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Eis-Zapfen in Brasilien

LN-Reporter Jens Kürbis in Brasilien Eis-Zapfen in Brasilien

Dritte Straße hinter der Copacabana. Cafe e Bar Tomju. Eine kleine Straßen-Kaschemme. Kekse, Riegel, Zigaretten, Würstchen im teigummantelten Schlafrock, die aussehen, als ob sie schon lange im Tiefschlaf liegen – in Marias Steh- Pinte gibt's alles, was der gemeine Carioca, der „Rioaner“, so braucht. Und er kann selbst hier mit Visa- Card zahlen. Doch abends geht nur eins – Bier.

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Unser Mann für Brasilien: Jens Kürbis berichtet von den Olympischen Spielen.

Quelle: Maxwitat

Wir entscheiden uns für Antarctica. Ein drei Viertel Liter in der Flasche für 7 Real, knapp 2 Euro. Der Name ist Programm. Unser Gehirnstamm fragt entsetzt nach, ob das Eis-Zapfen war. Erst recht, als Maria noch einen Kühlmantel um die Buddel legt.

Als wir den abnehmen, schaut mich eine bierselige Runde komisch an. In einem Radebrech-Mix aus portugiesisch und englisch gibt's eine Bierlektion: Cerveja werde „estupidamente gelado“, wahnsinnig kalt, getrunken, erklärt Emanuel. Für uns wohltemperiert, ist für den Brasilianer schal. Emanuel deutet ein Wegkippen an.

Für den Einwurf, das sich der Geschmack erst dann entfalten könne – mit einem brummigen Mhhh unterlegt – schauen mich zwei Fragezeichen an. Da kommen wir nicht weiter.

Weiter in der Bierkunde: In Deutschland trifft man sich Sonntagnachmittag zu Kaffee und Kuchen, in Brasilien zum Caipi? Quatsch, beim Bier. Der Carioca trinkt Skol, Brahma, Itaipava und Antarctica.

Bier ist der Champagner der Armen. Besser Flaschenbier, denn das chope, das offene, ist viel teurer.

Gut 75 Liter kippt sich der Brasilianer im Jahr hinter die Binde, bleibt im Picheln dafür aber hinter den Tschechen (150) und Deutschen (107) zurück. Dafür hat das Cerveja, meist mildes Lager, einen Marktanteil von 85 Prozent, in Deutschland gerade mal 53.

Und dann erklärt uns Emanuel grinsend: Dass in Deutschland sowieso alle brasilianisches Bier trinken. Bitte? Becks, Diebels, Franziskaner, Hasseröder. Oder Löwenbräu, ist ja wohl ein Bier wie Bayern.

Von wegen. Eher belgisch-brasilianisch, gehört zur Inbev-Gruppe mit Sitz in Löwen und Sao Paulo. Dass die 2008 von Anheuser-Busch geschluckt wurde, ist jetzt auch schon egal. Saude! Prost!

Jens Kürbis

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