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„Doppelspieltag können wir einfach“

Lübeck „Doppelspieltag können wir einfach“

Der VfL Lübeck-Schwartau ist in der 2. Handball- Bundesliga wieder in der Erfolgsspur. Nur 45 Stunden nach dem 26:26 in Nordhorn überrollte der VfL vor 1987 begeisterten Zuschauern den Wilhelmshavener HV mit 34:20 (13:8). Trainer Torge Greve begeistert: „Wir können Doppelspieltag.“

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Ohne Fortune beim Wurf (3 Versuche/kein Tor), dafür aber als pfeilschneller Verbinder und Spielmacher ein Erfolgsgarant: Tim Claasen.

Quelle: Fotos: Felix König/54°

Lübeck. Den Arm um Dennis Klockmann und Jan Schult gelegt, tanzte Steffen Köhler ausgelassen im Schwartauer Jubelkreis durch die Hansehalle. Er hatte mit dem VfL nicht nur seinen Ex-Verein überrannt, mit tollen Toren (4) und hundertprozentiger Quote getroffen, auch hinten seinen Mann gestanden. Er hatte auch den Vergleich Köhler kontra Köhler gewonnen, das erste Familienduell mit seinem Zwillingsbruder Janik. „Er war schon geknickt. Aber Wilhelmshaven war mit einigen Ausfällen und kleinem Kader arg gebeutelt. Und wir haben einfach eine super Abwehr hingestellt“, sagte Steffen Köhler. Der Ärger seines Bruders hielt indes nicht lange an, war spätestens beim Familienessen danach verflogen.

 

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Köhler kontra Köhler: Steffen Köhler (m.) im Trikottest mit seinem Zwillingsbruder Janik (l.). Dennis Klockmann war einer der Matchwinner.

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Nach dem Kantersieg, dem höchsten über Wilhelmshaven überhaupt, gab es beim VfL nur strahlende Gesichter. „Das war ein deutliches Zeichen an die Fans, dass das Rimpar-Spiel ein Ausrutscher war.

Wiedergutmachung gelungen“, freute sich Keeper Dennis Klockmann, mit 13 Paraden, davon zwölf bis zur Pause, einer der Matchwinner. Auch Trainer Torge Greve war zufrieden. Seine Jungs zählten zu den Gewinnern des Doppelspieltages. 45 Stunden nachdem sie Nordhorn den ersten Punktverlust im Emsland zugefügt hatten, zeigten sie eine Gala. „Das hat die Mannschaft super gemacht. Wir können einfach Doppelspieltag“, sagte Greve. Bereits im Vorjahr war die Ausbeute top: sechs Spiele, sechs Siege. Beim Blick auf die Tabelle erhellte sich Greves Miene: „20:6-Punkte – das sieht ziemlich gut aus.“

Nach den ersten Minuten allerdings nicht. Der VfL startete nervös, lag 0:4 (6.) zurück. Doch die Schwartauer, die im Rückraum zunächst auf das Trio Jan Schult, Tim Claasen und Rickard Akerman setzten, streiften die Verunsicherung ab – wie einen alten Mantel. Als Schult (spielte trotz Erkältung und Fußverletzung 20 Minuten) nach 6:34 Minuten zum 1:4 traf, war es das Signal zur Attacke. „In den ersten Minuten waren wir geistig noch nicht ganz da“, erklärte Schult. Doch dann startete der VfL eine furiose Aufholjagd. Dank einer überragenden Abwehr, eines genialen Klockmann. In schwarz gewandet, krallte sich der VfL-Panther Ball um Ball. Greve: „Auf meine Torhüter kann ich mich verlassen.“

Das Erfolgsrezept: Ballgewinn, Tempogegenstoß/zweite Welle, Tor. Mit einem 8:0-Lauf – Klockmann ließ 13 Minuten lang kein Gegentor zu – enteilte der VfL auf 8:4 (17.). Nach der Pause gar auf 20:12 (40.) – die Entscheidung. Der Rest – ein Schaulaufen, mit erstmals mehr als 30 Treffern in dieser Saison und überragender Wurfquote nach der Pause (77 Prozent). Sehr zur Freude der 1987 Zuschauer.

Unter ihnen: Bürgermeisterkandidat Jan Lindenau, der direkt vom Hanse-Talk in die Halle geeilt war. Er sah dabei einen spielfreudigen Akerman. Der Schweden-Import belebte das Spiel, ergänzte sich gut mit Spielmacher Claasen sowie der Wucht von Schult und „Wurfmaschine“ Oliver Milde (10 Würfe/7 Tore).

Für Greve war die Breite des Kaders ein Schlüssel zum Erfolg. „Wir haben bewusst vier frische Kräfte (Damm, Lauenroth, Akerman, Claasen) gebracht, die in Nordhorn wenig bis gar nicht gespielt haben und so Druck erzeugt.“ Der Schachzug ging auf. Dem WHV (nur mit elf Spielern angereist) schwanden zusehends die Kräfte. „Sie waren Mitte der zweiten Halbzeit platt“, befand Schult und ergänzte: „So macht es Spaß.“ Und der soll weitergehen – am Samstag in Emsdetten.

Statistik zum Spiel

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1. - 52./13/2 Paraden), Mallwitz (ab 52./1) – Glabisch 3, Milde 7, Lauenroth 1/1, Podpolinski, Akerman 5, Hansen 2, Ranke 2, Schult 3, Damm 5/4, Köhler 4, Claasen, Schlichting, Bruhn, Metzner 2.

Wilhelmshavener HV: Doden (1. - 50./ 12/2), Lüpke (ab 50./1) - Velde, Maas 1, Lehmann, Smits 2, Postel 3, Vorontsov 5, J. Köhler 1, Kozul 2, Schwolow 6/2.

Siebenmeter: 7/5 (Claasen und Glabisch scheitern an Doden) - 5/2 (Smits und Vorontsov scheitern an Klockmann, Schwolow trifft die Latte). Zweiminuten: 1 - 4.

Spielfilm: 0:4 (6.), 8:4 (17.), 9:5 (21.), 13:8 (Pause) – 14:10 (35.), 18:10 (40.), 25:15 (50.), 27:15 (53.), 34:20 (Ende).

Jens Kürbis

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