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15-minütiger Blackout kostet möglichen Punktgewinn

Berlin 15-minütiger Blackout kostet möglichen Punktgewinn

FC Schönberg verliert nach guter Auswärtsleistung bei Hertha BSC II mit 1:3 – Leon Dippert trifft für die Gäste – Nächsten Sonntag wartet der FSV Luckenwalde.

Berlin. „Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht, uns aber leider nicht belohnt und fahren mit einer ärgerlichen Niederlage nach Hause“, so fasst Sven Wittfot,der sportliche Leiter des FC Schönberg, den ersten Auswärtsauftritt des Regionalligisten in dieser Saison zusammen, der Sonntag Nachmittag bei Hertha BSC II 1:3 verloren wurde. Doppelt schmerzhaft ist, dass sich Gordon Grotkopp in der 65. Minute eine schmerzhafte Sprunggelenksverletzung zugezogen hat und möglicherweise die Personalsituation bei den Schönbergern weiter zuspitzt. Eine genaue Diagnose steht allerdings noch nicht fest.

„Es klingt sicherlich dumm angesichts des Ergebnisses, 75 Minuten waren wir aber gleichwertig und hatten sogar die besseren Möglichkeiten. Dafür können wir uns aber nichts kaufen. So darf man hier nicht verlieren“, wurmten den Schönberger Coach Axel Rietentiet vor allem die ersten 15 Minuten nach der Pause, in der die Entscheidung fiel. „Das war einfach eine Katastrophe“, so Rietentiet.

Im Gegensatz zum letzten chancenlosen Auftritt im Amateurstadion am Olympiapark in Berlin vor knapp einem halben Jahr (0:3) waren die Gäste nicht wieder zu erkennen und hätten in der 14. Minute in Führung gehen müssen. Okada bediente Dippert, der setzte den im Strafraum völlig freistehenden Grotkopp in Szene, doch der scheiterte am Hertha-Schlussmann Nils Körber, einer der besten seines Teams an diesem Tag. Die Hertha-Bubis hatten wie erwartet zwar mehr vom Spiel, doch die Schönberger hielten dagegen und ließen kaum Chancen der Gastgeber zu. Nach einer halben Stunde schlug es aber dennoch im Kasten von Hahnel, der ansonsten vor der Pause eine ruhigen Nachmittag verlebte, ein. Drei Minuten später hatte Neuzugang Leon Dippert allein aufs Tor zulaufend die zweite große Chance der Gäste, doch auch er scheiterte an Körber. Dann war vor 398 Zuschauern Pause.

Mit dem Wiederanpfiff begann dann die von Trainer Rietentiet beschriebenen 15 Minuten „kollektiver Tiefschlaf“, die der Coach als unerklärlich bezeichnete. In der 47. Minute scheitert Fuchs noch an Hahnel, drei Minuten später lässt Fabian Eiserle dem Schönberger Keeper aber keine Chance. Ebenfalls ohne Chance ist Hahnel in der 57. Minute, als Dominik Pelivan einen Freistoß perfekt direkt zum 3:0 verwandelt.

Doch die Nordwestmecklenburger erholten sich von diesem Schock, bewiesen Moral und schlugen in der 64. Minute zurück. Lukas Scherff hatte sich den Ball erkämpft, spielte auf Masami Okada. Seine Flanke landete bei Leon Dippert, der im ersten Versuch erneut an Törber scheiterte, im zweiten dann aber mit seinem ersten Regionalligator zum 3:1 erfolgreich war. Zehn Minuten später gab dann Joaquim Makangu Rafael, der sich im Testspiel gegen den FC Hansa Rostock Anfang Juli verletzt hatte, sein Regionalliga-Debüt im Trikot des FC Schönberg. Der Bruder des Bundesligaprofis Nando Rafael, der in der Jugend bis 2008 bei der Hertha spielte, ersetzte den über weite Strecken blaß gebliebenen Henry Haufe. Dieser Wechsel leitete dann eine stürmische Schlussphase der Gäste ein, in der ein zweites, ja sogar drittes Tor in der Luft lag. Doch bei den Chancen von Okada, Scherff, Müller oder Halke stand entweder Torhüter Körber im Weg oder es fehlte das nötige Glück, wie zum Beispiel in der 86. Minute, als ein Freistoß von Rausch am Pfosten landete. So blieb es schließlich beim 3:1.

Da das für kommenden Donnerstag geplante Heimspiel gegen Energie Cottbus auf den 4. September verlegt wurde, steht für den FC Schönberg gleich das zweite Auswärtsspiel in Folge auf dem Spielplan. Am nächsten Sonntag gastieren die Maurinekicker dann beim FSV Luckenwalde.

Thomas Groth

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