Magdeburg. o. in der vierten Runde.

Damit nahm Stieglitz erfolgreich Revanche für die Punktniederlage im ersten Duell vor sieben Monaten. „Das war ein Sieg für uns alle, ein Sieg für Magdeburg“, sagte Stieglitz überglücklich.

Abraham konnte den Kampf wegen seines völlig zugeschwollenen linken Auges nach einem Treffer von Stieglitz nicht fortsetzen. Der Ringrichter brach den Kampf ab. „Jetzt steht es eins zu eins. Ich denke, jetzt wird er mir auch eine Revanche geben“, sagte der entthronte Titelverteidiger. „Immer wieder gern“, sagte der Lokalmatador, der den Kampf bis zum Abbruch klar dominiert hatte.

Der Boxer aus dem Unternehmen von Promoter Ulf Steinforth besaß den WM-Titel bereits von 2009 bis 20012. Nunmehr hat er von 47 Profikämpfen 44 gewonnen. Der stärker eingeschätzte Abraham musste bereits seine vierte Niederlage im 40. Profikampf hinnehmen.

Nadia Raoui aus Herne scheiterte bei dem Versuch, WBO- und WIBF-Weltmeisterin im Fliegengewicht zu werden. Die 27-Jährige unterlag der amerikanischen Titelverteidigerin Melissa McMorrow nach zehn Runden mit 1:2-Richterstimmen nach Punkten (91:99, 94:96, 96:94). Den vakanten WBO-Europameistertitel im Mittelgewicht gewann der für das Steinforth-Team kämpfende Tscheche Lucas Konecny gegen den Franzosen Karim Achour nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten (118:110, 116:112, 118:110).

Sauerlands Schwergewichtshoffnung Robert Helenius aus Finnland setzte sich in einem Aufbaukampf gegen den Briten Michael Sprott einstimmig nach Punkten durch, ohne allerdings zu überzeugen. Der zwei Meter große Helenius steht bei der WBO an Nummer eins und ist Herausforderer von Weltmeister Wladimir Klitschko.

dpa