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Lesser stürmt in Ruhpolding zum Sieg im Massenstart

Ruhpolding Lesser stürmt in Ruhpolding zum Sieg im Massenstart

Erik Lesser hat es allen gezeigt. Wegen der fehlenden WM-Norm zuletzt kritisiert, lieferte der Thüringer im letzten Einzelrennen des Heimweltcups in Ruhpolding ein perfektes Rennen ab und siegte.

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Erik Lesser gewann den Massenstart in Ruhpolding.

Quelle: Ralf Hirschberger

Ruhpolding. Mit einer nervenstarken Glanzleistung hat Erik Lesser alle Kritiker Lügen gestraft hat und mit seinem zweiten Weltcupsieg endlich die viel diskutierte WM-Norm geknackt.

Der Doppel-Weltmeister setzte sich beim Heim-Weltcup in Ruhpolding im spektakulären Massenstart durch und verwandelte mit seinem von den 21 000 Fans euphorisch bejubelten Erfolg die tief verschneite Chiemgau-Arena in ein Tollhaus. „Heute hat alles geklappt“, sagte Lesser, nachdem er zuvor wie bei seinem WM-Sieg mit gekreuzten Unterarmen, dem Bergarbeiter-Gruß, ins Ziel gelaufen war.

Der Fan des Fußball-Drittligisten FC Erzgebirge Aue feierte damit seinen ersten Weltcupsieg vor heimischer Kulisse und seinen zweiten insgesamt. Er verwies den Franzosen Martin Fourcade und Jewgeni Garanitschew, die beim letzten Schießen - anders als der fehlerfreie Lesser - patzten, auf die Plätze. Damit ist auch das leidige Thema WM-Norm, das den zweifachen Weltmeister sichtlich genervt hatte, ad acta gelegt. „Jetzt habe ich euch das gegeben, was ihr wolltet. Ich wusste, dass ich es drauf habe“, meinte der nie um einen Spruch verlegene Thüringer. Während er im Ziel schon jubelte, kam Rekord-Weltmeister Ole Einar Björndalen als Letzter fast sechs Minuten nach ihm ins Ziel.

„Das war ein absolutes Highlight. Erik, der ein bisschen mit sich gekämpft hat und hart an sich arbeiten musste, hat sich, uns und das ganze Team mit dem Sieg sehr, sehr belohnt“, sagte Bundestrainer Mark Kirchner nach dem vierten Saisonerfolg seiner Männer.

Der dreimalige Saisonsieger Simon Schempp feierte nach zweiwöchiger Krankheitspause als Sechster ein gutes Comeback. Benedikt Doll wurde 19., Andreas Birnbacher 22. und Arnd Peiffer nach sieben Fehlern nur 29.

dpa

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