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„Hamburg ist einzigartig“

Hamburg/Lübeck „Hamburg ist einzigartig“

Nach Olympiasieg und WM-Gold triumphieren Laura Ludwig/Kira Walkenhorst beim Welttour-Finale – vor 18000 Fans am Rothenbaum.

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Hamburg/Lübeck. Als Laura Ludwig das achte Ass ins Feld gesetzt hatte, sank Kira Walkenhorst jubelnd auf die Knie. Und Hamburg stand auf. 10000 Beachvolleyball- Fans im und 8000 vor zwei LED- Wänden vor dem Rothenbaum-Stadion feierten ihre Heldinnen. Es war vollbracht. Die Olympiasiegerinnen, die Weltmeisterinnen krönten ihre Saison mit dem Sieg beim Welttour-Finale. Im Endspiel in ihrem „Wohnzimmer“ bezwangen sie die Brasilianerinnen Agatha/Duda mit 2:1 (21:17, 19:21, 15:10). Der Lohn: 100000 Dollar.

LN-Bild

Nach Olympiasieg und WM-Gold triumphieren Laura Ludwig/Kira Walkenhorst beim Welttour-Finale – vor 18000 Fans am Rothenbaum.

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„Der Olympiasieg war großartig, die WM war sehr großartig, aber das hier ist einzigartig.“ Aus Ludwig sprudelte die Freude nur so raus: „Es ist so geil, so ein Finale zeigen zu können. Hamburg liebt Beachvolleyball, das ist zu spüren“ Immer wieder schickte sie Küsschen ins Publikum.

Das Finale, es war Schach im Sand. Technisch und taktisch – ein Spiel auf allerhöchstem Niveau. „Jeder hatte immer eine Antwort auf alles“, fand Ludwig. Walkenhorst ergänzte. „Den Unterschied haben am Schluss die Aufschläge gemacht. Es war auch ein Sieg der Geduld.“ Und das nach einer Saison, die schwieriger nicht laufen konnte. Da war Ludwigs Schulter-Operation, der sie erst im Mai in die Saison starten ließ. Dann schmerzte Walkenhorsts Schulter, sorgte zudem eine Infekt für erneute Auszeiten. Selbst in Hamburg stand das Duo kurz vor der Aufgabe. „Das war alles andere als optimal, verdammt hart“, gab Walkenhorst zu. Und ihre kongeniale Partnerin ergänzte: „Wir hatten wenig Training, wenig Spiele, wenig Rhythmus, aber wir wussten, wenn wir es schaffen, eine Einheit zu sein, sind wir nur schwer zu schlagen. Und in der nächsten Saison machen wir den nächsten Step.“

Auch dank ihres Teams dahinter, das um Trainer Jürgen Wagner („Er hat sehr viel Erfahrung, gibt uns immer wieder Freiräume“) und Psychologin Anett Szigetti („Der größte Anteil liegt im Kopf. Wenn man nicht die Schnelligkeit und Handlungshöhe hat, muss man andere Tools nutzen“). Denn in Hamburg war auch unübersehbar: Die „Golden Girlz“, wie sie sich selbst nennen, baggern auf der letzten Rille.

„Wir sind müde und platt, haben alles Mögliche getan, was erlaubt ist, um im Spiel zu bleiben“, gab Walkenhorst zu.

Doch reicht ihre Kraft für Timmendorf, für die Deutschen Meisterschaften? „Na klar“, versicherte Wirbelwind Ludwig, „Donnerstagabend haben wir das erste Spiel. Da freuen wir uns drauf. Timmendorf ist immer grandios, da sind immer bombastisch viele Zuschauer. Wir versuchen unser bestes Beachvolleyball zu zeigen, auch wenn es nach dieser Woche nicht einfach wird. Denn die Konkurrenz ist groß.“

Von den Vorjahreszweiten, Julia Sude/Chantal Laboureur, die in Hamburg Fünfte wurden, gab es schon mal eine Kampfansage: „Wir wollen Laura und Kira in diesem Jahr schlagen. Ganz klar: Wir wollen Meister werden.“

Timmendorf und WM 2019 im Visier

Das Rothenbaum-Stadion – es wackelte beim Sieg der „Golden Girls“ Walkenhorst/Ludwig in seinen Fundamenten. Hamburgs Tennis-Tempel ein Beachvolleyball- Freudenhaus. Und Veranstalter Frank Mackerodt war baff: „Es ist einfach irre gelaufen. Der Siegeszug von Laura und Kira, das riesige Medieninteresse, dazu der Zuschauerandrang. Wir wurden förmlich überrannt. Damit haben wir nicht gerechnet.“

Zum Finale stürmten 10000 Fans das Stadion. Nur die aufgehängten Werbebanner verhinderten die maximale Auslastung (13200 Plätze). „Da passte keine Maus mehr rein, ganz oben haben sie sogar gestanden. Wir konnten nicht alle reinlassen“, berichtete Mackerodt, der vor dem Stadion zwei zusätzlich Videowände aufbauen ließ. „Auch da war alles schwarz, schauten insgesamt 8000 zu.“

Das Weltfinale steuere am heutigen Finaltag auf eine Besucherzahl von 65 000 zu. „Ich habe so ein Beachvolleyball-Event noch nicht erlebt. Für mich als Hamburger ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, gab Mackerodt zu. Und jetzt nimmt er mit Hamburg Anlauf für die WM 2019: „Der deutsche Verband hat sich beworben. Gespräche laufen bereits. Doch andere Nationen wollen auch. Hamburg ist bereit.“

Am Rothenbaum werden heute noch die Männer-Finals gespielt, doch mit dem Kopf ist Mackerodt bereits in Timmendorfer Strand, wo ab Donnerstag die Deutschen Meisterschaften, die 25. an der Ostsee, steigen. Ein Teil seines Teams ist schon vor Ort, beginnt mit dem Auf- und Umbau des Stadions, in dem 6000 Zuschauer Platz finden.

Dass die DM nach dem Hamburg-Höhepunkt untergeht, befürchtet Mackerodt nicht: „Timmendorf wird davon sogar profitieren. Viele Hamburger werden jetzt an der Ostsee weiter feiern.“ Die 1400 reservierten Plätze für die Finaltage Samstag und Sonntag seien schon komplett ausverkauft. Und außerdem: „Wir alle lieben Timmendorf, es ist unsere Geburtsstätte.“

Viertelfinal-Aus und Papa: Böckermann ist glücklichste Verlierer

Um 9 Uhr stand Markus Böckermann noch am Bett seiner Frau, war bei der Geburt seines Sohnes Karl Johann (55 cm, 3890 Gramm) dabei. Dann düste er auf den Center Court.

Im Viertelfinale schied der Hamburger mit Interimspartner Lorenz Schümann aus – 0:2 (14:21, 14:21) gegen die Polen Kantor/Losiak. Das Duo kassierte 20000 Dollar. „Und ich bin der glücklichste Verlierer“, sagte Böckermann. So geht es heute weiter: Halbfinals, 10.00: Lucena/Dalhausser (USA) - Kantor/Losiak; 11.00: Lupo/Nicolai (Italien) - Evandro/Loyola (Brasilien.) Finale: 15.00.

jek Jens Kürbis

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