Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Bargteheide nutzt die Gunst der fast fünf Stunden

Bargteheide Bargteheide nutzt die Gunst der fast fünf Stunden

Mit einem 9:7-Erfolg gegen den TSV Sasel hat der Tischtennis-Regionalligist überraschend zwei vermutlich schon vorentscheidende Punkte im Abstiegskampf eingespielt.

Bargteheide. Es ist seit Jahren ein liebgewonnenes Ritual. Wenn der letzte Ball an den Tischen gespielt ist, ziehen sich die Spieler kurz zurück, um sich dann noch einmal in der Halle zu treffen. Dann sitzen beide Teams gemeinsam um eine Kiste Bier geschart, es wird über die Matches gefachsimpelt, über strittige Entscheidungen gesprochen, und meist sind auch die Treuesten unter den Fans dabei. Wie auch jetzt, nach dem 9:7 des TSV Bargteheide im Heimspiel gegen den TSV Sasel.

„Sie haben sich ihr Bier redlich verdient“, befand Bargteheides Spitzenspieler Ole Markscheffel, „schließlich haben sie fast fünf Stunden in der Halle ausgeharrt.“

Genau vier Stunden und 45 Minuten hatte es gedauert, bis die Bargteheider die Überraschung geschafft hatten. Gegen Sasel, als Tabellenvierter und mit der Empfehlung eines 9:4-Sieges im Hinspiel angereist, gelang Markscheffel & Co. ein unverhoffter Sieg, der im Kampf um den Klassenerhalt eine Vorentscheidung gebracht haben dürfte. Mit nunmehr 6:14 Zählern liegen die Bargteheider auf Tabellenplatz 8 schon drei Punkte vor dem MTV Jever (3:21) und sechs vor Schlusslicht VfL Westercelle (0:20). „Damit haben wir beste Chancen, beide Teams hinter uns zu lassen und den Relegationsplatz zu verteidigen“, weiß Markscheffel. Zwar ist auch Platz 7 noch möglich. Aber als „Abo-Achter“ der Regionalliga ist sein Team „relegationserfahren“, er ist deshalb zuversichtlich, dass auf dem Weg erneut die Liga gehalten werden kann. Und selbst ein Abstieg „wäre kein Beinbruch“, so Markscheffel, „allerdings ärgerlich für unsere Youngster, die auch gegen Sasel wieder bewiesen haben, dass sie schon in die Regionalliga gehören.“

Die 16-jährigen Constantin Velling und Leo-Niklas Schultz steuerten — wie alle anderen auch— wichtige Punkte zum Erfolg bei. Wobei Schultz eine Woche nach dem (für ihn etwas enttäuschenden) dritten Platz bei den Norddeutschen Jugendmeisterschaften besonders erfolgreich „Frustbewältigung“ betrieb und nach dem Doppelerfolg an der Seite von Florian Keck (ebenfalls drei Siege) auch seine beiden Einzel gewann. Dabei ergab sich für ihn überraschend schnell die Chance zur Revanche, als die Saseler die Halle mit Johannes Laute betraten. Der war für Simon Moschall (Rückenprobleme) aus Sasels Verbandsoberliga-Team nachgerückt. Schultz nutzte die Gelegenheit, bezwang Laute eine Woche nach dem Halbfinal-K.o. bei der Nord-DM diesmal mit 3:2.

„Das war der Knackpunkt, hat uns für Leo gefreut und alle zusätzlich gepusht“, erinnert sich Markscheffel an „eine unglaubliche Leistung“. Zwar verlor er anschließend das Spitzeneinzel gegen Oliver Alke (Sasels etatmäßige Nummer 1 Leon Abich fehlte) und ließ so das zwischenzeitliche 5:5 zu. Doch anschließend schmetterten Keck (3:1 gegen Malte Dittmer), Christian Velling (15:13 im fünften Satz gegen Tobias Schmidt) und Schultz mit seinem dritten Tagessieg (3:0 gegen Patrick Masur) einen 8:7-Vorsprung heraus.

In einem „grausamen Schlussdoppel“, das laut Markscheffel „kein schönes Tischtennis“ bot, weil „beide Seiten nur versuchten, wenig Fehler zu machen, aber nicht agierten“, setzte er sich an der Seite von Clemens Velling gegen Alke/Laute mit 3:2 durch. Der fünfte Satz war erst beim 17:15 entschieden, nach 4 Stunden und 45 Minuten Gesamtspielzeit. „Das war spannend am Schluss. Aber insgesamt sind die Begegnungen in der Regionalliga viel zu lang für die Zuschauer, das ist ein Fehler im Tischtennis-System“, weiß Markscheffel nicht nur von seiner Freundin Lea, die erstmals seit 2012 wieder live in der Halle war. Dass sie „so schnell nicht wieder“ dabei sein werde, wie sie nachher betonte, erklärte Markscheffel aber auch damit, „dass sie es nicht mag, wenn wir im Spiel zu verrückten TT-Freaks mutieren und ausrasten, wenn‘s nicht klappt wie gewünscht.“ Diesmal hat‘s geklappt. Und so schmeckte das Bier nachher noch ein bisschen besser.

Christian Schlichting

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport im Norden
LN-Sportbuzzer - das Portal für Fußballfans! Von Bundesliga bis Kreisklasse...

LN-Sportbuzzer - das Portal für Fußballfans! Von Bundesliga bis Kreisklasse... mehr

Bei SmartBets gibt es die besten Wettquoten für den VfB Lübeck.

Bundestagsparteien haben sich für eine Verlängerung der Wahlperiode von vier auf fünf Jahre ausgesprochen. Eine gute Idee?

  • Urlaub & Reisen
    Unser Reiseportal

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Events & Veranstaltungen

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Hochzeitszauber

    Alles zum Planen Ihrer Hochzeit - Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwoch... mehr

  • Lifestyle

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

Abseits

Peter Intelmann schreibt witzig und tiefsinnig über Fußball.

Sportblog

Ehrlich und authentisch: Die Meinungen unserer Redakteure im Sportblog.

VfL Bad Schwartau

Hier gibt's alle aktuellen Infos zum VfL Bad Schwartau.

VfB Lübeck

Hier finden Sie alle Informationen zum VfB Lübeck.

Cougars

American Football: Spielberichte und Video.

EHC Timmendorf

Lesen Sie alles über Timmendorfs Eishockey-Mannschaft.

TSV Travemünde

Alles zu den Handball-Damen der "Raubmöwen".

TSV Trittau

Alles zu den Badminton-Stars beim TSV Trittau.