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Martin nach WM-Coup voller Tatendrang

«Noch mehr motiviert» Martin nach WM-Coup voller Tatendrang

Das Zeitfahren ist seine große Stärke. Schon im zweiten Profijahr gelang Tony Martin WM-Bronze. Danach sammelt er reihenweise Siege im Kampf gegen die Uhr. Seit Mittwoch ist Martin zusammen mit Fabian Cancellara Rekordchampion.

Doha. Tony Martin gönnte sich nach seinem WM-Coup Ruhe und Entspannung. Die Trainingsgruppe musste am Donnerstag ohne den viermaligen Weltmeister in der Hitze von Doha ihre Runden drehen.

In den Urlaubsmodus hat der 31-Jährige nach seinen Triumphen im Mannschafts- und Einzelzeitfahren aber keineswegs geschaltet. „Am Sonntag bin ich heiß darauf, die Jungs zu unterstützen. Der Titel hat mich noch mehr motiviert“, sagte Martin.

Als Helfer für Kapitän André Greipel oder die ebenfalls mit Siegambitionen versehenen Marcel Kittel und John Degenkolb ist Martin im Straßenrennen der Männer unverzichtbar. Zumal Martin bei seinem überlegenen Sieg im Einzelzeitfahren am Mittwoch seine ganz Klasse hatte aufblitzen lassen. Mit 45 Sekunden Vorsprung auf den Russen Wasil Kirijenka hatte Martin triumphiert und mit seinem vierten Titel zum Schweizer Rekordsieger Fabian Cancellara aufgeschlossen.

War der Zeitfahrspezialist nach dem Debakel in Rio (Platz zwölf) noch von Selbstzweifeln geplagt, präsentiert sich Martin zum Saisonabschluss voller Tatendrang. Am liebsten würde er schon gleich ins Jahr 2017 starten. „Ich freue mich schon darauf, im nächsten Jahr im Weltmeister-Trikot am Start zu stehen“, sagte Martin, dessen Jersey dann mit dem Schriftzug Katusha versehen ist. Der russische Rennstall ist Martins neue Heimat nach fünf Jahren beim belgischen Etixx-Rennstall. Der Titel mache nun vieles leichter.

Der Wechsel zum umstrittenen Katusha-Team, das in der Vergangenheit durch einige Dopingfälle auffällig geworden war, ist mit Kritik begleitet worden. Martin betont indes, dass sich das Team verändert habe. Auch der deutsche Sponsor Alpecin ist eingestiegen.

Tony Martins Karriere im Zeitraffer:

2008: Tony Martin beginnt seine Profikarriere beim T-Mobile-Nachfolgerennstall HTC-Columbia.

2009: Gleich in seinem zweiten Profijahr gelingt ihm der Durchbruch. Bei der Tour de Suisse wird er Gesamtzweiter. Anschließend fährt Martin bei seinem Tour-de-France-Debüt mehrere Tage im Weißen Trikot des besten Jungprofis und wird Zweiter auf der Königsetappe zum Mont Ventoux hinauf. Sein starkes Jahr krönt er mit Platz drei im WM-Zeitfahren.

2010: Martin etabliert sich als einer der weltbesten Zeitfahrer und gewinnt bei der WM in Australien wieder Bronze.

2011: Martin gelingt die Wachablösung. Bei der Tour de France gewinnt er sein erstes Einzelzeitfahren, und auch bei der WM in Kopenhagen löst er Rekordchampion Fabian Cancellara im Kampf gegen die Uhr als Weltmeister ab. Zur neuen Saison wechselt er zum belgischen Etixx-Quick-Step-Rennstall.

2012: Ein schwerer Trainingsunfall sowie ein Kahnbeinbruch bei der Tour werfen Martin aus der Bahn. Die Olympia-Teilnahme wird zum Wettlauf gegen die Zeit. Es reicht immerhin zu Silber, wenige Wochen später lässt Martin seinen zweiten WM-Titel folgen.

2013: Martin gewinnt in Florenz seinen dritten WM-Titel und scheint im Zeitfahren konkurrenzlos zu sein.

2014: Martin fährt seine stärkste Tour de France, gewinnt zwei Etappen, darunter ein Teilstück nach einer langen Solofahrt durch die Vogesen. Bei der WM schnappt ihm aber Bradley Wiggins den vierten Titel weg.

2015: Martin erlebt eine Tour mit Höhen und Tiefen. Dreimal verpasst er nur um wenige Sekunden sein erstes Gelbe Trikot, am vierten Tag holt er es sich doch mit einem Coup auf der Kopfsteinpflaster-Etappe nach Cambrai. Zwei Tage später ist er die Gesamtführung nach einem Sturz wieder los. Bei der WM landet Martin erstmals nach sechs Jahren nicht auf dem Podium.

2016: Eine Saison zum Vergessen. Bei der Tour spielt Martin keine Rolle und muss sogar verletzt aussteigen. Bei Olympia erlebt er mit Platz zwölf ein Debakel. Martin kehrt zur alten Sitzposition zurück und gewinnt völlig überraschend den WM-Titel. Damit darf er 2017 für sein neues und gleichfalls umstrittenes Team Katusha im Regenbogentrikot an den Start gehen.

dpa

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