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Altes Leid, aber neue Ideen

Mülheim/Trittau Altes Leid, aber neue Ideen

Trittau verliert Bundesliga-Spiel in Mülheim erneut knapp mit 2:4 — erstes Punktspiel in der Kundenhalle einer Sparkasse — Reformen sollen Badmintonsport neue Impulse geben.

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Schnelle Ballwechsel, wo sonst Geld den Besitzer wechselt: Der TSV Trittau trat zum Auswärtsspiel beim 1. BV Mülheim in der Kundenhalle der ortansässigen Sparkasse an. Eine Novum in der Geschichte der Badminton-Bundesliga.

Quelle: Funke Foto Gruppe/oliver Müller

Mülheim. Als auch das abschließende Mixed gespielt war, Robin Tabeling und Charlotte Persson ihren Konkurrenten Jorrit de Ruiter/Johanna Galiszewski zum Zwei-Satz-Erfolg gratuliert hatten und 2:4-Niederlage beim 1. BV Mülheim feststand, war es wie so oft in letzter Zeit beim Badminton-Bundesligisten TSV Trittau: Nikolaj Persson & Co. ärgerten sich über die vertane Chance, einem Team, das in der Tabelle über ihnen steht, zumindest einen Punkt abzunehmen.

„Mit Iris Tabeling wäre ‘was drin gewesen“, bedauerte Abteilungsleiter Kim Persson den Ausfall der niederländischen Doppelspezialistin (Muskelriss). Doch auch sein Sohn Nikolaj hatte dem Ukrainer Dmytro Zavadsky zunächst im Griff (21:12), verlor dann aber in drei Sätzen (13:21, 8:21). So punkteten nur Persson und Robin Tabeling im Herrendoppel gegen Zavadsky/de Ruiter (21:14, 21:18) und die Finnin Nanna Vainio, die sich in einem hochklassigen Drei-Satz- Match gegen die ehemalige Weltklassespielerin Judith Meulendijks (einst Nummer 19 der Welt) mit 20:22, 21:18, 21:17 durchsetzte. Wieder nur zwei Siege, wieder also kein Punktgewinn.

Und doch war das Duell in Mülheim ein ganz spezielles. Wegen der Spielstätte: Statt in der 4000 Zuschauer fassenden RWE-Sporthalle nahe dem Badminton-Leistungszentrum wurde in der Kundenhalle der Sparkasse Mülheim aufgeschlagen — auf nur einem Court. Was die Spielzeit auf dreieinhalb Stunden verlängerte (statt etwa zwei Stunden bei zwei Courts). „Die Idee war aus einem Spaß entstanden. Aber sie hat sich als gute PR-Maßnahme für uns und unseren Hauptsponsor erwiesen“, stellte Mülheims Vorsitzender Frank Thiemann fest. „Sonst spielen wir vor 50 bis 70 Zuschauern, jetzt waren 200 in der Kundenhalle, und alle konnten sich auf den einen Court konzentrieren.“ Sein Klub, so Thiemann weiter, habe mit der Aktion auch ein Zeichen setzen wollen für mehr Ideenreichtum und Flexibilität bei der Vermarktung des Badmintonsports. Besonders gut angekommen seien neben einem elektronischen Zählsystem die Interviews in den Spielpausen (die es bei Spielen auf zwei Courts kaum gibt).

Möglich geworden war das Match in dieser Form erst, als Trittau dem besonderen Ablauf zugestimmt hatte. TSV-Abteilungsleiter Persson, selbst glühender Verfechter neuer Formate im Kampf um mehr öffentliches Interesse am Badminton, sprach von einem „Erfolg“, einem „guten Beispiel auch für andere Klubs“. Seine Trittauer hatten schon in der Vergangenheit Punktspiele bei Partner Cabrio Sport Hamburg ausgetragen. „Aber 7,50 Meter Deckenhöhe hat man halt nicht in jeder Sparkasse.“

Dass sich der professionelle Bereich im deutschen Badminton neu aufstellen muss, ist bei allen Beteiligten unstrittig. Die Gründung eines Ligaverbandes, der sich nach dem Vorbild der Handballer, Basketballer oder Tischtennisspieler vor allem um die einheitliche Vermarktung und Außendarstellung kümmert, wurde auf der Bundesligavollversammlung Ende Oktober nur aufgrund offener Satzungsfragen verschoben, soll nun möglichst schon am Rande der DM im Februar in Bielefeld folgen. Strukturreformen wurden bereits auf den Weg gebracht. So wird es ab der nächsten Saison einheitlich sieben Spiele pro Bundesliga-Duell in allen drei Ligen geben. Bisher sind es im Oberhaus sechs (ein zweites Herrendoppel kommt hinzu), in den beiden Zweitliga-Staffeln acht (das dritte Herreneinzel wird gestrichen). Die 2. Liga Nord und Süd sollen zudem voraussichtlich ab der Saison 2017/18 auf zehn Klubs aufgestockt werden. Um trotz künftig sieben Spielen die Gesamtdauer eines Bundesliga-Duells wenigstens nicht zu erhöhen, wird über eine neue Zählweise (verkürzter 3. Satz bis 15, fünf Kurzsätze bis 11 oder ähnliches) diskutiert.

Entschieden ist bereits, dass ab der nächsten Saison die Zahl der „bedeutungslosen Spiele“ reduziert werden soll, in dem nicht mehr nur drei, sondern sechs Teams die Playoffs erreichen. Der Dritte gegen den Sechsten und der Vierte gegen den Fünften spielen zwei Plätze im Final Four aus, das die beiden Top-Teams der Punktrunde direkt erreichen und das an einem Wochenende gespielt wird.

Bundesliga
TV Refrath - TSV Trittau 5:1 TSV Neuhausen - 1. BC Düren 0:6 1. BC Beuel - Union Lüdinghausen 3:3 1. BC Bischmisheim - SG Anspach 5:1 1. BV Mülheim - TSV Trittau 4:2 TSV Neuhausen - 1. BC Bischmisheim 1:5 1. BC Düren - 1. BC Beuel 3:3 TV Refrath - SG Anspach 5:1  1. 1. BC Bischmisheim 10 53:7  20:0 

 2. TV Refrath 10 41:19 17:3 

 3. Union Lüdinghausen 9 38:16 14:4 

 4. 1. BC Beuel 10 33:27 11:9 

 5. 1. BC Düren 10 31:29 10:10
 6. 1. BV Mülheim 9 28:26  9:9 

 7. TSV Trittau 10 21:39  5:15
 8. SG Anspach 10 10:50  1:19
 9. TSV Neuhausen 10  9:51  1:19
BADMINTON









 
 
 
 
 
 
 
 
 

Christian Schlichting

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