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Heidtmann: Erst Rekord, dann Disqualifikation

Rio de Janeiro Heidtmann: Erst Rekord, dann Disqualifikation

Nein, sagen will er nichts. Jacob Heidtmann schüttelt nur den Kopf. Tränen in den Augen. Der 21-Jährige beißt sich auf die Lippen, stapft frustriert durch die Mixedzone.

Rio de Janeiro. Nein, sagen will er nichts. Jacob Heidtmann schüttelt nur den Kopf. Tränen in den Augen. Der 21-Jährige beißt sich auf die Lippen, stapft frustriert durch die Mixedzone. Es hätte sein Rennen sein können, sein sollen, der perfekte Auftakt für die deutschen Schwimmer. Doch am Ende war es das erste große Drama, die erste bittere Enttäuschung des deutschen Olympia-Teams.

 

LN-Bild

Enttäuschung pur: Jacob Heidtmann wird nach seinem Vorlauf disqualifiziert.

Quelle: Witters

Der Elmshorner geht sein Rennen über 400 Meter Lagen taktisch gut an, ist Fünfter nach den zwei Bahnen Schmetterling. Nach den beiden Bahnen Rücken ist er auf den siebten Platz zurückgefallen. Dann die Aufholjagd. Über Brust und Freistil kämpft sich Heidtmann nach vorne und wird Vierter. Der Blick auf die Anzeigetafel: 4:11,85 Minuten – deutscher Rekord. Den von ihm zuvor aufgestellten mit 4:12,08 hat er im entscheidenden Moment bei den Olympischen Spielen in Rio gebrochen. Was für ein Rennen! Heidtmann ballt die Hand zur Faust. Dann die bittere Enttäuschung: Disqualifikation. Der 1,95-Meter große Schwimmer kann es nicht fassen. Mit der fünftbesten Zeit hätte er den Einzug ins Finale locker geschafft.

Laut Schwimm-Weltverband Fina hat Heidtmann bei der Brustwende zwei Delfin-Kicks unter Wasser gemacht – erlaubt ist nur einer. Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV), der zunächst überlegt hatte, Protest einzulegen, verzichtet nach der Videoanalyse auf einen Einspruch. Die Disqualifikation war wohl gerechtfertigt. Das erste große Schwimmfinale im Olympic Aquatic Stadium fand am Abend ohne den jungen Schwimmer statt, der mit so großen Hoffnungen gestartet war und nun weinend aus dem Stadion schlich.

Auch die anderen deutschen Schwimmer schafften keinen Finaleinzug. Für Alexandra Wenk war über 100 m Schmetterling bereits nach dem ersten Rennen Schluss. Die 21-Jährige aus München, die bei der DM im Mai noch vier deutsche Rekorde aufgestellt hatte, schwamm in 58,49 Sekunden als 22. am Halbfinale vorbei. Der erst 17-jährige Potsdamer Johannes Hintze schied abgeschlagen als Letzter in 4:18,25 Minuten aus. „Scheiße“, sagte er. „Das war frustrierend.“ Der Satz des passte zum ersten Tag der Schwimmer.

Manuel Becker

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