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Heimserie des FC Schönberg gerissen: 0:3 gegen Lok Leipzig

Schönberg Heimserie des FC Schönberg gerissen: 0:3 gegen Lok Leipzig

Trainer Axel Rietentiet: „Wir kriechen personell auf dem Zahnfleisch und konnten heute leider nicht das abrufen, was wir in den ersten drei Heimspielen gezeigt haben“.

Schönberg. Lange Gesichter gab es Sonntag Nachmittag im Palmberg-Stadion in Schönberg bei den meisten der fast 1100 Zuschauer, darunter knapp 200 aus Leipzig. Zum ersten Mal in dieser Saison verließen die Gastgeber das heimische Stadion mit leeren Händen. Gegen den ambitionierten Aufsteiger 1. FC Lok Leipzig, der einen möglichen Durchmarsch noch nicht aufgegeben hat, wie in der Kabine verlautete, verloren die Maurinekicker am Ende mit 0:3, auch wenn der Sieg nach Auffassung von Schönbergs Trainer Axel Rietentiet um ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen ist. „Wir wussten, dass dieser Tag kommen wird, an dem die bislang tolle Serie reißen wird. Unsere Mannschaft hat gegen den BAK, Nordhausen und Cottbus auf einem Level gespielt, dass du gerade angesichts unserer langen Verletztenliste nicht auf Dauer halten kannst“, kommentierte Vereinschef Wilfried Rohloff die erste Heimniederlage in dieser Saison. Während mit Okada, Tille, Haufe, Birkholz, Poser und Radina ohnehin schon sechs Spieler nicht zur Verfügung standen, verlängert sich die Liste vor dem schweren Auswärtspiel bei RB Leipzig II noch weiter. Maximilian Rausch musste Sonntag schon nach 23 Minuten verletzt raus. Gestern nachmittag dann die Hiobsboschaft. Rausch hat sich das vordere Kreuzband gerissen und fällt monatelang aus. „Ich weiß nicht, womit wir das verdient haben“, so ein sprachloser Vereinchef. Auf der anderen Seite gab der am Donnerstag verpflichtete 21-jährige Ex-HSVer Dominik Jordan sein Debüt gegen Lok Leipzig. Zudem hatte Trainer Axel Rietentiet kurzfristig Daniel Bendlin aus der zweiten Mannschaft in den Kader berufen, der zu seinem zweiten Regionalliga-Einsatz kam. „Wir kriechen personell auf dem Zahnfleisch, das ist schon brutal und wir konnten heute leider nicht das abrufen, was wir in den ersten drei Heimspielen gezeigt haben“ so Schönbergs Trainer Rietentiet. Vor allem in den Zweikämpfen hatte die Gäste ein deutliches Plus, während es nach vorne bei den Schönbergern an Durchschlagskraft mangelte, so dass sie nur zu drei guten Chancen in den 90 Minuten kamen. Sowohl Marcel Rausch (8.) als auch Leon Dippert (58.) nahmen den Ball mit vollem Risiko direkt, verfehlten aber das Tor deutlich. Die beste Möglichkeit bot sich Marcus Steinwarth, der gesundheitlich angeschlagen ins Spiel gegangen war, in der 67. Minute. Seinen Kopfball kratzte der Lok-Keeper gerade noch von der Linie.

Die optisch spielbestimmenden Leipziger, die allerdings vor der Pause auch kaum großartige Torchancen hatten, waren durch einen Sonntagsschuss vom auffälligen Daniel Becker aus 18 Metern in Führung gegangen (39.). Für die Entscheidung sorgten die Gastgeber dann quasi selbst. „Den Freistoß vor dem 0:2 haben wir schlecht verteidigt“, so Rietentiet, der kurz zuvor gerade die Abwehr auf Dreierkette umgestellt hatte. In der 83. Minute machte Ziane, der eine zu kurze Kopfball-Rückgabe von Daniel Halke auf Torhüter Jörg Hahnel nutzte, dann endgültig alles klar. „Wir haben uns professional auf dieses Spiel vorbereitet und sind einen Tag vorher angereist, denn wir wussten, dass es schwer werden würde. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und der Sieg geht völlig in Ordnung“, war Lok-Trainer Heiko Scholz sichtlich erleichtert.

Schönbergs Fans müssen nun knapp vier Wochen warten, bevor sie ihre Mannschaft wieder im Palmberg-Stadion sehen können. Am 16. Oktober ist dann der nächste Titelaspirant, Viktoria Berlin, zu Gast. Bis dahin stehen aber zunächst drei Auswärtsspiele an, am 24. September bei RB Leipzig II, am 30. September beim SV Babelsberg und am 8. Oktober beim TSV Bützow in der 2. Runde um den Landespokal.

Thomas Groth

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