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4:3 in Lübz: FC Schönberg II hat nun neun Punkte Vorsprung

Lübz 4:3 in Lübz: FC Schönberg II hat nun neun Punkte Vorsprung

Aldermann verschiesst Elfmeter – Vier Platzverweise für TSG Warin.

Lübz. Riesenjubel beim FC Schönberg II. Mit 4:3 gewannen die Maurinekicker (die OZ berichtete gestern kurz) am Sonntag das Topspiel in der Fußball-Landesliga West beim Verfolger Lübzer SV mit 4:3. Damit liegt die Regionalliga-Reserve einen Spieltag vor Ende der Hinrunde nun neun Punkte vor der SG Ludwigslust/Grabow und dem Lübzer SV und ist inoffizieller Herbstmeister. „Wir freuen uns riesig, dass wir das geschafft haben“, strahlte Trainer Denny Jeske, denn „ in Lübz zu gewinnen, ist nicht einfach. Es war ein hartes Stück Arbeit.“ Immerhin hatten sich die Gastgeber nach zuletzt sechs Siegen in Folge einiges ausgerechnet. „Wir wollen schon ordentlich gegenhalten und wenn möglich einen Punkt holen“, hatte der Lübzer Trainer Remo Sahm vor dem Anpfiff gesagt. „Das Ergebnis geht in Ordnung. Die Schönberger haben wirklich eine gute Truppe beisammen. Und trotzdem bin ich stolz auf meine Jungs. Sie haben sich voll reingehauen, das Spiel bis zuletzt offen gehalten und diesem Gegner als erstes Team drei Tore eingeschenkt“, war er nach den 90 Minuten trotz der Niederlage zufrieden mit seiner Elf. „Sie haben unsere Nachlässigkeiten bei Standarts eiskalt ausgenutzt“, zollte Jeske dem Gegner, der bislang noch kein Heimspiel verloren hatte, großen Respekt.Sein Team erwischte einen Traumstart. Schon nach drei Minuten brachte Christian Klingenberg die Gäste nach schöner Kombination über Jeske und Florian Köpke in Führung. Die Lübzer ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken, glichen in der 20. Minute durch das 14. Saisontor von André Ohlerich aus. Doch die Grün-Weißen, die spielerisch überlegen waren, gaben noch vor der Pause die passende Antwort. Thomas Aldermann traf nach etwas mehr als einer halben Stunde (32.) zum 1:2.

Der nun seit 36 Spielen ungeschlagene Tabellenführer spielte auch nach dem Wiederanpfiff offensiv und erzielte wie schon in Halbzeit eins ein frühes Tor. Nick Heymann erhöhte nach 47. Minuten per Freistoß aus mehr als 25 Metern auf 1:3. Der Zwei-Tore-Vorsprung brachte den Gästen jedoch keine Sicherheit. Nur sieben Minuten später kamen die Gastgeber nach einem Freistoß wieder heran. Dank Jan Kaltenstein verkürzten sie auf 2:3 (54.) und machten das Spitzenspiel, das seinen Namen verdient hatte, vor 100 Zuschauern wieder spannend. „Bei Standards haben wir uns heute richtig blöd angestellt“, so Jeske. Die Hoffnungen der Lübzer auf den Ausgleich währten aber nur kurz. Zunächst vergab Aldermann die Chance auf die Vorentscheidung, als er einen Elfmeter nach Foul an Heymann neben das Tor setzte. In der 61. Minute wurde Heymann erneut im Strafraum von den Beinen geholt. Diesmal trat der Gefoulte selbst aus elf Metern an und wurde mit seinem zweiten Treffer Mann des Tages. Doch die Lübzer gaben nicht auf und durften gut 20 Minuten vor dem Ende das 3:4 bejubeln, als Marcus Klaczynski einen Schuss von Schwarz beim Abwehrversuch unglücklich ins eigene Tor lenkte.

Während Christian Klinkenberg in der 81. Minute die Entscheidung auf dem Fuß hatte, sie aber nicht nutzen konnte, wäre Andre Ohlerich kurz vor Ultimo beinahe noch der Ausgleich gelungen. Doch der Toptorjäger der Liga mit nunmehr 14 Treffern vor Thomas Aldermann (12) vergab und so blieb es beim 3:4. „Wir wollten einen Mitfavoriten auf Abstand halten. Das ist uns gelungen“, sagt Denny Jeske.

Aber letztendlich sei die Herbstmeisterschaft nur eine Etappe auf den Weg zum Ziel. Und das kann für den FC Schönberg II nach der bislang tollen Saison nur Verbandsliga-Aufstieg heißen.

Ganz bitter verlief der durch die Platzverhältnisse recht eingeschränkte 12. Spieltag mit nur drei Partien für die TSG Warin. Nicht nur das die Wariner die Partie beim Tabellenzweiten SG Ludwigslust/Grabow 0:2 verloren, sie kassierten auch vier Platzverweise. Tobias Becker (42.) machte den Anfang, in der 68. Minute folgte Hannes Brandenburg, sieben Minuten vor dem Ende Thilo Bründel und Torhüter Philipp Schröder, die allesamt Gelb-Rot sahen und am Sonnabend im Nachholspiel in Neumühle fehlen werden. Das ausgefallene Spiel des SV Dassow gegen Goldberg wurde derweil für den 3.

Dezember neuangesetzt.

LN

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