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Lübeck Auf Kurs Bundesliga

„Das besondere Geschenk“: Marianne Müller und Frank Reddmann segelten im J70 mit den Lübecker Bundesliga-Klubs.

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Boot gegen Boot: Marianne Müller (vorn) an der LYC-Pinne, Frank Reddmann steuert die LSV-J70

Quelle: Fotos: Neelsen

Lübeck. Kaum die „Passat“ im Rücken und vom Schlauchboot auf die „Lüb’scher Jung“, die 6,93 Meter lange J70 des Lübecker Yacht- Clubs (LYC) umgestiegen, bekam Marianne Müller auch schon „den Lenker in die gedrückt“ – und ab ging die Post. Sie steuerte das vierköpfige Bundesliga-Team auf ihrem 40000 Euro teuren Kielboot in Richtung Mecklenburger Küste. Auf Kurs Tuchfühlung Frank Reddmann mit der J70 des Lübecker Segler Vereins (LSV). Auch ihm erging es nicht viel anders. „Keine zehn Minuten – und ich hatte die Pinne in der Hand, großartig.“ Der 49-jährige Finanzberater aus Oldenburg und die 60-jährige Ärztin aus Lübeck lösten ihr „besonderes Geschenk“ der LN-Aktion, ein Test-Segeln mit den Lübecker Bundesliga-Clubs, ein.

LN-Bild

„Das besondere Geschenk“: Marianne Müller und Frank Reddmann segelten im J70 mit den Lübecker Bundesliga-Klubs.

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Das besondere Geschenk

Mehr als sechs Monate mussten sie auf ihr für sie überraschendes Weihnachtsgeschenk warten (Müller: „Ich war völlig von den Socken“). Doch jetzt waren sie sofort in ihrem Element. Kein Wunder. Segeln ist für beide Passion. Marianne kennt seit mehr als 40 Jahren das Spiel mit Wind und Welle. Seit 2002, nach einer langen Pause, ist sie wieder aktiv, in diesem Jahr bereits fünf Regatten gesegelt, im Korsar und FD. Im Flying Dutchmann war sie sogar auf WM-Kurs, steuerte im Feld von 113 Booten auf Platz 35. Auch Frank ist „Segler mit dem Bauch und dem Herzen“. Es ist sein Hobby. „Ich segle Kat, mit der Familie auch ab und an auf ’nem Dickschiff.“ Die J70, das Boot der Bundesliga, war für beide aber noch unerforschtes Land, auch das Trainieren im Bundesliga-Format.

Kurz vor der Nordermole. Drei, vier Windstärken, ablandig. Kaum Welle. Drei Pfiffe knallen wie Peitschen übers Wasser. Schlauchbootfahrer Arne Holweg, Mitglied im LYC-Team, zeigt an: Noch drei Minuten bis zum Start. Am Steuer: Frank und Marianne. Erste Wende. Frank lässt die Pinne kurz los, fängt sie wieder ein. „Du musst Pinne und Großschot hinterm Rücken tauschen, Klasse“, erklärt ihm LSV-Steuermann Sven Hartog. Und weiter geht’s. Beide Boote belauern sich, drehen ab, wieder aufeinander zu. Match-Race pur. Aus dem LYC-Boot hört man Steuermann Oltmann Thyen: „Marianne, bei der Halse mehr abfallen!“ Wieder ein Pfiff. Arne schreit: „Start!“ Beide Boote schießen durch ein von zwei Bojen markiertes Gate, kreuzen auf die Luvtonne zu, erreichen kurze zeit später die Wendemarke.

Die Spinnaker fliegen raus. Die Bahn hoch, runter, wieder hoch. Ziel. Kurzes, knackiges Rennen, wie in der Bundesliga. Für Marianne eine neue Welt. „Bei uns dauern die Wettfahrten gut 60 Minuten, hier ist alles schneller, gedrängter, ist bei jedem Manöver Teamwork gefragt, wird jeder Fehler sofort bestraft – das ist unheimlich interessant, aber für mich auch entspannter, ich muss nur steuern.“ Frank schwärmte derweil von der J 70. „Unheimlich wendig. Ich hätte nie gedacht, dass sie so schnell anspringt. Der Kat ist beim Wendemanöver da viel behäbiger, träger.“ Nach etwas mehr als anderthalb Stunden war das Testsegeln, dass beide Teams in Vorbereitung auf den nächsten Bundesliga-Spieltag ins Training eingebaut hatten, vorbei, wurde in der „Marina“ geklönt.

Und wie haben sich die Gewinner geschlagen? „Marianne hat das super gemacht, Tipps sofort umgesetzt. Sie hat einfach den Überblick“, lobte LYC-Teammanager Maximilian Gebhard. Auch LSV-Steuermann Svend Hartog: „Top. Gennaker, Großschot – das war alles klasse. Wir haben Frank auch gezeigt, wie er Höhe segeln kann.“ Und der Gelobte war auch begeistert: „Das war besser als jedes Weihnachtsgeschenk.“

Jens Kürbis

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