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Beach Boys böse bestraft

Beach Boys böse bestraft

EHC Timmendorfer Strand verliert nach 3:1-Führung Ostsee-Derby gegen Rostock Piranhas mit 5:7.

Timmendorfer Strand. Eigentlich war das Festessen schon angerichtet: Die Piranhas zappelten im Netz, sie hätten nur noch filetiert, paniert und in die Pfanne gehauen werden müssen. Beim Stand von 3:1 hatte der EHC Timmendorfer Strand 06 gegen die Rostocker Piranhas in einer fast zweiminütigen Überzahl alle Chancen auf eine 4:1-Führung. „Leider haben wir das Tor nicht gemacht — das war letztlich unser Genickbruch“, ärgerte sich Trainer Martin „OJ“ Williams. Denn die Rostocker überstanden die brenzlige Situation, entschieden die Partie in der Eishockey-Oberliga mit sechs Treffern in Folge und gewannen das Ostsee-Derby mit 7:5 (1:2, 3:1, 3:2).

„Das ist bitter, weil wir eigentlich klar die bessere Mannschaft waren“, stöhnte Christian Herrmann. Der „Herminator“ will nach seinem Bänderriss in der Schulter im Januar wieder aufs Eis. Völlig fraglich ist dagegen, ob Jesper Delfs zurückkehrt: Der Verteidiger war umgeknickt. Gebrochen ist wohl nichts, aber im Februar beginnt das Staatsexamen, da werde ich kaum noch Zeit haben“, meint der Student der Zahnmedizin. Da auch noch Stürmer Pierre Kracht mit Schwindel nach dem ersten Drittel passen und sich Thorben Saggau seine dritte Disziplinarstrafe wegen ein paar Sätzen in Richtung Schiedsrichter eingehandelt hatte, „schwanden am Ende die Kräfte“, erklärte Williams das sich zwischenzeitlich androhende Debakel. Zwar gingen die Gäste vor 636 Zuschauern durch einen Penalty von Petr Sulcik (9.) in Führung, doch drehten Iven Rösch (14.) und Marcus Klupp die Partie (15.). Als Jared Wynia in Überzahl (22.) das 3:1 gelang und die Rostocker Mario Hähnel sowie Klemens Kohlstrunk fast zeitgleich auf die Strafbank mussten, scheiterten die Timmendorfer im 5:3-Überzahl immer wieder an ihren Nerven oder Goalie Dustin Haloschan. „Meine Jungs haben tollen Charakter gezeigt, denn einen 1:3-Rückstand in Timmendorf zu drehen, das ist nicht so einfach“, lobte REC-Trainer Sergej Hatkevitch. Mit dem ersten Torschuss im zweiten Drittel verkürzte Michal Bezouska (29.), ehe Matthias Kohl (37.), Sulcik (39.), Tim Dreschmann (42.), Sulcik (45.) und Kohl (46.) binnen 17 Minuten sechs Treffer in Folge schossen. Thorben Saggau (46., 59.) gelang nur noch Ergebniskosmetik.

Christoph Staffen

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