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Geduldig zur Goldmedaille

21. Deutsche Beachvolleyball-Meisterschaften in Timmendorfer Strand: Neue Sieger und neue Impulse für die Zukunft Geduldig zur Goldmedaille

Die Hamburger Strand-Jungs Markus Böckermann und Mischa Urbatzka vom FC St. Pauli haben sich erstmals den DM-Titel gesichert.

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Glückliche Sieger: Mischa Urbatzka (l.) und Markus Böckermann mit Pokal, Schampus und Goldmedaille.

Timmendorfer Strand. — Den entscheidenden Ball hatte er längst auf der anderen Seite des Netzes ganz hinten in der linken Ecke versenkt.

War anschließend seinem Partner Mischa Urbatzka um den Hals und anschließend mit ihm zusammen entkräftet in den Sand gefallen. Hatte die Siegerzeremonie genossen, dann in Konfetti- und anschließend Sekt-Fontänen geduscht und sich bei den Feuerwerksraketen hinter seinem Rücken sogar ein bisschen erschrocken. Eine halbe Stunde später hatte Markus Böckermann als neuer Deutscher Meister wohl die große Chance vertan, nicht nur auf dem Court Nachfolger der DM-Sieger 2011 Julius Brink und Jonas Reckermann zu sein, sondern sich auch als Nachfolger der Olympiasieger 2012 in ihrer Funktion als „Urlaubsbotschafter“ für Timmendorfer Strand ins Gespräch zu bringen.

Denn ausgerechnet dort, wo jährlich Tausende ihren langersehnten „Urlaub am Strand“ machen, kündigte Markus Böckermann an, demnächst, nach vielleicht noch zwei Turnieren auf der Weltserie, endlich „Urlaub vom Strand“ machen zu wollen. Die Erklärung lieferte der 27-jährige Student (Master internationales Wirtschaftsingenieurwesen) nach: Vor zwei Wochen hatte sein Arzt Spielverbot für das folgende Weltserien-Turnier in Russland und auch die DM erteilt, erst nach Rücksprache mit den Physiotherapeuten dann doch eine kleine Chance auf Timmendorf eingeräumt. Die Schulter hatte mal wieder Probleme bereitet, Training vor der DM war kaum möglich. „Es war ein unglaublich hartes Turnier. Ohne meine Ärzte wäre es nicht gegangen.“

Auch im Finale vor knapp 6000 Zuschauern in der Ahmann-Hager-Arena waren gegen Lars Flüggen und Alexander Walkenhorst „ein paar Schläge dabei, wo‘s ziemlich gezwickt hat in der Schulter. Aber zum Glück haben Lars und Alex auch Mischa angespielt.“

Dabei sah‘s zunächst nicht so aus, als würden die DM-Fünften aus 2012, die zuletzt 2010 im Timmendorf-Finale standen (und gegen Brink/Reckermann verloren), die Titelchance nutzen können, die sich aus den Absagen von Olympiasieger Brink und Vorjahressieger Kay Matysik ergeben hatte. Flüggen/Walkenhorst spielten sich in einen kleinen Rausch, zogen über 15:10 und 19:12 auf 21:15 davon. Da war klar: Für einen Sieg musste die Schulter drei Sätze lang halten.

Partner Mischa Urbatzka, im Nebenberuf BWL-Student, verriet später seine Gedanken: „Oh Gott, was ist denn hier los?“ sei ihm durch den Kopf gegangen. Unter dem Eindruck seines ersten DM-Titels staunte der 30-Jährige später über sich und seinen Partner: „Ich weiß auch nicht, wie wir das immer hinkriegen.“ Ihr Trainer Bernd Schlesinger, der nach der Sieger-PK bereitwillig still hielt, als endlich eines seiner Teams den Titel geholt hatte und deshalb sein Vollbart dran glauben musste, kannte die Antwort: „Die beiden sind fokussiert wie wenige andere Teams. Markus und Mischa verzweifeln nicht nach einem verlorenen Satz, sondern versuchen taktisch und spielerisch eine Lösung zu finden. Sie bringen auch die Geduld auf, auf ihre Chance zu warten.“

Die bekamen sie, als ihre Gegner mit den nun besseren und variableren Aufschlägen mehr Probleme hatten. 21:19 im zweiten Satz. Damit war der Weg frei, der Widerstand gebrochen. Und als nach genau einer Stunde reiner Spielzeit der letzte Ball von Böckermann weit hinten ins Eck der Gegners fiel, war das 15:11, der Sieg des Duos vom FC St. Pauli perfekt.

Zuvor hatten Sebastian Dollinger und Stefan Windscheif wie im Vorjahr das kleine Finale gewonnen. 21:17, 23:21 siegte das HSV- Duo gegen Sebastian Fuchs (der sonst mit Julius Brink spielt) und Marcus Popp (dessen Partner Björn Andrae ebenfalls verletzt ist). „Es ist schön, dass wir noch Bronze gewinnen konnten. Aber wir hatten uns Gold als Ziel gesetzt“, verriet Dollinger seine Enttäuschung. Doch das ging nicht an den HSV, sondern an St.Pauli.

Ergebnisse vom Männer-Finaltag
Halbfinale

Sebastian Dollinger/Stefan Windscheif (HSV) - Lars Flüggen/Alexander Walkenhorst (VCO Berlin/Kieler MTV) 20:22, 17:21;

Markus Böckermann/Mischa Urbatzka (FC St. Pauli) - Sebastian Fuchs/Marcus Popp (VCO Berlin/Tours VB) 18:21, 21:18, 15:10.

Spiel um Platz 3

Dollinger/Windscheif - Fuchs/Popp 21:17, 23:21


Finale

Flüggen/Walkenhorst - Böckermann/Urbatzka 21:15, 19:21, 11:15.

C. Schlichting

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