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Giro d'Italia: Kittel rast zu Etappensieg und Rosa Trikot

Arnheim Giro d'Italia: Kittel rast zu Etappensieg und Rosa Trikot

Zwei Etappensiege, dazu die Trikots in rosa und rot: Marcel Kittel ist der große Triumphator beim Auftakt-Wochenende des 99. Giro d'Italia. Das Seuchenjahr 2015 ist längst vergessen, die Rückkehr in die Weltspitze ist dem deutschen Sprinter eindrucksvoll gelungen.

Arnheim. So richtig anstrengend wurde es für Marcel Kittel erst auf dem großen Podium des Giro d'Italia. Gleich dreimal musste der deutsche Topsprinter die Bühne hinaufklettern, die übergroße Prosecco-Flasche öffnen und viele Hände schütteln.

Er bewältigte die „Schwerstarbeit“ mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Zwei Etappensiege, Rosa Trikot und Rotes Trikot - Kittel hat sich zum großen Triumphator beim Auftakt-Wochenende der 99. Italien-Rundfahrt im Gelderland gekrönt.

„Ich bin super glücklich und stolz auf meine Mannschaft. Ich habe zuerst gar nicht realisiert, dass ich das Rosa Trikot habe. Das ist eine große Ehre“, sagte Kittel, nachdem er sich mit einem weiteren „Finale furioso“ locker und leicht den zweiten Etappensieg und die Führung in der Gesamtwertung geholt hatte. Kittel ist damit der erste deutsche Träger des Rosa Trikots seit Olaf Pollack vor zehn Jahren.

Wie schon am Vortrag sprintete der 27-jährige Kittel auf dem 190 Kilometer langen Teilstück von Nimwegen nach Arnheim in seiner eigenen Liga. Sein deutscher Rivale André Greipel, der Vierter wurde, klopfte ihm anerkennend auf die Schulter. Dank der zehn Sekunden Zeitgutschrift entriss Kittel seinem Freund Tom Dumoulin das Rosa Trikot. „Marcel ist so stark, da hatten wir keine Chance“, sagte sein früherer Teamkollege Dumoulin.

Bei sommerlichen Temperaturen war Kittel vor den Augen mehrerer hunderttausend Radsport-Fans auf der Zielgerade im Herzen von Arnheim erneut nicht zu schlagen. Der Kapitän des Etixx-Quickstep-Teams setzte sich souverän vor den Italienern Elia Viviani und Giacomo Nizzolo durch. Damit holte sich Kittel bereits seinen zehnten Saisonsieg, womit er der erfolgreichste Fahrer in 2016 bleibt.

Als Belohnung darf er auf der vierten Etappe am Dienstag - einen Tag vor seinem 28. Geburtstag - das Rosa Trikot bei der Giro-Rückkehr nach Italien tragen. Neun Sekunden beträgt nun Kittels Vorsprung in der Gesamtwertung auf Dumoulin. „Jetzt haben wir zwar ein bisschen mehr Arbeit, aber das ist das Beste, was uns passieren konnte“, ergänzte Kittel.

Für Kittels deutschen Rivalen Greipel läuft es dagegen noch nicht rund. Der zehnmalige Etappensieger der Tour de France war nach Platz 15 am Samstag diesmal wenigstens im Finale vertreten. Noch bitterer lief es für Jean-Christophe Peraud, den Tour-Zweiten von 2014. Nach einem Sturz auf das Gesicht musste der Franzose aufgeben.

Der große Triumphator beim Giro-Abstecher in den Niederlanden heißt zweifelsohne Kittel. Zwei Etappensiege, dazu neben dem Rosa auch das Rote Trikot für den punktbesten Fahrer - mehr geht kaum. „Das ist für mich sehr speziell“, sagte der Modellathlet und betonte: „Nach meinem schweren Jahr eine Etappe bei einer großen Rundfahrt zu gewinnen, bedeutet mir sehr, sehr viel.“

Entsprechend wird der Sprintstar bei den Italienern gefeiert. „Kittel fliegt zum Kuss“, war auf der Titelseite der Gazzetta dello Sport am Sonntag zu lesen. Denn als wichtigster Fan wartete auf den Etappen im Gelderland seine Freundin Tess von Piekartz, eine niederländische Volleyball-Nationalspielerin, hinter der Ziellinie auf Kittel.

Die Rückkehr in die Weltspitze ist ihm jedenfalls eindrucksvoll gelungen. Nach seinem Seuchenjahr 2015, als er im Zuge einer Viruserkrankung alle wichtigen Rennen verpasste und nur einen Saisonsieg verbuchte, präsentiert sich der 27-Jährige in einer erstaunlichen Form. So wie 2013 und 2014, als er jeweils vier Tour-Etappen gewann, darunter jeweils die Prestige-Sprints zum Auftakt und zum Ende.

Nach dem ersten Ruhetag am Montag folgt die vierte Etappe über 200 Kilometer von Catanzaro nach Praia a Mare. Das Terrain wird dann welliger, trotz zweier Berge der dritten Kategorie hat Kittel Chancen, sein Rosa Trikot erfolgreich zu verteidigen.

dpa

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