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FC Schönberg gelingt kleine Sensation

Schönberg FC Schönberg gelingt kleine Sensation

Titelaspirant Berliner AK zum Saisonstart 3:0 besiegt – Rausch mit Doppelpack – Istefo erleidet Innenbandanriss.

Schönberg. „Das es schwer werden würde, wussten wir, aber mit diesem Ergebnis haben wir nicht gerechnet“, meinte Steffen Baumgart, der Trainer des Berliner AK, Sonntag Nachmittag etwas konsterniert nach dem Schlusspfiff im Schönberger Palmberg-Stadion. Mit 0:3 musste sich der letztjährige Vizemeister und einer der Titelaspiranten 2016/17 dem neuformierten, jungen Team des FC Schönberg unter den Augen von mehr als 400 Zuschauern, unter ihnen Joachim Masuch, der Präsident des Landesfußballverbandes von Mecklenburg-Vorpommern, zum Auftakt der neuen Regionalliga-Saison geschlagen geben.

„Das haben uns sicherlich die wenigsten zugetraut. Respekt der Mannschaft, auf die wir total stolz sein können“, freute sich FC-Trainer Axel Rietentiet nach diesem unverhofften Traumstart in die zweite Regionalliga-Saison. „Wir haben nur begrenzte Mittel, aber die Jungs haben alles abgerufen. Ich habe eine bärenstarke Schönberger Mannschaft gesehen“, so der Schönberger Trainer weiter.

Angeführt wurde sein Team vom neuen Kapitän Anton Müller und einem überragenden Jörg Hahnel im Tor. Allerdings mussten die Gastgeber diesen Sieg teuer bezahlen. Fabian Istefo verletzte sich bereits nach 18 Minuten, Gordon Grotkopp verließ in der Schlussminute humpelnd, von zwei Mitspielern gestützt, das Spielfeld. Während bei ihm die Verletzung offenbar nicht so schwer ist, wird Fabian Istefo vier bis sechs Wochen ausfallen. Wie der Verein gestern mitteilte, hat sich bei der Untersuchung herausgestellt, dass sich der 22-jährige Neuzugang von Optik Rathenow ohne gegnerische Einwirkung einen Innenbandanriss zugezogen hat und vier bis sechs Wochen ausfallen wird.

Der haushohe Favorit aus der Bundeshauptstadt begann wie erwartet couragiert und druckvoll und hatte wie über die gesamten 90 Minuten klare optische und spielerische Vorteile. In der 16. Minute wurden die Berliner allerdings eiskalt erwischt. Von der linken Seite brachte Anton Müller einen Freistoß gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Maximilian Rausch flog heran. Sein Kopfball ging zunächst an den Innenpfosten und vorn dort zum 1:0 ins Tor des BAK. Angestachelt durch diesen Rückstand übernahmen die Berliner nun noch mehr die Kontrolle, ohne sich allerdings viele gefährliche Chancen herauszuspielen, denn die Schönberger Defensive stand bestens. Die beste Möglichkeit der Berliner hatte Kevin Kahlert in der 40. Minute, doch sein Kopfball ging am Kasten vorbei.

Druckvoll wie sie die ersten 45 Minuten beendeten, begannen die Gäste auch den zweiten Durchgang. „Wir waren zwar klar spielbestimmend, aber leider fehlte uns der letzte Tick. Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben, weil Schönberg einfach effizienter war“, so ein sichtlich enttäuschter Steffen Baumgart, dessen Mannschaft, wie schon in der letzten Saison beim 0:0 wieder ohne ein Tor im Palmberg-Stadion blieb. Mitten in die Drangperiode des BAK hinein profitierte Leon Dippert von einem Querschläger in der Berliner Hintermannschaft. Christian Mühlbauer konnte ihn nur noch durch ein Foul stoppen. Der gut amtierende Schiedsrichter Oliver Lossius aus Sondershausen entschied sofort auf Elfmeter und zeigte dem BAK-Spieler zudem die Rote Karte. Marcus Steinwarth legte sich das Leder zurecht und wählte die von ihm aus gesehen rechte Ecke. Schlussmann Jakub Jakubov war zwar in der richtigen Ecke, konnte das 2:0 aber nicht verhindert. Baumgart stellte nun die Abwehr auf Dreierkette um.

Doch bereits vier Minuten später die Vorentscheidung: Masami Okada wurde unmittelbar vor der rechten gegnerische Strafraumecke zu Fall gebracht. Der ebenfalls anlaufende Anton Müller überließ die Ausführung des Freistoßes Maximilian Rausch, der den Ball direkt zum 3:0 verwandelte. Es waren die beiden einzigen gefährlichen Szenen der Schönberger in der zweiten Halbzeit bis zu diesem Zeitpunkt, mit denen die Gastgeber dem BAK aber offenbar den Nerv gezogen hatten. Während Hahnel in der 88. Minute aus Nahdistanz den mögliche Ehrentreffer verhinderte, hätte sich Trainer Rietentiet gewünscht, dass „wir den einen oder anderen Konter in der Schlussphase besser ausgespielt hätten.“

Mit Hertha BSC II (7. August) und FSV Luckenwalde (14. 8.) stehen für den FC Schönberg nun zwei Auswärtsspiele in Folge an. Nach einem spielfreien Wochenende (21. 8.) schließen sich dann zwei hammerharte Heimspiele an. Am 28. August gastiert der nächste Titelkandidat Wacker Nordhausen mit dem neuen Sportdirektor Mauricio Gaudino in Schönberg, eine Woche später, am 4. September, kommt Drittliga-Absteiger Energie Cottbus. Dieses Spiel wurde vom 11. August verlegt.

Thomas Groth

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