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Dakar 2017: Von Zitzewitz & Co. blasen zum Frontalangriff

Lübeck Dakar 2017: Von Zitzewitz & Co. blasen zum Frontalangriff

Südafrikaner stellen neuen Toyota-Buggy vor – und haben neue Konkurrenz: 2015-Dakar-Sieger Al-Attiyah fährt für „DvZ“-Team.

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Toyota Hilux Evo: Mit ihrem neuen Dienstwagen wollen Dirk von Zitzewitz und Giniel de Villiers die Rallye Dakar aufmischen.

Quelle: Fotos: Hfr

Lübeck. Dirk von Zitzewitz sitzt am heimischen Schreibtisch im ostholsteinischen Karlshof. Er beantwortet Briefe und E-Mails, informiert seine Reise-Gruppe mit letzten Details, wie er sie im Oktober auf dem Motorrad durch Marokkos Wüste führt. „Es ist in den letzten Wochen eine Menge liegen geblieben“, erzählt der Rallye-Profi, der gerade aus Südafrika zurück ist.

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Südafrikaner stellen neuen Toyota-Buggy vor – und haben neue Konkurrenz: 2015-Dakar-Sieger Al-Attiyah fährt für „DvZ“-Team.

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Und das mit einem Paukenschlag.

Toyota Gazoo Racing, für die der Dakar-Sieger von 2009 seit vier Jahren mit seinem südafrikanischen Piloten und Freund Giniel de Villiers fährt, bläst zum Frontalangriff auf die am 2. Januar beginnende Rallye Dakar. Auf der Auto-Show in Johannesburg haben die Südafrikaner ihr neues Fahrzeug vorgestellt. Optisch eine Mischung aus Monstertruck und dem bisherigen Hilux ist es ein Buggy, der Toyota Hilux Evo. Spätestens seit der letzten Dakar war klar, dass von Zitzewitz & Co. mit ihrem Allrad-Benziner gegenüber dem vom Reglement bevorteilten Buggy chancenlos sind. Gerade Peugeot fuhr in Südamerika mit dem heckgetriebenen, wesentlich leichteren 2008 DKR der Konkurrenz davon. Dass Toyota als Dritter aufs Podium jagte, war eine Überraschung – von Zitzewitz’ überragender Navigation und de Villiers Lenkkunst geschuldet.

„Um konkurrenzfähig zu bleiben, mussten wir umsteigen“, so von Zitzewitz. Für den neuen Hilux Evo, der 600 Kilo leichter als das alte Auto ist, haben die Ingenieure „einen revolutionären Ansatz“ gefunden. Der Fünfliter-V8, der auf einem Lexus-Triebwerk basiert, wurde nicht, wie bei einem Buggy im Heck, sondern als vorderer Mittelmotor eingebaut. Geometrie, Gewichtsverteilung – alles ist im Evo neu, Räder und Bremsen sind größer, der Federweg länger. „Es fühlt sich gut an, ist aber weit weg von einem Siegerauto“, berichtete von Zitzewitz von den ersten Runden. Auch de Villiers war skeptisch, bezifferte die Chance im neuen Dienstwagen zur Dakar an den Start zu gehen, mit 50 Prozent. Nach weiteren 250 Test-Kilometern in der Vorwoche ist er jetzt schon bei 90 Prozent.

„Zugegeben, es ist etwas gewöhnungsbedürftig, und fühlt sich sicher nicht so wie beim Vierrad-Antrieb an. Aber Mensch, es ist schnell“. Von Zitzewitz hat zwar noch „viele Kinderkrankheiten“ am neuen Dienstwagen ausgemacht, ist sich aber sicher: „Mit dem Auto haben wir eine Chance, zu gewinnen.“ Vielleicht noch nicht 2017, auch Peugeot zahlte anfangs viel Lehrgeld.

Bis zum Dakar-Start geht der Evo jetzt in den Dauertest. In den nächsten sechs Wochen ist er auch bei zwei Läufen zur südafrikanischen Offroad-Meisterschaft dabei. Im November gibt es die Herz- und Nierenprüfung in Namibia auf den Sanddünen in der Walfischbucht. „Das wird eine total spannende Zeit“, freut sich von Zitzewitz. Spannend auch deshalb, weil Gazoo Racing in Barbeque Downs, in der Nähe der Kyalami-Rennstrecke in Gauteng, drei weitere Autos baut.

Eins erhält Nasser Al-Attiyah. Die Südafrikaner haben den Katarer und Co-Pilot Matthieu Baumel verpflichtet. Der 2011- und 2015-Sieger der Dakar startete im Vorjahr noch fürs hessische Mini- Team von Sven Quandt. „Nasser hat seine Zusage gegeben. Das ist gut fürs Team, aber intern für uns natürlich eine Herausforderung, wir freuen uns darauf“, sagt von Zitzewitz. Al-Attiyah, zuletzt im Mini Zweiter hinter Stephane Peterhansel (Peugeot), kündigte an: „2017 bin ich dran!“ Die 39. Rallye Dakar startet am 2. Januar erstmals in Paraguay, in der Hauptstadt Asuncion. Ziel ist am 14. Januar Buenos Aires.

Jens Kürbis

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