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Heute Tanz ins EM-Halbfinale?

Breslau Heute Tanz ins EM-Halbfinale?

Mit Zaubertrank und Taktik-Trick: LN-Reporter Jens Kürbis ist vor Ort in Breslau und berichtet, wie die deutschen Handballer die Dänen heute schlagen wollen - und wie ihre Chancen stehen.

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Hoffentlich jubelt die Nationalmanschaft heute nach dem Spiel gegen Dänemark auch so wie vor ein paar Tagen, als sie gegen Russland gewonnen hat. 

Quelle: Imago

Breslau . Bundestrainer Dagur Sigurdsson spricht gern von „Waffen“, wenn er die Stärken seiner Jungs beschreibt. Eine Art Geheimwaffe vor dem heutigen „Endspiel“ ums Halbfinale gegen Dänemark (18.15 Uhr, ARD) ist Physiotherapeut Peter Gräschus.

Mit dem sechsten Spiel in zwölf Tagen sind seine Dienste wichtiger denn je. „Das ist wie in der Formel 1“, beschreibt Gräschus den Job, „da schrauben die Mechaniker auch die ganze Zeit an den Rennwagen rum, und keiner sieht genau, was die eigentlich machen. So muss man sich das auch bei uns vorstellen. Die Spieler sind wie Formel-1-Flitzer.“

Der Schwabe, der früher unter Ralf Rangnick und Armin Veh ein passabler Kicker war, „schraubt“ die Deutschen fit. Er ist seit der
WM 1993 in Schweden dabei, Sigurdsson sein sechster Bundestrainer. „Er ist akribisch, besonnen. Es ist ein Privileg, mit ihm
zusammenzuarbeiten“, sagt Gräschus. Davon, dass den Deutschen heute die Überraschung gelingt, ist Gräschus überzeugt: „Ich habe
in all den Jahren noch nie eine Mannschaft erlebt, die so jung und in so rasantem Tempo gereift ist. Ihnen ist alles zuzutrauen.“

Fünf Gründe, die Deutschland vom Halbfinale träumen lassen: Der Zaubertrank: Das Team setzt auf den Trank von Druide Gräschus.
Was für Miraculix im Asterix-Comic Rübensaft, Fisch und Misteln sind, sind für den Schwaben „Selen, Magnesium, Salze und so um die 20 Substanzen“. Dazugibtes Salzstangen, Rosinen, Malzbier. „Das müssen die Spieler in der ersten Stunde nach dem Spiel einnehmen.“ Zwei Stunden vor dem Spiel werden Riegel und eine Mixtur aus Kohlenhydraten, Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen gereicht. „Damit werden die Energiespeicher kurzfristig aufgeladen.“ Und dann sind da noch Gräschus’ heilende Hände.

Neben Massage und Lymphdrainage schwören die Spieler auf seine Kraniosacraltherapie, seine osteopathische Behandlung. „Die Jungs kommen so vom Stresslevel schneller runter“, sagt Gräschus. Frische Spieler: Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf) und Julius Kühn (VfL Gummersbach) werden heute für die verletzten Kieler Steffen Weinhold und Christian Dissinger nachrücken. „Wir sind fit, waren ja auch schon beim Lehrgang dabei. Es fühlt sich an, als ob wir schon zwei Wochen beim Team sind“, sagt Häfner. Für Kühn sprechen seine Qualitäten als Schütze. Der Rückraumlinke gibt sich cool: „Wir sind frischer, und die Dänen haben uns nicht auf dem Zettel.“

Die Wundertüte: Die Breite ist die Stärke des Teams, das jetzt 16 EM-Debütanten vereint. In jeder Partie überraschten neue Spieler.
Die deutsche Sieben ist variabel, unberechenbar. Dazu ist die Abwehr, inklusive Keeper, eine Bank. Verbands-Vizepräsident Bob Hanning: „Die Jungs haben einfach keine Angst.“

Der Spielplan: Die Dänen mussten gestern Abend gegen Schweden ran (28:28), hatten nur 22 Stunden Zeit zum Regenerieren. Die Deutschen zwei Tage. „Das ist ein Vorteil“, sagt Sigurdsson. Der Trainer: Dagur Sigurdsson ist der Leitwolf – er präsentiert
das neue Handball-Deutschland. Verletzte? Sigurdsson jammert nicht, vermittelt den EM-Neulingen, dass er ihnen vertraut, ist so
der Quell für das Selbstbewusstsein. Und: Als ehemaliger Spielmacher selbst ein Taktikfuchs hat er mit seinen Co-Trainern Alexander
Haase und Axel Kromer zwei kompetente Souffleure. Gegen Schweden flüsterten sie ihm die siegbringende Taktik ins Ohr.
Haase: „Für die Dänen haben wir uns auch etwas einfallen lassen.“
Was, wollte er nicht verraten ...

Deutschlands Weg ins Halbfinale: Jetzt beginnt das große Zittern ums Halbfinale: die Aufholjagd der Schweden beim 28:28 am vorletzten Hauptrundenspieltag gegen den großen Favoriten Dänemark (58., 25:28) hilft der Deutschen Handball-Nationalmannschaft
enorm. Jetzt reicht ein einfacher Sieg gegen dänemark, um das Halbfinale zu schaffen. Dänemark wäre trotz einer Niederlage weiter, wenn
Spanien nicht gewinnt, da es den direkten Vergleich mit 27:23 für sich entschied.

Bei einem Unentschieden gegen Dänemark ist Deutschland auf die Schützenhilfe von Russland angewiesen, das Spanien schlagen muss. Spielen diese beide Teams parallel ebenfalls Remis, scheidet Deutschland aufgrund des direkten Vergleichs mit Spanien aus dem ersten Vorrundenspiel

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