Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
HSV stellt Spielbetrieb in Handball-Bundesliga ein

Hamburg HSV stellt Spielbetrieb in Handball-Bundesliga ein

Mehr als 13 Jahre gab es den Handball-Bundesligisten HSV Hamburg. Jetzt ist das Aus besiegelt. Zur Fortsetzung der Rückrunde tritt der HSV nicht mehr an. Die Spieler sind weg. Ein Neustart soll mit dem Nachwuchs erfolgen.

Voriger Artikel
HSV Hamburg stellt Spielbetrieb in Handball-Bundesliga ein
Nächster Artikel
Bericht: Heidel hat Schalke Zusage für Wechsel gegeben

Der HSV Handball zieht sich aus der Bundesliga zurück.

Quelle: Lukas Schulze

Hamburg. Ohne Geld und ohne Spieler hat sich der HSV Hamburg mitten in der Saison endgültig aus der Handball-Bundesliga verabschiedet.

Insolvenzverwalter Gideon Böhm meldete den mit rund vier Millionen Euro verschuldeten Verein mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb der Eliteliga ab und beendete damit das seit mehr als 13 Jahren laufende Projekt Bundesliga-Handball in Hamburg.

Knapp eine Woche zuvor war den Hamburgern die Lizenz zum Saisonende aberkannt worden. Laut Statuten hätten sie das Spieljahr zwar noch regulär beenden dürfen, verfügten aber über keine Mannschaft mehr. Die 20 absolvierten HSV-Spiele der laufenden Saison werden annulliert und aus der Tabelle gerechnet. Gravierende Veränderungen im Klassement gibt es nicht.

„Die Anreise zu den Auswärtsspielen, die Kosten für die Heimspiele, die Organisation der Spiele, die Betreuer und nicht zuletzt die Spieler selbst sind nicht mehr zu finanzieren“, sagte Böhm. „Ohnehin haben fast alle Spieler mittlerweile die Spielbetriebsgesellschaft verlassen und sind bereits bei anderen Vereinen unter Vertrag.“

Bundesligisten, die für bevorstehende Heimspiele gegen den Tabellenvierten aus Hamburg bereits Karten verkauft hatten, wollen diese erstatten oder Testspiele organisieren. Eigentlich sollte der HSV in zweieinhalb Wochen zur ersten Partie des Jahres bei der SG Flensburg-Handewitt antreten. Die 6400 Zuschauer fassende Flens-Arena war ausverkauft. Rivalen prüfen jetzt juristische Konsequenzen für die Hamburger.

Das einstige Handball-Schwergewicht HSV mit Europacupsieg 2007, DHB-Pokalerfolgen 2006 und 2010, deutschem Meistertitel 2011 und Champions-League-Gewinn 2013 hinterlässt in der Bundesliga ein Loch. Das traurige Ende des Profi-Teams hatte sich mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 15. Januar abgezeichnet. Mittlerweile haben zehn Profis den Verein verlassen, darunter Adrian Pfahl (Frisch Auf Göppingen), Ilija Brozovic (THW Kiel) und Johannes Bitter (TVB 1898 Stuttgart). Weitere Spieler wie Top-Torjäger Hans Lindberg handeln mit Interessenten gerade die Bedingungen aus.

Böhm hatte die finanzielle Lücke für den laufenden Spielbetrieb auf zwei Millionen Euro taxiert und daraufhin Profis und Angestellte der Betriebs-GmbH freigestellt. Geldgeber, die zur sofortigen Nothilfe bereit gewesen wären, ließen sich nicht finden. Die Haftungserklärung von Mäzen und Ex-Präsident Andreas Rudolph über 2,5 Millionen Euro war das Papier nicht wert, auf dem sie stand. Rudolph, der nach eigenen Angaben seit 2004 bis zu 50 Millionen Euro in den Verein investiert haben will, hatte die Verpflichtung mit einer erst kürzlich bekanntgewordenen Zusatzvereinbarung ausgehebelt.

Das Erbe der positiven Errungenschaften soll die U23-Mannschaft des HSV Hamburg e.V. antreten. Als Spitzenreiter der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein hat sie den diesjährigen Aufstieg in die 3. Liga ins Auge gefasst und will mittelfristig in den Profi-Bereich vordringen. Als Lückenbüßer für die insolvente Profi-Mannschaft wollten die Amateure jedoch nicht herhalten und lehnten es ab, für die Bundesliga-Restsaison zur Verfügung zu stehen.

Der Ärger wegen massiver Wettbewerbsverzerrung wäre vermutlich groß gewesen, hätte das Nachwuchsteam die Saison zu Ende gespielt. „Wenn wir 18:43 verloren hätten, wäre die Wettbewerbsverzerrung doch viel größer als bei Annullierung aller Spiele“, sagte Präsident Karl Gladeck. Böhm will nunmehr das vorhandene Vermögen der Betriebsgesellschaft verwerten, um die Gläubiger zu befriedigen. Die Masse reiche derzeit aber nicht aus, heißt es in der Erklärung. Die Gläubiger müssen mit erheblichen Verlusten rechnen.


Mitteilung �ber Insolvenzverfahren
Spielplan HSV
Tabelle mit HSV

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Mehr Sport
Sportbuzzer

LN-Sportbuzzer - das neue Portal für Fußballfans! Von Bundesliga bis Kreisklasse... mehr

Was für einen Adventskalender haben Sie?

  • Reisetipps
    Unser Reiseportal

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Events & Veranstaltungen

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Hochzeitszauber

    Alles zum Planen Ihrer Hochzeit - Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwoch... mehr

  • Lifestyle

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

Abseits

Peter Intelmann schreibt witzig und tiefsinnig über Fußball.

Sportblog

Ehrlich und authentisch: Die Meinungen unserer Redakteure im Sportblog.

VfL Bad Schwartau

Hier gibt's alle aktuellen Infos zum VfL Bad Schwartau.

VfB Lübeck

Hier finden Sie alle Informationen zum VfB Lübeck.

Cougars

American Football: Spielberichte und Video.

EHC Timmendorf

Lesen Sie alles über Timmendorfs Eishockey-Mannschaft.

TSV Travemünde

Alles zu den Handball-Damen der "Raubmöwen".

TSV Trittau

Alles zu den Badminton-Stars beim TSV Trittau.