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Eichedes Riesenschritt in Richtung Regionalliga

Eutin Eichedes Riesenschritt in Richtung Regionalliga

Nach dem 2:1-Sieg beim hartnäckigsten Verfolger Eutin 08 braucht die Zapel-Elf aus drei Spielen nur noch fünf Punkte.

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Eutin. Die Bilder der emotionalisierten Spieler erinnerten an den 8. Juni 2013, als der SV Eichede mit einem 2:0 gegen Eintracht Norderstedt den erstmaligen Aufstieg in die Regionalliga Nord perfekt gemacht hatten. Doch allen voran Trainer Oliver Zapel ließ seinen Gefühlen nach dem wohl vorentscheidenden 2:1 (1:0) im Meisterschaftskampf beim ärgsten Verfolger Eutin 08 freien Lauf, nahm jeden seiner SVE-Spieler in den Arm — oder riss sie im Freudenrausch fast zu Boden. „Das ist einer der emotionalsten Momente meiner Trainerlaufbahn“, sagte der 48-Jährige, der auch bei der anschließenden Jubeltraube nicht zu bremsen war und mit Wasser überschüttet wurde.

Tolles Wetter und ein tolles Spiel: Die 1011 zahlenden Zuschauer im Waldeck-Stadion (Saison-Rekordkulisse für die Eutiner) kamen voll auf ihre Kosten. Den besseren Start erwischten die Eicheder, die schon nach drei Minuten mit 1:0 in Führung gingen: Nach einem Einwurf von Marc Oldag leitete Gerrit Schubring den Ball zu Petrik Krajinovic weiter, der in der Mitte zur Stelle war. „Wir wussten, wie angestochen die Eutiner ins Spiel gehen werden. Um so wichtiger war das frühe Tor“, sagte Zapel.

Doch die Gastgeber ließen sich von dem frühen Schock nicht beirren, zeigten eine starke erste Halbzeit. Gefährlich wurde es immer bei Standards von Ex-Profi Kevin Wölk. Ein Freistoß des 31-Jährigen wurde zur Ecke abgefälscht, danach tarf Florian Sax per Kopfball den linken Pfosten. Den Nachschuss setzte Kapitän Sönke Meyer knapp rechts vorbei (23.). Nur fünf Minuten später köpfte der Ex-Eicheder Yannik Marschner nach einer Wölk-Ecke vorbei. Die Rosenstädter drückten weiter, bei Eichede fehlte dagegen die Entlastung. Glück hatte Eudel Monteiro, der auf der rechten Seite keinen guten Tag erwischte, überfordert schien und später ausgewechselt wurde, dass er nach einem Foul an der Strafraumgrenze an Danny Cornelius nur die Gelbe Karte sah (32.). Den anschließenden 18-Meter- Freistoß von Wölk fischte SVE-Keeper Julian Barkmann aus dem Eck. „Wir wussten, dass Eutin bei Standards gefährlich ist. Die Vielzahl kann man nicht verhindern. Wir haben uns dadurch aber nicht beeindrucken lassen“, sagte Zapel.

Auch in der zweiten Halbzeit erwischten die Stormarner die Hausherren kalt. Nach einem Steilpass von Torge Maltzahn vernaschte Stürmer Arnold Lechler (51.) seine Gegenspieler Meyer und Christian Rave, dann schoss er mit links unhaltbar für 08-Torwart Fabian Oeser ein. Für den Ex-Wentorfer war es bereits der sechste Treffer in den jüngsten vier Spielen.

Hoffnung keimte bei Eutin auf, als Meyer nach einem Freistoß von Wölk quer legte und Florian Sax (61.) zum 1:2-Anschluss traf. Dass es nicht zu mehr reichte, lag an der fehlenden Durchschlagskraft.

So lief Stahl mehrfach ins Abseits. Auf der anderen Seite hätte der eingewechselte Dominic Ulaga bei Kontern zweimal alles klar machen können.

Als Schiedsrichter Tim Becker (Segeberg) die Partie dann abpfiff, fielen die Eutiner Spieler enttäuscht auf den Boden — während die Eicheder nicht mehr zu bremsen waren. „Was meine Jungs heute im Kollektiv präsentiert haben, ist beeindruckend“, jubelte Zapel. Schon nach dem Abschlusstraining sei die Stimmung in der Kabine einzigartig gewesen. „Das kenne ich nicht mal aus meiner aktiven Zeit.“

Nachdem er sich ein Cap aus dem Eicheder Fanblock geschnappt hatte, stimmte Monteiro lautstark mit ebenfalls geborgener Perücke zum kollektiven „Humba Tätera“-Tänzchen an. Mitten drin war Zapel.

„Wir haben von vorne an geackert und waren wach. Das 1:0 hat Eutin vielleicht aus der Bahn geworfen“, mutmaßte Lechler und ergänzte: „Wir wollten den Sieg mehr.“ Keeper Barkmann jubelte: „Wir hören nie auf und kämpfen bis zur letzten Minuten. Eutin hat zwar gedrückt. Doch wir waren heute wieder eine Bank.“ Und Kapitän Fischer meinte: „Eutin hat gedrückt. Wir hatten Probleme und können besser spielen. Dafür haben wir unsere Chancen eiskalt genutzt. Acht Punkte sind ein gutes Polster für die restlichen drei Spiele.“ Allerdings hat Eutin noch ein Spiel mehr.

Von Volker Giering

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