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Ein Debakel abgewendet

Ludwigsburg Ein Debakel abgewendet

Schwartaus Zweitliga-Handballer kassieren bei der SG Bietigheim mit einem 22:28 die erste Saisonniederlage – und verhindern mit Moral in der Schlussphase Schlimmeres.

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Ludwigsburg. Als die 60 Minuten in der Ludwigsburger MHP Arena gespielt waren und schließlich die Schlusssirene ertönte, war der Jubel bei den meisten der (nur) 1231 Zuschauer längst nicht mehr euphorisch. Zwar hatten ihre Bietigheimer Zweitliga-Handballer das Topspiel gegen den VfL Bad Schwartau mit 28:22 gewonnen. Doch weil daran schon zur Halbzeit (17:9) kaum noch ein Zweifel bestand, war der große Jubel längst wieder verflacht. Die Schwartauer hatten indes guten Grund, erst einmal tief durchzuatmen. Immerhin hatten sie ein drohendes Debakel doch noch abgewendet. Mehr aber auch nicht.

LN-Bild

Schwartaus Zweitliga-Handballer kassieren bei der SG Bietigheim mit einem 22:28 die erste Saisonniederlage – und verhindern mit Moral in der Schlussphase Schlimmeres.

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Und so musste auch VfL-Trainer Torge Greve anschließend anerkennen: „Wir haben heute gegen eine routinierte Spitzenmannschaft gespielt. Das hat sich sehr schwierig gestaltet. Auch, weil wir zu keiner Phase an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen konnten.“ Dass nach einem Saisonstart mit 5:1 Punkten und einer überzeugenden Leistung am vergangenen Sonntag gegen Erstliga-Absteiger ThSV Eisenach (33:25) vereinzelt schon spekuliert wurde, ob der VfL in dieser Saison zu den Spitzenteams der Liga aufschließen könnte, hatte Greve mit Unverständnis zur Kenntnis genommen und von einer „Momentaufnahme“ gesprochen. In Bietigheim wurde er in seiner Einschätzung bestätigt. Die Gastgeber zeigten dem VfL seine Grenzen auf, und das „in einer Art und Weise, die geschmerzt hat“ (Greve).

Schwartau fand zu keiner Phase ins Spiel, hatte von Beginn an Probleme in allen Mannschaftsteilen. Ein Anspiel von Hansen auf Fuchs, ein Gegenstoß, den Oliver Milde abschloss, schließlich die erste zielstrebige Aktion aus dem Rückraum durch Rickard Akerman – das reichte schon zu Beginn nicht, um auf Augenhöhe zu bleiben.

Nach der 7:3-Führung der Gastgeber (11.) musste Klockmann, der bis dahin nur einen Ball „angefasst“ hatte, den Platz im VfL-Tor für Marino Mallwitz räumen. Ein Versuch von Greve, „aber ich konnte hin und her wechseln, wie ich wollte, es wurde nicht besser“. Auch, weil in der Deckung „die Griffigkeit fehlte“, Waschul und Co. „nicht giftig genug“ waren, wie Greve es nachher formulierte. Dass Bietigheims Isländer Aron Rafn Edvardsson den Torhüter-Vergleich zur Halbzeit mit 50 Prozent gehaltener Bälle (8 von 16 Würfen) klar für sich entschieden hatte, lag aber auch an der VfL-Abschlussschwäche, die sich bis zum Ende fortsetzte. Denn die Außen Damm, Glabisch und Wischniewski blieben über 60 Minuten ohne Torerfolg, und gegen die bewegliche SG-Deckung kam lange Zeit kaum Gefahr aus dem statisch agierenden Rückraum.

So weckte schon das 9:17 zur Pause Erinnerungen an das 26:35 im März an gleicher Stelle, die mit elf Toren Differenz höchste VfL-Niederlage der vergangenen Saison. Ein ähnliches, wenn nicht schlimmeres Debakel drohte spätestens, als der Rückstand in der 45. Minute beim 12:24 erstmals sogar zwölf Treffer betrug – und ein Ausfall hinzu kam: Antonio Metzner landete bei einem Hechtsprung nach dem Ball so unglücklich auf dem Daumen seiner linken Wurfhand, dass vermutlich ein Innenband verletzt ist.

Dass es letztlich doch „nur“ sechs Tore Differenz waren, mit denen der VfL verlor, führte Greve auf die „tolle Moral“ seiner Mannschaft zurück, die sich doch „nicht abschlachten lassen“

hatte. Allerdings ließ SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer in der Schlussphase auch verstärkt seine zweite Garde spielen. Am kommenden Sonnabend gilt es nun, im Heimspiel gegen Hüttenberg die richtigen Lehren aus Bietigheim zu ziehen.

Statistik zum Spiel

SG Bietigheim: Edvardsson (14 Paraden/davon 3 Siebenmeter) – Haller 4, Rentschler 3, Dahlhaus 5, Schäfer 4, Schmidt 1, Babarskas 1, Barthe 2, Scholz 3, Doll 1, Emrich 1, Emanuel 1 , Lohrbach 2.

VfL Bad Schwartau: Klockmann (1.-10. + 17.-35./4 Paraden), Mallwitz (2 Paraden, davon 1 Siebenmeter, 1 Tor) – Glabisch, Milde 3, Akerman 4/1, Hansen 1, Ranke, Zimmermann 1, Waschul, Schult 6, Damm 2, Fuchs 4, Wischniewski, Metzner.

Zeitstrafen: 6 - 3. Siebenmeter: 3/2 Schäfer scheitert an Mallwitz - 4/1 (Glabisch, Wischniewski, Akermann verwerfen).

Spielfilm: 5:1 (8.), 11:4 (17.), 13:5 (19.), 13:8 (23.), 16:8 (30.), 17:9 (HZ) – 24:12 (45.), 24:15 (47.), 27:17 (51.), 27:22 (59.), 28:22 (60.).

ing

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