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Eutiner im 08-Derby obenauf

Eutin Eutiner im 08-Derby obenauf

Das macht Lust auf mehr: 715 Zuschauer sehen zum SH-Liga-Start auf dem Waldeck bei Eutins 4:1 gegen Strand hohes Tempo, zwei offensive Teams und zwei Platzverweise.

Eutin. Das Kreisderby der SH-Liga bot alles, was man sich wünscht. Der 4:1 (0:1)-Sieg von Titelfavorit Eutin 08 gegen einen frech aufspielenden Aufsteiger NTSV Strand 08 fiel aber zu hoch aus. Erst ein Doppelschlag des eingewechselten Philip Nielsen drehte die hochklassige Begegnung spät zu Gunsten der favorisierten Rosenstädter.

Nach dem Schlusspfiff kochten die Emotionen gerade beim Strander Trainer und Manager Frank Salomon hoch, der die Ansetzung von Schiedsrichter Alexander Hahn (Lensahn) und dessen Assistent Heino Kornetzky scharf kritisierte. „Das Traurige ist, dass wir geahnt haben, dass wir nicht gewinnen können. Wir hatten diese Ansetzung abgelehnt“, sagte der 52-Jährige. „Ich habe kein Verständnis, wenn ein Assistent auch noch am Ort wohnt (Kornetzky wohnt in Nüchel bei Eutin, die Red.). Zumal wir in der Vergangenheit mit diesen Schiris schonmal ein Desaster erlebt haben.“ Auch auf Eutiner Seite wurde die Ansetzung als unglücklich eingestuft. Salomon sprach von „Betrug an den Zuschauern. Diese haben gesehen, dass es für uns so nicht möglich war, einen Punkt mitzunehmen.“

So waren die „Strandpiraten“ in der ersten Halbzeit die zielstrebigere Mannschaft. Eutins Torwart Lennart Weidner bewahrte seine Farben gegen Ismael Mamane (9.) vor einem frühen Rückstand. Keine Chance hatte er bei einem abgefälschten 22-Meter-Schuss von Marco Pajonk (14.), der trotz Meniskusriss und bevorstehender Operation spielte. Der Torjäger hatte nur fünf Minuten später das 2:0 auf dem Fuß. Doch erneut war Weidner zur Stelle. Wer weiß, wie es gelaufen wäre, hätte Hassane Djibo nicht die Gelb-Rote Karte (34.) wegen Foulspiels an Ziehmer gesehen? „Der frühe Platzverweis hat uns regelrecht das Genick gebrochen“, sagte Salomon. „Gelb-Rot war überzogen“, sagte Strands Kapitän Sascha Woelki. „Wenn wir mit elf Mann zu Ende spielen, wird es knapp für Eutin. Denn bis dahin waren wir spielbestimmend.“ Während bei Eutin Wölk und Hübner verwarnt wurden, zeigte Hahn auf der anderen Seite sieben weitere Gelbe Karte.

Den Eutinern fiel wenig ein. So musste ein Kunstschuss von Neuzugang Ziehmer (49.) per Volleyschuss in den rechten Winkel zum 1:1 herhalten. Das anschließende Einsteigen von Strands Artur Akopian an Ziehmer wertete Hahn als grobes Foulspiel und zeigte die Rote Karte (57.). „Artur ist weggerutscht“, meinte Woelki. In doppelter Unterzahl fehlte dem Aufsteiger die Entlastung nach vorn und hinten hielten die Gäste gegen ideenlose Hausherren lange das Unentschieden. Bis Eutin-Trainer „Mecki“ Brunner mit der Einwechslung von Nielsen ein glückliches Händchen bewies. Der 28-Jährige war gleich zweimal per Kopfball (85. nach Ecke von Bork, 88. nach Hereingabe von Stahl) erfolgreich. Nach einem Foul von Gyasi an Sebastian Witt zeigte Hahn auf den Elfmeterpunkt – und Christian Rave (90.+3) erhöhte auf 4:1. „Strand hat seine ganze Offensivqualität gezeigt. Das ist Wahnsinn. In Überzahl sind wir geduldig geblieben, haben Strand müde gespielt“, erklärte Brunner. „Der Sieg ist etwas zu hoch, aber verdient.“

Salomon wollte seinem Team keinen Vorwurf machen. „Sie haben das klasse gemacht, bis der Schiedsrichter das Spiel zerstört hat.“ Strands André Senger merkte an: „Der Schiri ist lange genug im Geschäft und ich traue ihm zu, dass er sich selbst gut beurteilen kann. Ich glaube aber, er weiß, dass er heute sehr unglücklich agiert hat. Wiederum musst du als Spieler schnell merken, in welchen Rahmen du dich bewegen darfst. Das haben wir zu spät gemerkt und müssen es besser machen.“

Schon morgen geht es für die Strander im nächsten Derby gegen den Oldenburger SV (Strand-Arena, 19 Uhr) weiter. „Ich muss meine Mannschaft erstmal wieder aufrichten“, sagte Salomon. Unter den Zuschauern waren viele Oldenburger wie Coach Andreas Brunner. Dieser zeigte sich einen Tag nach dem eigenen 2:2 gegen PSV Union Neumünster beeindruckt. „Das wird schwierig gegen diesen starken Gegner. Strand ist vorne ballsicher und beweglich“, meinte er.

Die Eutiner müssen morgen zum TSV Altenholz (19 Uhr). „Das ist ein schwerer Gegner. Wir müssen nach dem Derby die Kräfte sammeln“, erklärte „Mecki“ Brunner und hofft auf einen Einsatz von Danny Cornelius, der mit einer Magen-Darm-Grippe plagte.

Volker Giering

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