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Rebensburg fährt endlich aufs Podest: Dritte in Lienz

Lienz Rebensburg fährt endlich aufs Podest: Dritte in Lienz

Ihr letztes Rennen im Jahr 2015 bescherte Viktoria Rebensburg den ersten Podestplatz des Winters: Beim Riesenslalom in Lienz durfte sie endlich wieder an einer Siegerehrung teilnehmen - auch weil die Trefferquote beim Material immer besser wird.

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Viktoria Rebensburg liegt nach dem ersten Durchgang auf Platz fünf.

Quelle: Guillaume Horcajuelo

Lienz. Auf dem Weg zu ihrem ersten Podestplatz dieser Saison ließ sich Viktoria Rebensburg auch von starken Rückenschmerzen nicht bremsen.

„Ich war gar nicht sicher, ob ich überhaupt fahren kann. Deswegen bin ich noch glücklicher und stolz, dass ich es runtergebracht habe“, sagte die 26-Jährige nach dem dritten Rang beim Riesenslalom in Lienz. Für die Damen des Deutschen Skiverbands war es beim Jahresabschluss das erste Top-Drei-Resultat des Winters. „Ich bin sehr happy“, sagte Rebensburg nach der Siegerehrung.

Nur Gewinnerin Lara Gut aus der Schweiz und Tina Weirather aus Liechtenstein waren schneller. „Es fühlt sich supergut an. Ich hoffe, dass ich den Trend seit dem letzten Rennen jetzt fortsetzen kann“, meinte die Olympiasiegerin von 2010 nach zwei guten Läufen auf dem Schlossberg.

Bereits im ersten Durchgang war Rebensburg mit dem griffigen Schnee gut zurecht gekommen, ihre Trefferquote bei der Suche nach der richtigen Abstimmung wird besser und besser. „Seit Courchevel bin ich sehr zufrieden, wie alles zusammenpasst, sowohl technisch als auch vom Material her. Es macht wieder richtig viel Spaß“, berichtete sie nach Rang fünf zur Halbzeit.

Schon in Frankreich hatte sie sich zuletzt nach dem ersten Durchgang in Reichweite der Podestplätze bewegt und mit Rang vier am Ende ihr bis dato bestes Saisonergebnis eingefahren. In den Rennen zuvor dagegen musste die Sportlerin vom SC Kreuth schon vor dem Finale verhaltene Fahrten analysieren und begründen. „Ich habe mich schwergetan, dass alles zusammenpasst“, berichtete sie.

Mit dem Ausrüsterwechsel vor der vergangenen WM-Saison war Rebensburg ins Risiko gegangen. Neue Möglichkeiten und Reize bei Stöckli tauschte sie ein für die über Jahre gesammelten Erfahrungen mit Nordica - und investiert daher nun viel Zeit in die Suche nach der richtigen Mischung aus Ski, Schuh, Platte und Bindung.

„Man darf es nicht nur an dem Thema festmachen, aber es ist nun mal ein Thema“, sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier in Lienz. „Bis die Abstimmungen stimmen, das hat lange gedauert. Sie ist lange mit der alten Skifirma gefahren, da hatte sie blindes Vertrauen, das muss sich erst entwickeln. Aber unter den Bedingungen passt es ganz gut.“

Beim Slalom am Dienstag startet Rebensburg ebenso wenig wie Gut, die ihre Führung auf Lindsey Vonn im Gesamtweltcup auf nun 158 Punkte ausbaute. Der Skistar aus den USA war geschwächt von einer Verkühlung bereits im ersten Durchgang ausgeschieden und will nun in der Heimat regenerieren.

Auch Rebensburg muss sich vor weiteren Trainingseinheiten schonen und um den maladen Rücken kümmern - das Selbstvertrauen aus Lienz soll ihr 2016 dann aber weitere Spitzenergebnisse ermöglichen. Die nächste Gelegenheit dazu ist zugleich eine Premiere. In Altenmarkt Zauchensee kommt es am 9. Januar zur ersten Sprintabfahrt in zwei Durchgängen in Rebensburgs Karriere. Die Rennen in St. Anton wurden abgesagt.


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dpa

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