gibt es auch im Halbfinale der Australian Open. Bei den Damen sorgte Serena Williams erneut für klare Verhältnisse.

Melbourne. Novak Djokovic und Roger Federer haben bei den Australian Open den Halbfinal-Knaller perfekt gemacht, Serena Williams ihre Erzrivalin Maria Scharapowa bereits ausgeschaltet.

Der Super-Dienstag am australischen Nationalfeiertag war auch für die Topstars der Tennis-Branche ein Festtag. Williams ließ sich auf dem Weg zur Einstellung von Steffi Grafs Grand-Slam-Rekord auch von einer leichten Lebensmittelvergiftung nicht stoppen.

Djokovic und Federer wiesen einmal mehr Spieler aus der zweiten Reihe in ihre Schranken. Federer gewann gegen Tomas Berdych aus Tschechien ohne Probleme mit 7:6 (7:4), 6:2, 6:4, Djokovic siegte gegen den Japaner Kei Nishikori beim 6:3, 6:2, 6:4 ebenfalls leicht und locker. Nun treffen die beiden Ausnahmesportler am Donnerstag im ersten Halbfinale aufeinander. Es ist das 45. Duell zwischen Djokovic und Federer. Bislang haben beide je 22 Partien gewonnen.

„Es ist immer etwas Spezielles, gegen Novak zu spielen“, sagte Federer, der zum zwölften Mal Down Under im Halbfinale steht. „Man braucht nicht viele Worte darüber zu verlieren, um deutlich zu machen, was Roger alles gewonnen und was er für unseren Sport getan hat“, sagte Titelverteidiger Djokovic. „Es wird wieder eine große Herausforderung.“

Der Schützling von Boris Becker zeigte sich im Vergleich zum Fünfsatz-Krimi gegen den Franzosen Gilles Simon zwei Tage zuvor deutlich verbessert. Allerdings wurde der 28-Jährige von Nishikori auch erstaunlich wenig gefordert. 2014 hatte der Japaner den Serben bei den US Open noch geschlagen, dieses Mal war er völlig chancenlos.

Djokovic hatte nach dem harten Fight gegen Simon am Montag darauf verzichtet, zu trainieren. „Manchmal ist weniger mehr“, begründete der Topfavorit seine Entscheidung, den Tag ausschließlich zur Erholung zu nutzen. Gegen Nishikori wirkte er wieder deutlich frischer und machte den Erfolg nach lediglich 2:07 Stunden perfekt.

Federer stand gegen Berdych nur neun Minuten länger auf dem Platz. Der Rekord-Grand-Slam-Turnier-Sieger hatte nur im ersten Satz ein paar Anlaufschwierigkeiten. Nachdem er sich den Abschnitt aber im Tiebreak gesichert hatte, geriet er nicht mehr in Gefahr.

Ein weiterer Triumph bei einem der vier Major-Events würde „mir sehr viel bedeuten“, sagte Federer. „Das ist einer der Gründe, warum ich immer noch spiele.“ In Melbourne steht er bereits zum zwölften Mal im Halbfinale, viermal konnte er dort gewinnen. „Ich bin gut drauf, spiele gutes Tennis und habe Spaß“, sagte die Nummer drei der Welt.

Wenig Spaß hatte dagegen Scharapowa bei ihrer nächsten Pleite gegen Williams. Die amerikanische Weltranglisten-Erste setzte sich im Viertelfinale wieder einmal deutlich mit 6:4, 6:1 durch und feierte damit ihren 18. Sieg in Serie gegen die Russin. Dabei musste sie sich nach dem ersten Durchgang kurz behandeln lassen, gab aber Entwarnung.

„Ich habe mich lediglich mit den Folgen einer leichten Lebensmittelvergiftung von vor ein paar Tagen herumgeplagt“, sagte Williams. „Gestern war es schlimm, heute ging es schon wieder.“ Williams hat bislang 21 Grand-Slam-Titel gewonnen, die deutsche Tennis-Legende Graf 22.

Scharapowa konnte die Partie nur einen Satz lang offen gestalten. Danach verlor sie den Glauben, erstmals seit zwölf Jahren wieder eine Partie gegen ihre Erzrivalin gewinnen zu können. Die Russin will es trotzdem weiter versuchen, Williams zu schlagen. „Es ist motivierend, gegen sie zu spielen, weil sie auf einem anderen Level spielt“, sagte Scharapowa. „Sie sorgt dafür, dass du zurück ans Reißbrett gehst. Sie sorgt dafür, dass du hart arbeitest. Das ist inspirierend.“

Im Kampf um den Einzug ins Endspiel trifft Williams auf Agnieszka Radwanska. Die Polin setzte sich gegen Carla Suárez Navarro aus Spanien mit 6:1, 6:3 durch. Ihre Bilanz gegen Williams ist aber auch niederschmetternd. Noch nie konnte sie gegen Williams gewinnen.


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dpa

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