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Fünf-Sterne fürs Flaggschiff

Rendsburg Fünf-Sterne fürs Flaggschiff

Mit einem „Feuerwehrmann“ und einem verkappten Dortmund-Fan fährt der Deutschland-Achter zum Sieg beim „Marathon“ — und noch in den Club der Besten.

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Jubel nach dem „Marathon-Sieg“ über 12,7 Kilometer: Lauritz Schoof (2.v.r.) und Maximilian Munski (r.) im Deutschland-Achter.

Quelle: Foto: dpa

Rendsburg. Rendsburg — Als Lauritz Schoof im Ziel noch erschöpft nach Luft schnappte und für die ARD sein erstes Statement nach dem Sieg des Deutschland-Achters beim Ruder-Marathon auf dem Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg abgab („Zwischenzeitlich habe ich gedacht, wir geben den Löffel ab. Es war schon hart. Aber geil, dass wir das Ding gezogen haben“), hatte Kristof Wilke seinen Humor schon wiedergefunden: „Man hat gemerkt, dass Lauritz bei der Freiwilligen Feuerwehr war, so wie er mit einigen Schlägen für Wasser im Boot gesorgt hat. Aber das war ganz gut, denn Max und ich haben ganz schön gebrannt“, flachste der Schlagmann des Olympia-Siegers von London, nach dem ersten Einsatz von Schoof im Deutschland-Achter.

Einen Tag nach dem Erfolg beim Sprintrennen um den Alster Cup in Hamburg setzte sich das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) am Sonntag beim Hanse Cup über 12,7 km nach 36:34,31 Minuten klar vor dem US-Achter (36:58,13), Großbritannien (37:52,06) und Polen (38:40,54) durch.

„Es macht sehr viel Spaß, bei dieser Wahnsinns-Stimmung zu rudern“, meinte Maximilian Munski von der Lübecker Ruder-Gesellschaft, der zum zweiten Mal vor mehr als 100 000 Besuchern im Rendsburger Kreishafen gewonnen hat. Eigentlich hätte der HSV-Fan nach dem 2:6 in Dortmund und einer verlorenen Wette mit BVB-Anhänger Wilke eine Borussen-Kappe tragen sollen. „Er hatte aber nur eine Pudelmütze dabei. Weil es darunter wohl zu heiß geworden wäre, hat Trainer Ralf Holtmeyer von der Mütze abgeraten“, verriet Munski.

Dass das Rennen sehr einseitig war, tat der Stimmung keinen Abbruch. Während der junge, britische Achter auf den ersten zwei Kilometern das US-Boot passieren lassen musste und die Polen fast nur mit U23-Athleten angetreten waren, kontrollierte der Deutschland-Achter vorn das Rennen fast nach Belieben. „Mit den Zwischensprints konnten wir uns immer wieder absetzen. Das hat uns Ruhe gegeben“, meinte der Rostocker Felix Drahotta. Dass die Amerikaner am Ende nicht mehr zulegen konnten, lag auch an der ARD: „Das Boot mit der Kamera hat mit seiner Welle den US-Jungs einige Probleme bereitet“, berichtete Munski nach einem gemeinsamen Essen mit den Engländern und den Amerikanern.

Genossen hat der Lübecker auch die Aufmerksamkeit durch die Öffentlichkeit in Rendsburg, da der Zuspruch bei vielen Regatten sonst eher verhalten ist: „Ministerpräsident Torsten Albig und weitere Prominenz war da, alle wollten Autogramme von uns. Am Siegersteg sind wir kaum durch die Leute gekommen. Dazu 100 000 Besucher und eine Live-Übertragung in der ARD zur besten Sendezeit am Sonntag — das war klasse für Schleswig-Holstein als Ruderland.“

Ein nachträgliches Bonbon gab es für den Deutschland-Achter von der Deutschen Sporthilfe, die die Crew des Flaggschiffs vom 26. September bis zum 3. Oktober in den „Club der Besten“ in ein Fünf-Sterne-Hotel nach Süditalien eingeladen hat. Dort wählen die deutschen Spitzensportler ihren „Champion des Jahres“.

Ruder-Nachwuchs auch international erfolgreich
Während der Deutschland-Achter beim 13. Hanse Cup seinen zehnten Sieg einfuhr, gewann der Schüler-Achter der Lübecker Ruder-Gesellschaft in Rendsburg bereits zum zwölften Mal. Als Belohnung gab es für die Crew von Trainer Björn Lötsch mit Steuermann Christoph Dühring, Mattis Maywald, Lynn Jessen, Leon Semmler, Marten Backmann, Jonas Drescher, Lasse Pichner, Lars Höpken, Frederik Aurin, Thomas Matzat einen Ergometer im Wert von 2500 Euro. Vier junge Ruderinnen aus dem Ratzeburger Sportinternat waren international gefragt: Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Elysée-Vertrages fand in Straßburg „Rudern ohne Grenzen“ statt. Dabei gewannen Sarah Winkelmann und Anna Calina Schanze im Vierer ohne, während Frieda Hämmerling und Annemieke Schanze im Doppelzweier siegten.

Christoph Staffen

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