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Mythos und Angstmacher: Auf den Gipfel des Mont Ventoux

Mont Ventoux Mythos und Angstmacher: Auf den Gipfel des Mont Ventoux

Die Tour de France schaut wieder einmal bei einem ihrer mythischen Orte vorbei. Der Mont Ventoux kann wieder wegweisend sein für die Favoriten.

Mont Ventoux. Eine Vorentscheidung ist möglich im Kampf um den Gesamtsieg bei der 103. Tour de France. Zuerst die Etappe auf den Mont Ventoux an diesem Donnerstag, der zudem noch der Nationalfeiertag Frankreichs ist. Danach das Einzelzeiltfahren.

DAS IST DIE AUSGANGSLAGE: Spitzenreiter Chris Froome aus Großbritannien hat 28 Sekunden Vorsprung auf seinen britischen Rivalen Adama Yates. Der Ire Daniel Martin ist mit 31 Sekunden Rückstand auf Froome Dritter, der Kolumbianer Nairo Quintana Vierter mit 35 Sekunden mehr.

DAS MACHT ES DIESMAL ANDERS: Der Aufstieg auf den 1912 Meter hohen Berg wurde verkürzt. Statt 15,7 Kilometer stehen den Fahrern 9,7 Kilometer bevor. Der Grund: Winde mit Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern werden erwartet.

DAS MACHT ES DIESMAL SO BESONDERS: Wie unter anderem auch 2013 findet die Etappe mit der Ankunft auf dem Mont Ventoux am Nationalfeiertag der Franzosen statt. UND: Diesmal müssen die Fahrer einen Tag nach dem kräftezehrenden Aufstieg auf den Mont Ventoux zum Einzelzeitfahren antreten, in dem jede Sekunde zählt.

DAS SAGT DER TOUR-CHEF: „Der französische Nationalfeiertag wird zum Moment der Wahrheit für die Kandidaten des Gelben Trikots, seien sie Franzosen oder nicht. Das Observatorium als Sieger zu erreichen, ist die bestmögliche Einstimmung auf den Rest der Veranstaltung.“ (Michel Prudhomme)

DAS SAGEN DIE FAHRER: „Der Mont Ventoux bringt viele Kletterer zum Träumen, aber es ist ein Berg, der Angst macht.“ (Thibaut Pinot/Frankreich)

„Der Ventoux ist ein Mythos im Radsport und jeder will dort gewinnen, wie es die Allergrößten schon geschafft haben.“ (Nairo Quintana/Kolumbien)

DAS SIND EINIGE DER SIEGER: 1958 gewann Charly Gaul die erste Zielankunft auf dem Mont Ventoux, ein Zeitfahren. Sieben Jahre nach dem Luxemburger siegte der „ewige Zeite“, Raymond Poulidor, auf dem Gipfel des windigen Berges. Der legendäre Eddy Merckx erlitt nach seinem Erfolg 1970 einen Schwächeanfall, 2000 fuhr  Marco Pantani in einem epischen Duell zweier später des Dopings überführter und gefallener Stars vor Lance Amrmstrong über die Ziellinie. 2013 sorgte Chris Froome mit seinem Sieg auf dem Ventoux für die Vorentscheidung zu seinem Tour-Erfolg.

dpa

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